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Der Schlüssel gegen Armut: Reformen der sozialen Sicherung

14.10.2011
150 Wissenschaftler, Politiker und Praktiker aus 26 Nationen kommen am 20. und 21. Oktober 2011 zu einer großen internationalen Tagung an die Ruhr-Universität Bochum: Im fachübergreifenden Blickpunkt stehen die sozialen Sicherungssysteme der Entwicklungsländer.

Die – erfolgreiche – Reform der sozialen Sicherung gilt seit der Jahrtausendwende als Schlüssel zu Bekämpfung von Armut. Die Bochumer Konferenz bringt erstmals Vertreter der Volkswirtschaftslehre sowie Rechts- und Sozialwissenschaftler zu diesem Thema zusammen.

Programm im Internet

Die Tagung „Reformen der sozialen Sicherung in Entwicklungsländern“ findet am 20. und 21. Oktober 2011 im Veranstaltungszentrum der RUB statt. Veranstalter sind Dr. Katja Bender und Prof. Markus Kaltenborn vom Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE) der RUB in Zusammenarbeit mit Dr. Christian Pfleiderer von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Das ausführliche Programm der englischsprachigen Veranstaltung steht im Internet unter

http://www.social-protection-conference.com/

Größere Aufmerksamkeit für soziale Sicherung

Die Bochumer Konferenz greift ein Thema auf, das sich in jüngerer Zeit zu einem Kernthema der entwicklungspolitischen Debatten entwickelt hat. Seit die von den Vereinten Nationen verkündeten Milleniums-Entwicklungsziele (die sog. „MDGs“) die weltweite Bekämpfung der Armut in das Zentrum aller entwicklungspolitischen Bemühungen der Staatengemeinschaft gerückt haben, wird auch der konkreten Ausgestaltung z.B. der öffentlichen Gesundheitssysteme oder der Alterssicherungs- und Grundsicherungsprogramme deutlich größere Aufmerksamkeit eingeräumt. Auf dem G20-Gipfel in Seoul 2010 haben die Teilnehmer die Bedeutung von sozialer Sicherung für die Entwicklung explizit betont.

Hochrangige Fachleute zu Gast

Zu Gast an der RUB sind international ausgewiesene Experten, wie etwa Sarah Cook, die Direktorin des UN Research Institute for Social Development (UNRISD), Armando Barrientos vom Brooks World Poverty Institute an der Universität Manchester oder der Sozialrechtler Ockert Dupper von der südafrikanischen Universität Stellenbosch. Die Konferenz stellt zudem einen engen Bezug zur entwicklungspolitischen Praxis her. Hochrangige Fachleute von der OECD, der Weltbank und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) werden in Bochum erwartet, darüber hinaus aber auch zahlreiche Vertreter von staatlichen Entwicklungsagenturen, von Nichtregierungsorganisationen oder von internationalen Beratungsunternehmen. Auch die politische Ebene ist vertreten: Eine Delegation aus dem vietnamesischen Sozialministerium hat ihre Teilnahme angekündigt, darunter der für die soziale Sicherung zuständige Vizeminister Nguyen Trong Dam, ebenso wie der Beigeordnete des indonesischen Vizepräsidenten für soziale Sicherung, Bambang Widianto.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Markus Kaltenborn, Ruhr-Universität Bochum, Juristische Fakultät, 0234/32-25252, markus.kaltenborn@ruhr-uni-bochum.de

Dr. Katja Bender, Ruhr-Universität Bochum, Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE), 0234/32-25149, katja.bender@ruhr-uni-bochum.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

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