Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Traumanetzwerk NordWest gewinnt Innovationspreis Telemedizin 2009

18.11.2009
Prof. Dr. Michael J. Raschke: „Ansporn für die weitere Zusammenarbeit“

Das „Traumanetzwerk NordWest“ ist mit dem „Karl Storz Innovationspreis Telemedizin 2009“ ausgezeichnet worden. Koordiniert wird das 2008 gegründete Netzwerk von der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, und Wiederherstellungschirurgie des Universitätsklinikums Münster (UKM, Klinikdirektor: Prof. Dr. Michael J. Raschke).

Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Preis wird von der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin e.V. (DGTelemed) vergeben und wurde Anfang November in München bei einem Fachkongress der DGTelemed verliehen.

Die Jury hatte zwölf Projektarbeiten zu bewerten, die aus sechs deutschen Bundesländern sowie Österreich und Italien eingereicht wurden. Zusammen mit dem „Traumanetzwerk NordWest“ wurde auch ein Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung in Bayern ausgezeichnet.

„Beide Projekte zeigen in sehr eindrucksvoller Art und Weise die Vorteile und Chancen der Telemedizin, wenn es darum geht, zeitkritische Situationen in der Akutversorgung von Patienten in ländlichen Regionen zu überwinden“, so Prof. Dr. Hans W. Höpp von der Universitätsklinik Köln, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der DGTelemed.

Hans-Uwe Hilzinger, Vertreter des Preissponsors Karl Storz GmbH & Co. KG aus Tuttlingen erklärte bei der Preisverleihung: „Beide Projekte sind in besonderem Maße förderungswürdig, weil gleich zwei Ziele erfüllt werden: Telemedizin durch beharrliches Engagement in Flächenländern erfolgreich zu etablieren und in unterschiedlichen medizinischen Disziplinen konsequent innovative Ideen zu entwickeln.“

Prof. Dr. Michael J. Raschke, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, und Wiederherstellungschirurgie des UKM, betont: „Dieser Preis ist der Verdienst aller Projektpartner innerhalb des Traumanetzwerkes und Ansporn für die weitere Zusammenarbeit.“ Im Traumanetzwerk NordWest haben sich über 40 Kliniken aus NRW und Niedersachsen zusammengeschlossen. Ziel der Netzwerkpartner ist es, durch eine innovative telematische Vernetzung im Rahmen des Projektes Unfallopfer innerhalb von 30 Minuten in eine zur medizinischen Versorgung ihres speziellen Verletzungsmusters geeignete aufnahmebereite Klinik zu bringen.

Für das Traumanetzwerk nahm Dr. Christian Juhra von der UKM-Unfallchirurgie den Preis entgegen. Neben den beteiligten Netzwerkkliniken arbeiten bei dem Projekt auch das Institut für Medizinische Informatik und Biomathematik der Universität Münster, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die Berufsfeuerwehr Münster, die Gesakon GmbH und die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz zusammen.

Hintergrund: Karl Storz Telemedizinpreis

Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e.V. (DGTelemed) hat bereits zum dritten Mal den mit 5.000 Euro dotierten Karl Storz Telemedizinpreis vergeben. Um die Intention des Preises – Erfindergeist schafft Fortschritt – noch stärker zu betonen, trägt der Preis seit 2008 zusätzlich den Namen von Dr. med. h. c. Karl Storz (1911 – 1996), ein Erfinder und Pionier im Bereich der Endoskopie.

Informationen zur Deutschen Gesellschaft für Telemedizin e.V:
www.dgtelemed.de
Dr. Christian Juhra (r.) von der Unfallchirurgie des UKM nahm in München den Preis für das Traumanetzwerk entgegen.

Stefan Dreising | Universitätsklinikum Münster (UK
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenster.de
http://www.dgtelemed.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette

25.04.2017 | Verkehr Logistik

Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen