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Deutscher Werbemarkt: Online wächst langsamer als erwartet

21.09.2007
Ad-Trend 2015 prognostiziert Rückgang im Printbereich

Der deutsche Werbemarkt wird auch in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter wachsen. Laut der aktuellen Prognose "Ad-Trend 2015" des Werbevermarkters GWP media-marketing ist von einem jährlichen Plus von 2,6 Prozent am Gesamtwerbemarkt auszugehen. Das stärkste Wachstum sagen die Experten wenig überraschend für den Online-Bereich voraus. Hier soll das jährliche Plus bis 2015 durchschnittlich 16,2 Prozent betragen. Allerdings werde sich der Online-Werbemarkt flacher und langsamer entwickeln als bislang angenommen, so Harald Wahls, Geschäftsführer der GWP.

Die stärksten Herausforderungen stellen sich in den nächsten Jahren im Print-Segment. Laut Prognose wird es in diesem Bereich einen leichten Rückgang geben, wenngleich Print seinen Platz als zweitgrößte Mediengattung beibehalten und ein lukrativer Markt bleiben sollte. "Für Print wird es in den kommenden Jahren sicherlich schwieriger. Besonders stark betroffen werden die Tages- und Fachzeitungen sein", meint Harald Fritzsch, Leiter Marketing Services bei GWP media-marketing, im Gespräch mit pressetext. Für alle anderen Mediengattungen rechnen die Experten zumindest mit leichten Zuwächsen.

"Auch beim Radio erwarten wir leichte Steigerungen, die vor allem in Verbindung mit dem Online-Instrument erzielt werden können", setzt Fritzsch fort. Ebenfalls positiv ist der Ausblick im TV-Bereich, der auch nach 2015 der größte Werbeträger in Deutschland sein wird. Die Zuwächse sollen allerdings nicht so stark ausfallen wie im Internet. Das Fernsehen kann künftig vor allem von der voranschreitenden Medienkonvergenz profitieren. TV wird sich über den Vertriebskanal Internet zunehmend in andere, neue Räumlichkeiten verlagern und IPTV zu einem immer wichtigeren Begriff.

Was das Online-Segment betrifft, so sei der Höhepunkt bei den relativen Wachstumsraten bereits dieses und nächstes Jahr zu erwarten, sagt Fritzsch gegenüber pressetext. "Ab 2012 werden die jährlichen Zuwächse auf unter zehn Prozent fallen." Für die Werbungtreibenden wird es in Zukunft besonders wichtig sein, das mobile Business im Auge zu behalten. "Hier tut sich derzeit wirklich viel, wir sehen im Mobilmarkt die höchsten Wachstumsraten. Die Beschäftigung mit dem mobilen Geschäft und neuen Technologien wird allen Unternehmen gut zu Gesicht stehen", so Fritzsch. Grundsätzlich komme es bei der Wahl des Werbemittels aber natürlich immer darauf an, welches Ziel verfolgt werde und worauf eine Kampagne ausgerichtet sei.

Claudia Zettel | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.gwp.de

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