Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Im Netz mit Qualität pauken

16.01.2003


Das Internet bietet für fast jeden realen Lebensbereich ein virtuelles Gegenstück. Neben Marktplätzen, Banken oder Auktionshäusern finden sich im Netz ganze Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen. E-Learning ermöglicht sowohl ein Selbststudium unabhängig von Ort und Zeit als auch Lernen im virtuellen Klassenzimmer. So spart beispielsweise ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter fortbilden will, Zeit und Geld. Statt zur Schulung anzureisen, lernen die Teilnehmer vor dem Bildschirm. Häufig fehlt ihnen jedoch das direkte Feedback der Dozenten, die Unterrichtssoftware streikt oder die Interaktion zwischen den Teilnehmern beschränkt sich auf Chaträume.


In der Gruppe lernt die Computernutzerin erfolgreicher als allein. Das Projekt ALBA untersucht, wie es am besten geht, und liefert Leitfäden und Softwaretools.

© Fraunhofer IPSI



Wie sich die Qualität von E-Learning durch kooperative Elemente verbessern lässt, wird seit April 2001 im dreijährigen BMBF-Projekt ALBA untersucht - »Analyse von Lernsoftware zur Unterstützung und Qualitätssicherung von kooperativen Bildungsprozessen in der Aus- und Weiterbildung«. Koordiniert wird ALBA vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme IPSI; Projektpartner sind der Softwarehersteller SAP AG in Walldorf sowie das Berufsförderungszentrum Maximiliansau des Christlichen Jugenddorfwerks CJD. In deren E-Learning-Kursen evaluieren die Forscher unter anderem den Lernstil und die Medienkompetenz der Teilnehmer, den Ablauf des Unterrichts und den Lernerfolg. Zudem werden in ALBA neue Konzepte und Software für das kooperative E-Learning entwickelt, bei dem die Lernenden zu festen Zeiten online sind und in kleine Gruppen eingeteilt werden.



Damit die Interaktion zwischen den Teilnehmern nicht bloß ziellos im Chatroom verläuft, testen die Forscher verschiedene Softwareoberflächen, die den Unterricht lenken. »Für uns ist die Vorhersehbarkeit des Lernprozesses entscheidend«, erläutert Dr. Stefan Münzer, Projektleiter am IPSI. »Beispielsweise werden einzelnen Gruppen Aufgaben gestellt oder Rollen verteilt. Zwei Schüler agieren und zwei weitere beobachten sie dabei.« Langfristig soll eine Quality Suite entwickelt werden, die Aus- und Fortbildungseinrichtungen Richtlinien und Softwarewerkzeuge zur Optimierung und Qualitätssicherung von E-Learning bietet. »Durch ALBA erfahren wir, wo noch Verbesserungen möglich sind und erhalten eine gezielte Rückmeldung von Tutoren und Lernenden«, resümiert Jürgen Ruff von der SAP University, in der Mitarbeiter des Softwareherstellers aus- und fortgebildet werden. Das IPSI stellt das Projekt auf der Karlsruher Messe Learntec vom 4. bis 7. Februar vor - am Stand 352 in der Gartenhalle.

Ansprechpartner
Dr. Stefan Münzer
Telefon 0 61 51 / 8 69-9 44
Fax 0 61 51 / 8 69-9 63

Fraunhofer-Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme IPSI
Dolivostraße 15
64293 Darmstadt

| Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.ipsi.fraunhofer.de/
http://www.1a-alba.de/
http://www.learntec.de/

Weitere Berichte zu: ALBA E-Learning Informationssystem Qualitätssicherung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten