Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Günstig, einfach und sicher: Start-up entwickelt modernes elektronisches Fahrtenbuch

21.04.2015

Unter dem Namen OpenDriversLog macht sich eine neue Ausgründung der TU Bergakademie Freiberg an den Start, ein neues elektronisches Fahrtenbuch für Privatanwender und Firmen zu entwickeln. Es soll günstig und sehr einfach zu handhaben sein. Einen ersten Prototypen gibt es bereits.

Bei einer Lehrveranstaltung des Freiberger Gründernetzwerks Saxeed kam Paul Petring und Frieder Schlesier die zündende Idee. Einen Businessplan sollten die beiden entwickeln. Sie hörten damals aus der Verwandtschaft von Problemen beim Führen eines Fahrtenbuchs und griffen dieses Beispiel auf.


OpenDriversLog-Prototyp

Maria Sonntag / fotoforma.de

Schnell wurde aus wenigen Seiten ein immer ausgefeilteres Konzept: das elektronische Fahrtenbuch "OpenDriversLog". Günstiger als die bisherigen Lösungen für Speditionen, einfacher und schneller als das Führen eines Fahrtenbuches per Hand und nicht zuletzt sicherer und privater als die bisherigen Smartphone-Apps bot diese Idee ein großes Innovationspotential.

Nach intensiver Unterstützung durch das Gründungsnetzwerks Saxeed erhalten die beiden Informatik-Absolventen der Freiberger Universität sowie Christoph Sonntag, ehemaliger Absolvent der Westsächsischen Hochschule Zwickau, seit 1. Dezember 2014 ein EXIST-Gründerstipendium. Mentor ist Prof. Bernhard Jung vom Institut für Informatik. Ein erster Prototyp der Hardware steht bereits.

Mit diesem etwa streichholzschachtelgroßen Gerät können Nutzer Fahrtenbücher in Zukunft günstig, einfach und sicher führen. Nie wieder manuelles Notieren von Kilometerstand und Zeit – die Idee der drei Sachsen klingt simpel:

„Eigentlich will man ja nur einsteigen und losfahren – und genau dieses Ziel verfolgen wir. Ein kleines Kästchen, das im Auto angebracht wird, zeichnet über GPS die zurückgelegte Strecke auf. Eine einfache und intuitive Bedienung ist Grundbedingung, um – im Gegensatz zu anderen Produkten – Arbeit abzunehmen statt neue Arbeit zu schaffen“, erklärt Paul Petring. Dies erreicht das Team, indem es von Anfang an eng mit potentiellen Kunden zusammenarbeitet und das System nach den Bedürfnissen der Zielgruppe gestaltet.

Die Daten können automatisch auf Smartphone, Laptop oder in das Firmennetzwerk übertragen und für das Finanzamt aufbereitet aufbereitet werden. Dabei achten die drei Entwickler vor allem auch auf die Sicherheit der Daten. Die Nutzer entscheiden selbst, wo die verschlüsselten Daten gespeichert werden. „Denn niemand außer den Anwendern selbst und dem Finanzamt muss wissen, wo man sich befindet – nicht einmal wir. Deswegen ist unser Angebot frei von Hintertüren und unterliegt strengen Sicherheitskontrollen“, betont Paul Petring.

Zunächst wollen sich die drei Gründer auf Privatanwender konzentrieren. Doch auch für Speditionen, Firmen sowie Flottenmanagement ist das Produkt interessant. „Bei einem Lieferdienst etwa können wir das Auto genau tracken und auf einer Karte anzeigen, wo es sich gerade befindet und wann der Fahrer ankommt“, nennt Christoph Sonntag ein Beispiel der vielfältigen Erweiterungsmöglichkeiten.

Aktuell arbeitet das Team daran, die Beta-Versionen für Auto, PC, Mac, Android und iPhone für die Testkunden zu vervollständigen. Schon bald könne eine erste Testphase mit 30 bis 40 Nutzern starten. Interessenten können sich dafür auf der Website anmelden. Dann stehe einem baldigen Markteintritt nichts mehr im Wege.

Weitere Informationen:

http://'www.opendriverslog.de - Homepage von OpenDriversLog'
http://'http://tu-freiberg.de/fakult1/studium/studiengaenge/angewandte-informati... - Informationen zum Studiengang Informatik an der TU Bergakademie Freiberg'
http://'http://tu-freiberg.de - diese Meldung auf der Homepage der Hochschule'

Madlen Domaschke | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel
04.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Weltweit erste fliegende Selfie-Kamera im Handyformat in Berlin vorgestellt
09.03.2017 | AirSelfie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette

25.04.2017 | Verkehr Logistik

Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen