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Wissen besser nutzen mit Inno-how

18.08.2004


Im Kreis des Teams bleibt Projektwissen oft hängen. So entstehen Wissensinseln, Erfahrungen gehen verloren und Fehler werden wiederholt. Das praxisnahe Konzept Inno-how liefert Leitlinien, wie Firmen Projektwissen aufspüren, verknüpfen und so effektiver nutzen können.



Das Projekt ist abgeschlossen, der Bericht ordentlich ins Regal sortiert, wo er wie das neu gewonnene Wissen langsam verstaubt. Leider keine Ausnahme: Viel zu oft geht in Firmen Wissen unter, sind Experten zu bestimmten Gebieten gar nicht oder erst nach langer Suche auffindbar. Die Folgen sind zeitliche Verzögerungen oder sogar Doppelarbeit. Das Konzept "Inno-how" schafft hier Abhilfe: Mit ihm können Firmen vorhandenes Wissen besser nutzen und fehlendes schneller aufbauen. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg haben es im gleichnamigen BMBF-geförderten Projekt zusammen mit dem Institut für Berufs- und Betriebspädagogik der Uni Magdeburg und der Core Business Development GmbH in Berlin entwickelt.



"Neu ist, dass wir den Fokus auf den Mensch als den eigentlichen Wissensträger in der Organisation setzen", sagt Hans-Georg Schnauffer. Inno-how ist keine weitere Softwarelösung. Es baut vielmehr darauf, die Kommunikation der Mitarbeiter entlang der Prozesse gezielt zu organisieren. Grundlage ist die Hypertext-Organisation. "Ziel ist es insbesondere, einen Austausch von Wissen zu gestalten, den wir als nicht-repetitiv bezeichnen", erläutert der Leiter der IFF-Abteilung Wissens- und Innovationsmanagement. "Hier liegen die größten Potenziale: zu wissen, wer bei einer konkreten Frage weiterhelfen kann. Mit der Hypertext-Organisation gestalten wir diesen Wissensaustausch und -aufbau ohne ihn zu automatisieren." Wesentlich hierfür sind zum einen Wissenspromotoren - Mitarbeiter, die Wissen zwischen Projekten verknüpfen, Lernprozesse initiieren und Technologie- oder Methodenwissen bereitstellen. Zum anderen hilft das Methodenset des "Kommunizierenden Lernens", das den Aufbau von Wissen durch gezielte Dialogführung unterstützt.

Fünf mittelständische Unternehmen aus den Branchen Automotive, Medizintechnik, Metallurgie, Telekommunikation und Maschinenbau haben das Konzept im Bereich ihrer Produktentwicklung erfolgreich erprobt. Deren Erfahrungen haben Schnauffer und seine Partner zu allgemeinen Leitlinien und Methoden für die Praxis im Buch "Wissen vernetzen" zusammengefasst. "Die Gestaltungsleitlinien haben Grundlagencharakter, die jedem Unternehmen weiterhelfen, das sich auf den Weg zur vernetzten Wissensorganisation begibt", kommentiert der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Professor Hans-Jörg Bullinger, das Konzept. Die bestehende Organisationsstruktur müsse dabei nicht aufwändig reorganisiert werden.

Ansprechpartner: Dipl.-Kfm. Hans-Georg Schnauffer, Telefon: 0391/4090-602, Fax: -555, schnauffer@iff.fraunhofer.de

Dr. Johannes Ehrlenspiel | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://wim.iff.fraunhofer.de
http://www.fraunhofer.de/presse

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