Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wettbewerb Motion Picture 2.0

28.07.2014

Das Smartphone hat nicht nur unsere Wahrnehmung von Bildern und Filmen verändert, sondern auch unser Handeln.

Um diese gesellschaftlichen Umbrüche deutlich zu machen, hat das ZKM I Institut für Bildmedien eine neue Art des Aufnehmens von Bildern und der Bildwiedergabe entwickelt:

Die Aufnahmetechnologie Motion Picture 2.0, die als Applikation auf dem eigenen Smartphone installiert werden kann. Das Revolutionäre: Die Orientierung der Kamera wird mit aufgezeichnet und anschließend im PanoramaLabor körperlich erfahrbar.

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2014 – Die digitale Gesellschaft schreibt das ZKM nun einen Wettbewerb aus: Alle Interessierten sind eingeladen, mit der neuen Technologie zu experimentieren. Einreichungsfrist ist der 30. September 2014.

Wettbewerb Motion Picture 2.0

Jeder Interessierte wird eingeladen, seine Experimente mit der neuen Technologie des Motion Picture 2.0 einzureichen. Neben dem Hauptwettbewerb mit hoch dotierten Preisen (1. Preis 5.000 €, 2. Preis 3.000 € und 3. Preis 1.000 €), wird ein Schülerwettbewerb (1. Preis 1.000 €) ausgeschrieben. Die Einreichungszeit des Wettbewerbs startet mit dem Launch der Webseite, am Montag, den 28. Juli.

Ab Anfang Oktober werden die Beiträge von Juroren bewertet und die Gewinner am Samstag, 29. November 2014, im Rahmen des Giga-Hertz-Preises präsentiert. Während und nach dem Wettbewerb sind alle Einreichung im PanoramaLabor des ZKM in Karlsruhe zu sehen oder aber als Simulation auf der projekteigenen Webseite motionpicture2.zkm.de

Die neue Aufnahmetechnologie: Motion Picture 2.0

Vor dem Hintergrund der aktuellen technologischen Umbrüche im Bereich der Aufnahme und Widergabe von Bildern wurde am ZKM eine Applikation entwickelt, die einen neuen Umgang mit Bildern ermöglicht. Das eigene Smartphone wird durch die entwickelte Applikation ganz einfach und schnell zum Träger einer neuen Aufnahmetechnologie: Mit der neuen Methode, Motion Picture 2.0, wird die Orientierung der Kamera während der Aufnahme aufgezeichnet.

Dadurch kann beim Abspielen das Bildfenster orientierungsrichtig wiedergegeben werden. Im Gegensatz dazu geht bei der Aufnahme von Filmen mit traditionellen Kameras die Orientierungsinformation der Kamera verloren. Bei der konventionellen Wiedergabe wird der aufgenommene Film auf einem statischen Monitor oder Fernseher abgespielt.

Die Rezeption des Filmes bleibt dabei körperlich passiv, die Orientierung des Betrachters ist unabhängig von der Orientierung der Kamera, die das Gezeigte aufgenommen hat. Durch diese neu entwickelte Technologie werden die Rezeptionsgewohnheiten des Zuschauers überrascht. Er betrachtet das Videomaterial nicht passiv, aus seinem Sessel, nach vorne schauend, sondern wird körperlich eingebunden. Motion Picture 2.0 setzt ganz neue Effekte des Erlebens des Gezeigten frei.

Körperliche Einbindung des Betrachters: Das PanoramaLabor

Die orientierungsechte Wiedergabe der mit Motion Picture 2.0 aufgenommenen Videos erfolgt idealerweise im PanoramaLabor des ZKM. Das ZKM besitzt seit 2009 mit dem öffentlich zugänglichen PanoramaLabor einen permanenten Ort, um künstlerisch-wissenschaftliche panoramische Arbeiten Besuchern zu präsentieren.

In dieser panoramischen Projektionsumgebung kann der körperliche Aspekt der Bildrezeption, der mit der Begrifflichkeit des ‚Embodiment‘ eine aktuelle These aus der Kognitionsforschung aufgreift, mit dem eigenen Körper erlebt werden. Die mit der Applikation erstellten Videos können zwar schon auf dem mobilen Endgerät in einer Simulation orientierungsecht und mit starker körperlicher Einbindung des Betrachters angeschaut werden, jedoch kommen die vollen Effekte dieser neuen Technologie erst im PanoramaLabor zur Entfaltung.

Pressekontakt
Dominika Szope
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am ZKM
Tel: 0721 / 8100 – 1220

Regina Hock
Mitarbeit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am ZKM
Tel: 0721 / 8100 – 1821
E-Mail: presse@zkm.de

Der Wettbewerb findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2014 – Die digitale Gesellschaft statt.

Weitere Informationen:

https://motionpicture2.zkm.de
http://www.digital-ist.de/mitmachen

Stefanie Kaufmann Dimeski | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen
22.03.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Effiziente Tools für bildgebende Studien
21.03.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen