Leichter Publizieren und Recherchieren – OPUS 4 geht an den Start

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat nun einen Antrag genehmigt, mit dem OPUS als Baustein nationaler und internationaler Netzwerke (OPUS 4) weiterentwickelt werden soll. Dadurch soll es einfacher werden, Forschungsergebnisse und Publikationen für die Wissenschaftsgemeinschaft und die Öffentlichkeit sichtbar zu machen beziehungsweise diese zu recherchieren. Die Federführung für das Projekt hat die Universitätsbibliothek Stuttgart.

Repositorien sind ein wesentlicher Baustein der elektronischen Forschungsinfrastruktur, die auch unter dem Namen e-Science bekannt ist. Mit ihrer Hilfe können Wissenschaftler Publikationen und Arbeitsergebnisse ablegen und verwalten. OPUS-Repositorien dienen auch der besseren Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Ergebnisse, da sie von allgemeinen und wissenschaftlichen Suchmaschinen indexiert werden und sehr gute Ranking-Ergebnisse in den entsprechenden Trefferlisten (zum Beispiel bei Google, Yahoo, Scirus oder BASE) aufweisen.

Im Zeitalter des verstärkten Wettbewerbs der Hochschulen dienen Repositorien dazu, das gesamte Spektrum wissenschaftlicher Veröffentlichungen einer Einrichtung in digitaler Form nach außen darzustellen. In der Regel gehorchen Repositorien dabei dem Open Access Prinzip der freien Zugänglichkeit wissenschaftlicher Literatur und wissenschaftlicher Materialien, da dies die Sichtbarkeit maximiert.

Die Entwicklung von OPUS 4 orientiert sich an den entstehenden Netzwerken qualifizierter Open Access-Repositorien und den damit verbundenen Qualitätsstandards (Open Access-Netzwerk, Serviceorientierte Infrastruktur für elektronische Publikation beziehungsweise DRIVER, einer Infrastruktur für die europäische Forschung). Darüber hinaus sollen OPUS-Repositories mit Forschungsinformationssystemen (wie zum Beispiel PURE) und mit Primärdatenspeichern (wie zum Beispiel den World Data Centers) als Bestandteil der Forschungsinfrastruktur gekoppelt werden.

Projektpartner sind neben der Universitätsbibliothek Stuttgart das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ), der Kooperative Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg, die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek Saarbrücken, die Universitätsbibliothek Bielefeld und die Universitätsbibliothek der Technischen Universität Hamburg-Harburg unter Mitwirkung der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Die DFG gewährt die Projektunterstützung im Rahmen der Programme zur Förderung der wissenschaftlichen Literaturversorgungs- und Informationssysteme >www.dfg.de/lis> für zunächst zwölf Monate. Projektbeginn ist der 1. Juli 2008.

Die Projektpartner engagieren sich aktiv in der Arbeitsgruppe „Elektronisches Publizieren“ der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI), die das elektronische Publizieren an deutschen Hochschulen durch die Erarbeitung von Empfehlungen für Dokumentenserver und durch die Organisation von Schulungen und Veranstaltungen unterstützt. Die Nachhaltigkeit der Entwicklung ist durch die bereits existierende Struktur der Entwicklergemeinschaft mit dem BSZ als Geschäftsstelle gegeben.

Weitere Informationen bei Werner Stephan, Tel. 0711/685-82222 beziehungsweise unter http://www2.bsz-bw.de/cms/digibib/opus/.

Media Contact

Ursula Zitzler idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie

Neuerungen und Entwicklungen auf den Gebieten der Informations- und Datenverarbeitung sowie der dafür benötigten Hardware finden Sie hier zusammengefasst.

Unter anderem erhalten Sie Informationen aus den Teilbereichen: IT-Dienstleistungen, IT-Architektur, IT-Management und Telekommunikation.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Entwicklung von High-Tech Tech-Schattenmasken für höchsteffiziente Si-Solarzellen

Das Technologieunternehmen LPKF Laser & Electronics AG und das Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) haben einen Kooperationsvertrag vereinbart: Gemeinsam werden sie Schattenmasken aus Glas von LPKF zur kostengünstigen Herstellung hocheffizienter…

Hitzewellen in den Ozeanen sind menschgemacht

Hitzewellen in den Weltmeeren sind durch den menschlichen Einfluss über 20 Mal häufiger geworden. Das können Forschende des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern nun belegen. Marine Hitzewellen zerstören Ökosysteme…

Was Fadenwürmer über das Immunsystem lehren

CAU-Forschungsteam sammelt am Beispiel von Fadenwürmern neue Erkenntnisse über die Regulation der angeborenen Immunantwort. Alle höheren Lebewesen verfügen über ein Immunsystem, das als biologischer Abwehrmechanismus den Körper vor Krankheitserregern und…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close