Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vier weitere Alexander von Humboldt-Professuren vergeben

27.02.2009
Schavan: "Großartiger Gewinn für deutsche Hochschulen" / Preisträger kommen aus unterschiedlichen Fachrichtungen

Ein Geisteswissenschaftler, ein Mathematiker, ein Quantenphysiker und ein Wirtschaftswissenschaftler sind die neuen Alexander von Humboldt-Professoren: Sie wurden jetzt als die ersten vier Preisträger des Jahres 2009 ausgewählt.

Der mit fünf Millionen Euro dotierte international ausgeschriebene Forschungspreis wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben. Der Preis zeichnet weltweit führende und im Ausland tätige Forscher aller Disziplinen aus. Sie sollen zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen. Dafür werden sie vom BMBF fünf Jahre lang finanziert. Den Hochschulen eröffnet der Preis die Chance, internationalen Spitzenkräften konkurrenzfähige Rahmenbedingungen und eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten sowie ihr Profil zu schärfen.

"Ich freue mich sehr, dass die aktuellen Preisträger aus so unterschiedlichen Fachrichtungen kommen. Dies verdeutlicht die breite Wirkung unseres Forscherpreises", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Freitag anlässlich der Auswahl. "Die Alexander von Humboldt-Professur erlaubt es den Hochschulen, Spitzenkräfte zu rekrutieren, die ihrerseits exzellente Kollegen nach sich ziehen. Für den Wissenschaftsstandort Deutschland bedeutet dies einen großartigen Gewinn und verspricht einen wichtigen Internationalisierungs- und Modernisierungsschub."

"Bis zu fünf Millionen Euro für einen Wissenschaftspreis sind nicht nur ein mutiges wissenschaftspolitisches Signal, sondern vor allem eine entschlossen Zukunftsinvestition - auch und gerade angesichts der weltweiten Finanzkrise. Wir investieren in herausragende Forscherpersönlichkeiten, in ihre Ideen und in kluge Universitätskonzepte. Die Dividende stärkt den internationalen Forschungsstandort Deutschland", so Professor Helmut Schwarz, Präsident der Humboldt-Stiftung.

Die vier ausgewählten Preisträger treten nun in die Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis nominierten:
Der Wirtschaftswissenschaftler Gerard van den Berg (47) von der Universität Amsterdam soll künftig an der Universität Mannheim forschen.
Der Altphilologe Philippus van der Eijk (46), der zurzeit an der Universität Newcastle in Großbritannien forscht, soll künftig an der Humboldt-Universität Berlin arbeiten.
Der Mathematiker Marc Levine (56) von der Northeastern University, Boston, USA, soll an die Universität Duisburg-Essen kommen.

Der Quantenphysiker Mikhail Lukin (37) soll von der Harvard University, Cambridge, USA, an die TU München wechseln.

Der Auswahlausschuss der Humboldt-Stiftung hatte über 20 Anträge zu entscheiden. Nominiert waren zwei Frauen und 18 Männer, darunter acht Deutsche und zwölf Ausländer. Von den 20 Kandidaten arbeiten derzeit zehn in den USA, vier in Großbritannien sowie je einer in Italien, Japan, Kanada, den Niederlanden, Polen und der Russischen Föderation. Zwölf Nominierungen kamen aus den Naturwissenschaften, sieben aus den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie eine aus den Ingenieurwissenschaften.

Wie schon im letzten Jahr können auch 2009 insgesamt bis zu zehn Preise vergeben werden. Die weiteren Preisträger werden in den kommenden Auswahlrunden im Sommer und Herbst bestimmt.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.humboldt-foundation.de/presse
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Forschungspreis „Transformative Wissenschaft 2018“ ausgelobt
16.02.2018 | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

nachricht Preis der DPG für superpräzisen 3-D-Laserdruck aus Karlsruhe
14.02.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics