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RFID-Armband kontrolliert Schmerzmittelausgabe

09.06.2008
Automatisierung ist für Pfleger große Zeitersparnis

Bartronics America Inc. hat ein Armband entwickelt, dass die Verabreichung von Medikamenten an Patienten automatisiert. Das Gerät nutzt Radio Frequency Identification (RFID) und ermöglicht es den Patienten sich selbstständig Schmerzmittel zu verabreichen, berichtet The Times of India.

Dazu wird ein Medication-on-Demand (MOD) Gerät vom zuständigen Krankenpfleger mit der verschriebenen Dosis und Ausgabefrequenz programmiert, damit Patienten unabhängig von Pflegern ihr Schmerzmittel anfordern können. Dabei müssen sie lediglich ihr RFID-Armband an das MOD halten. Dort können die Patienten die Intensität ihrer Schmerzen von eins bis zehn bewerten und bekommen dann die entsprechende Dosis Pillen von dem Gerät.

Getestet wurde das RFID-Armband im Halifax Health Medical Center an Krebspatienten. Sowohl Krankenpfleger als auch Patienten konnten dem Gerät Positives abgewinnen. 95 Prozent der Patienten fanden das Gerät benutzerfreundlich und waren damit besser in der Lage ihre Schmerzen zu kontrollieren. 84 Prozent der Pfleger waren der Meinung, durch die Automatisierung Zeit einsparen zu können. Jeder Pfleger ist mit einer Identifizierungskarte ausgestattet, die ihm ermöglicht, das Medication-on-Demand Gerät mit Schmerzmitteln aufzufüllen und die Armbänder der Patienten zu programmieren.

Um Missbrauch der automatisierten Medikamentenausgabe zu vermeiden, ist die einzige Möglichkeit, das Patientenarmband zu entfernen, es abzuschneiden. Dadurch wird jedoch die Verbindung zwischen der integrierten Antenne und dem RFID Chip durchtrennt, was eine Weiterverwendung unmöglich macht. So soll dafür gesorgt werden, dass niemand außer dem Patienten selbst Zugriff auf die Schmerzmittel erlangt.

Kristina Sam | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.halifaxhealth.org

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