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Herz, Schmerz und Familienidylle, oder?

18.04.2008
Bollywood-Film Kolloquium startet am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Ein Hauch von Bollywood wird ab Dienstag vierzehntäglich durch das Dahlemer Max-Planck-Institut für Bildungsforschung wehen. Der Forschungsbereich Geschichte der Gefühle, Direktorin Ute Frevert, zeigt in chronologischer Reihenfolge indische Filme aus fünf Jahrzehnten.

Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation mit dem Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt Universität zu Berlin, A propos e.V. Gesellschaft für Internationale Beziehungen, Konfliktmanagement und Interkulturellen Dialog sowie der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf".

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 17.00 Uhr im Sitzungssaal des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, derzeit Königin-Luise-Str. 5, 14195 Berlin-Dahlem. Die meist dreistündigen Filme werden in der Originalfassung mit englischen Untertiteln gezeigt, begleitet von einer Einführung und abschließenden Diskussion. Das Kolloquium startet am 22. April mit dem Bollywood-Klassiker "Mother India" aus dem Jahre 1957.

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Bollywood-Gefühle als Forschungsobjekt

Das Spektrum der Emotionen und Beziehungen im indischen Kino ist sehr stark bestimmt durch soziale Normen und Erwartungen, die sich am deutlichsten beim Umgang mit dem Thema "Familie" zeigen. Die Familie als Schauplatz dramatischer und leidvoller Konflikte zwischen ihren Mitgliedern und Generationen, als der Ort, in dem Zusammenhalt und feste Regeln Schutz bieten aber auch Grenzen setzen, war und ist für den klassischen Bollywood-Film schon seit seinen Anfängen genreprägend.

Soziale Veränderungen über die Zeit und ihre Reflexion durch die Bollywood-Filmsprache, die Paradigmenwechsel, die in Dramaturgie und Themenwahl erkennbar werden, Tradierungen von Codes und auch ihre Brechung werden in der Filmreihe interdisziplinär betrachtet und diskutiert. Das Kolloquium bietet einen exemplarischen Einblick in das populäre Kino Indiens über einen Zeitraum von fünfzig Jahren. Jedem Filmabend geht eine kurze Einführung voraus auf die im Anschluss eine Diskussion folgt.

Weitere Informationen zum Forschungsbereich Geschichte der Gefühle sowie das vollständige Filmprogramm unter: www.mpib-berlin.mpg.de/de/forschung/gg/index.htm

Kontakt:

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Petra Fox-Kuchenbecker
Tel. 030-824 06-211
E-mail: fox@mpib-berlin.mpg.de

Dr. Petra Fox-Kuchenbecker | idw
Weitere Informationen:
http://www.mpib-berlin.mpg.de
http://www.mpib-berlin.mpg.de/de/forschung/gg/index.htm

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