Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Medienkunst im Internet

18.08.2004


Bereits ein kleiner Ausschnitt des semantischen Netzes verdeutlicht, wie viele Beziehungen zwischen Kunstprojekten automatisch erstellt werden. © Fraunhofer IMK


Allen, die mit digitalen Medien arbeiten oder den Umgang damit lehren, bietet die Internetplattform netzspannung.org ein umfassendes Archiv - insbesondere im Bereich Medienkunst. Neu dazu kamen die Bereiche Medienkunstforschung und Lernen sowie Recherche-Tools.

... mehr zu:
»Cluster »MAP »Medienkunst »Plattform »Semantic

Wer will, kann die Räume des Kreml wie vor 500 Jahren besichtigen, im Dritten Reich zerstörte Synagogen besuchen oder antike Ruinenstädte zu neuem Leben erwecken - zumindest virtuell. Die drei Streifzüge durch die Vergangenheit sind beispielhafte Projekte, die Kunst und Forschung verbinden. Zu erkunden sind sie im neuen Bereich "Medienkunstforschung" der Internetplattform netzspannung.org. Forscher des Kompetenzzentrums MARS (Media Arts Research Society) des Fraunhofer-Instituts für Medienkommunikation IMK in Sankt Augustin bei Bonn haben die umfassende Plattform zum Thema Medienkunst aufgebaut und im vergangenen Monat die erweiterte Fassung gestartet.

Neben einem umfangreichen Archiv zur Medienkunst, gibt es nun auch den Bereich Lernen. Er enthält Material, um Medienkunst zu vermitteln und mitzugestalten. So bietet er Kunstlehrern etwa eine Sammlung praktischer Unterrichtsmodelle. Kunststudenten finden im gleichen Bereich eine anschauliche Einführung in die Programmiersprache Java. Ein Videoarchiv bildet den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs in Kunstwissenschaft, Medientheorie und Informatik ab. Auch die Recherchetools der Plattform wurden erweitert. Zwei davon, die Timeline und die Semantic Map, sind für sich schon angewandte Medienkunst. "Unsere Timeline stellt Inhalte in einen zeitlichen Zusammenhang", erklärt MARS-Leiterin Monika Fleischmann. "Der theoretische Diskurs steht dann Projekten gegenüber, die Künstler im gleichen Zeitraum schufen." Lerngruppen können so Inhalte nach ihren Bedürfnissen zusammenstellen. Die Semantic Map hingegen soll zum assoziativen Stöbern animieren. "Sie stellt den Inhalt der Plattform in Form einer topographischen Karte dar, die ähnliche Projekte zu Clustern bündelt", sagt Fleischmann. "Wie aus der Vogelperspektive sieht der Nutzer alle Inhalte." Stellt er nun ein neues Projekt auf die Plattform - eine Möglichkeit, die der Bereich Community bietet - so analysiert ein neuronales Netz dessen Inhalt. Passt er in einen bestehenden Cluster, wird dieser erweitert. Falls nicht, kreiert die Semantic Map eine neue Clusterstruktur, in der sie alle Projekte neu anordnet. Dadurch werden unerwartete Bezüge zwischen Projekten deutlich.


Aufgebaut und entwickelt wurde netzspannung.org seit über fünf Jahren mit Mitteln des Bundesministeriums BMBF. Für den weiteren Ausbau und die Pflege der Plattform suchen die Forscher nun einen Träger, der den außergewöhnlichen Wissensraum unterstützt.

Ansprechpartnerinnen:
Monika Fleischmann, Telefon: 02241 / 14-3450 , Fax: -2133, monika.fleischmann@imk.fraunhofer.de

Gabriele Blome, Telefon: 02241 / 14-3447, gabriele.blome@imk.fraunhofer.de

Dr. Johannes Ehrlenspiel | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://netzspannung.org
http://www.fraunhofer.de/presse

Weitere Berichte zu: Cluster MAP Medienkunst Plattform Semantic

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie