Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Moderne Medienkompetenz für Europa: UNIK gehört zu den Initiatoren

26.09.2006
Eine zeitgemäße Medienkompetenz will die "European Charter for Media Literacy" im Verständnis der europäischen Öffentlichkeit und der nationalen Regierungen fördern. Repräsentanten aus acht Nationen haben die "Charter" erarbeitet, die am 28. September in Brüssel vorgestellt wird.
Eine zeitgemäße Medienkompetenz will die "European Charter for Media Literacy" im Verständnis der europäischen Öffentlichkeit und der nationalen Regierungen fördern. Repräsentanten aus acht Nationen haben die "Charter" erarbeitet, die am 28. September in Brüssel vorgestellt wird.

Die Universität Kassel hat mit Prof. Dr. Ben Bachmair als Mitglied der Steering Group und Vertreter für Deutschland federführende Funktion bei der Entwicklung der "Charter" übernommen und mit Unterstützung der Hessischen Landesanstalt für Privaten Rundfunk (Kassel) maßgeblich dazu beigetragen, das europäische Netzwerk in Deutschland öffentlich zu machen und weitere Kooperationsmitglieder zu finden.

Die Statistiken zur Mediennutzung zeigen:

o Europäer verbringen am Tag 30 Minuten mit Lesen und 2,3 Stunden mit TV/Video/DVD
o 70% der europäischen Haushalte mit Kindern besitzen einen PC
o 33% der europäischen Haushalte verfügen über eine breite Medienausstattung
o 94% der jungen Europäer (12-18 Jahre) nutzen das Internet
o 95% der Jugendlichen in Europa (12-18 Jahre) besitzen ein eigenes Handy
Eine moderne Definition von Lese- bzw. Medienkompetenz beschränkt sich heutzutage nicht mehr auf Lesen und Schreiben, sondern Kinder und Jugendliche, ebenso Erwachsene, sollten fähig sein, eigene Ziele zu erreichen sowie eigenes Wissen und Potenziale zu erwerben, um selbstständig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können (OECD 2003).
... mehr zu:
»Medienkompetenz

Die Staaten der EU sind der Überzeugung, 90% ihrer Bevölkerung seien lesekompetent, wobei ihre Definition von "Lesekompetenz" auf Vorstellungen des letzten Jahrhunderts beruhen.

Um wirklich an der Demokratie, am kulturellen und sozialen Leben im 21. Jahrhundert in Europa teilhaben zu können, benötigen Europäer vielseitige Lesekompetenzen und zunehmend breiter gefächerte Medienkompetenzen. Dazu gehören unter anderem:

o Der Zugang zu einer Vielzahl von Inhalten aus Fernsehen, Internet, Filmen, Zeitungen und dem Radio;
o eine sinnvolle Wahl für ihre Mediennutzung treffen zu können;
o bedenkliche oder erregende Medieninhalte hinterfragen zu können sowie
o Medien als Gestaltungsmittel für sich sinnvoll zu nutzen, um Ideen und Botschaften ausdrücken zu können.

Medienpädagogik in Europa war lange Zeit auf kurzlebige Projekte und zeitlich begrenzte Finanzierung beschränkt. Obwohl einige dieser Projekte bemerkenswert sind, gab es bisher wenig Kohärenz in den Ansätzen, zu wenig Vernetzung und keinen Konsens über bewährte Praktiken.

Um das öffentliche Verständnis und Bewusstsein für Medienkompetenz zu wecken und Bürgern eine breiter gefächerte Vision von dem zu vermitteln, was es im 21. Jahrhundert bedeutet, medienkompetent zu sein, haben Repräsentanten aus acht Nationen die "European Charter for Media Literacy" erarbeitet.

In dieser "Charter" werden die nationalen Regierungen in Europa dazu aufgerufen, Medienkompetenz in die Lehrpläne zu integrieren und ausreichend in Ausbildung, Ressourcen und Evaluation zu investieren, um Medienpädagogik längerfristig zu fördern. Weiterhin werden die Medienproduzenten aufgefordert, den Zugang zu vielfältigen kulturellen und informativen Quellen zu gewährleisten, sowie das Verständnis der Medieninhalte zu fördern und zu sichern.

Mit der Unterzeichnung der "Charter" bekräftigen Organisationen und Einzelpersonen eine bestimmte Definition von Medienkompetenz und verpflichten sich zu Maßnahmen, die ihre Entwicklung unterstützen. Die "Charter" ermöglicht auf diese Weise einen Konsens und bietet ein Netzwerk für alle, die auf diesem Gebiet in Europa tätig sind.

Die Website der "Charter" (http://www.euromedialiteracy.eu) ist seit April 2006 im Netz und hat bereits über 100 Unterschriften von Personen und Institutionen aus unterschiedlichen Nationen zu verzeichnen.

Die "Charter" ist aus einer Initiative des UK Film Councils und des British Film Institute (BFI) hervorgegangen. Die Mitglieder der Steering Group haben sich dazu verpflichtet, die "Charter" in ihrem Land zu fördern und dafür weitere Mitglieder zu gewinnen sowie die "Charter" und ihre Ziele in Europa bekannt zu machen. Die Mitglieder der Steering Group haben weitgehende Erfahrungen im Bereich Medienkompetenz, in ihrer Entwicklung und Lehre sowie ihrer Vertretung. Zu den Mitgliedern gehören:

o ÖSTERREICH: Ministry of Education, Science and Culture: Susanne Krucsay
o BELGIEN : Conseil de l'éducation aux médias (CEM): Patrick Verniers
o FRANKREICH : Centre de liaison de l'enseignement et les médias d'information (CLEMI): Evelyne Bevort
o DEUTSCHLAND: University of Kassel: Prof. Dr. Ben Bachmair
o PORTUGAL: CICCOM, University of Algarve: Dr. Vítor Reia-Baptista
o SPANIEN: Grupo Comunicar: Dr. Ignacio Aguaded
o SCHWEDEN: Swedish Film Institute/Center for Learning, Communication and Media and University of Karlstad: Klås Viklund/Pär Lundgren

o GROSSBRITANNIEN: British Film Institute (BFI): Cary Bazalgette

Sponsoren dieser Initiative:
UK Film Council und die Hessische Landesanstalt für Privaten Rundfunk (Kassel)
Informationen zur Pressekonferenz
Datum: Donnerstag, 28. September 2006 von 11:00-11:45 Uhr
Ort: International Press Centre - Résidence Palace
Rue de la Loi 155
1040 Brüssel
Lageplan: http://presscenter.org/en/wegbeschrijving.html
Kontakt: Website der European Charter for Media Literacy:
http://www.euromedialiteracy.eu
Cary Bazalgette - General Secretary of the Charter - British Film Institute (London):
Cary.Bazalgette@bfi.org.uk
Tel.: +44 20 7957 8973
Mobil: +44 07753 616812
Patrick Verniers - Counseil de l'éducation aux médias (Belgien)
p.verniers@media-animation.be
Tel: +32 2 242 57 93+
Mobile : +32 496 87 31 47
Journalist@Your Service
Kerstin Eigert - Coordinator
info@brusselsreporter.eu
Tel: +32 2 35 23 47
Info
Dipl.-Päd. Claudia Raabe
Universität Kassel
Fachbereich Erziehungswissenschaft, Humanwissenschaften
tel +49 (0) 5528 - 98 91 36
e-mail claudia.raabe@uni-kassel.de

Ingrid Hildebrand | idw
Weitere Informationen:
http://www.medienpaed-kassel.de
http://www.euromedialiteracy.eu
http://presscenter.org/en/wegbeschrijving.html

Weitere Berichte zu: Medienkompetenz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

Climate change: In their old age, trees still accumulate large quantities of carbon

17.08.2017 | Earth Sciences

Modern genetic sequencing tools give clearer picture of how corals are related

17.08.2017 | Life Sciences

Superconductivity research reveals potential new state of matter

17.08.2017 | Materials Sciences