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Transferpreise und -prämien an 19 Wissenschaftler aus Schleswig-Holstein vergeben

08.07.2010
Eisele, Jacobs und Koch, das sind die Namen der drei ersten schleswig-holsteinischen Hochschulforscher, die mit dem neuen ISH-Transferpreis ausgezeichnet werden. Gewürdigt wird damit, dass die Wissenschaftler besonders eng mit Unternehmen zusammenarbeiten und aktiven Wissenstransfer betreiben. Der Preis ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Zusätzlich erhalten die drei Forscher eine Transferprämie von 20.000 Euro, zweckgebunden für Kooperation und Transfer.

Von insgesamt 28 Bewerbungen in der ersten Ausschreibungsrunde konnten 16 weitere Wissenschaftler die unabhängige Fachjury überzeugen. Auch sie erhalten Prämien von 10.00 bis 20.000 Euro für ihre Arbeit. Die Innovationsstiftung Schleswig-Holstein (ISH) stellt für das bundesweit einmalige Pilotprogramm bis 2012 insgesamt eine Million Euro an Fördermitteln bereit. In der ersten Runde werden über 300.000 Euro ausgeschüttet. Die Preise werden in einer Feierstunde im Herbst 2010 übergeben.

„Die Landesregierung ist erfreut über diese Prämie für Forschungsleistungen mit nachfolgendem Wissenstransfer”, sagte Dr. Cordelia Andreßen, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr.

Prof. Dr. Ronald Eisele
ist am Institut für Mechatronik der FH Kiel tätig. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im optimalen Kühlen von Leistungsbaugruppen und im thermisch robusten „Verpacken” und Kontaktieren von Leistungshalbleitern. Dabei geht es oft um die Verlängerung der Lebensdauer von Bauteilen, zum Beispiel in Autos, Windkraftanlagen oder Fahrstühlen. Beim Aufbau der Kompetenzzentren für Leistungselektronik und Elektromobilität wirkt er intensiv mit.
Prof. Dr.-Ing. Olaf Jacobs
hat das 2005 gegründete Kunststoff-Kompetenzzentrum (KuK) an der FH Lübeck aufgebaut und leitet es bis heute. Unternehmen werden dort über die richtigen Werkstoffe beraten oder erfahren Qualitätskriterien und Methoden zu deren Überprüfung. Es werden Schadensanalysen und Analysen von Prozessfehlern durchgeführt und Abhilfevorschläge entwickelt. Im Mittelpunkt stehen häufig Untersuchungen zu Reibung und Verschleiß sowie die Herstellung von Nano-Verbundwerkstoffen.
Prof. Dr.-Ing. Reinhard Koch
arbeitet am Institut für Informatik an der Uni Kiel. Er beschäftigt sich mit Grundlagen und Anwendungen der Bildverarbeitung. Die Beispiele reichen von effizienter Abwasserkanaluntersuchung über 3 D-Visualisierung und 3 D-Fernsehen bis hin zur Überlagerung von Bildern mit zusätzlichen Informationen („Augmented Reality”). Koch hat sich besonders auch bei der Anmeldung und Verwertung von Patenten und als Unterstützer von Nachwuchswissenschaftlern engagiert, die den Weg in die Selbstständigkeit suchen.

Staatssekretärin Dr. Andreßen: „Wir versuchen deshalb auch das Besoldungsrecht für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer so zu ergänzen, dass solche Prämien als zulässiges Einkommen anerkannt werden können.”

Das sind die Hochschulen und Namen der weiteren Empfänger der ISH-Transferprämie:

Uni Kiel:
Prof. Dr. Bernd Clement, Pharmazeutisches Institut
Prof. Dr. Andreas Dahmke, Geowissenschaften
Prof. Dr. Rainer Horn, Pflanzenernährung und Bodenkunde
PD Dr. Nicole Kemper, Tierzucht und Tierhaltung
Prof. Dr. Peter Krope, Pädagogik
Prof. Dr. Manfred Schimmler, Informatik
Uni Lübeck:
Dr. Ralf Brinkmann, Biomedizinische Optik
Prof. Dr. Thorsten Buzug, Medizintechnik
Markus Finke, Institut für Robotik und Kognitive Systeme
Prof. Dr. Stefan Fischer, Telematik
FH Kiel:
Prof. Dr. Mohammed Es-Souni, Institut f. Werkstoff-/Oberflächentechnologie
Prof. Dr. Yves Reckleben, Fachbereich Agrarwirtschaft
FH Lübeck:
Prof. Dipl.-Ing. Georg Conradi, Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen
Prof. Dr.-Ing. Stefan Klein, Biomedizintechnik
FH Flensburg:
Prof. Dr. Roland Trill, Krankenhausmanagement und eHealth
FH Westküste:
Prof. Dr.-Ing. Reiner Nawrath, Bildverarbeitung, Institut Ma. Vi. Tec
„Wissenstransfer steht als Aufgabe im Hochschulgesetz, doch die Anreize aus Hochschulfinanzierung und Forschungsförderung sind einseitig auf Forschungsleistungen und deren Anerkennung durch Fachkollegen ausgerichtet. Für die Reputation eines Wissenschaftlers zählen Transferleistungen bislang nicht. Mit Transferprämie und Transferpreis setzt die ISH bewusst ein Gegengewicht, damit der von der Politik gewollte Transfer und die Inwertsetzung von Wissen öffentliche Anerkennung bekommen. Erst mit der Anwendung entsteht aus Wissen eine Innovation!”, sagte ISH-Vorstand Prof. Dr. Hans-Jürgen Block.

Die Transferprämie kann weiterhin, in der nächsten Antragsrunde bis 1. März 2011, von allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern schleswig-holsteinischer Hochschulen beantragt werden. Kriterien für die Bewertung sind die Anzahl und das Volumen von Kooperationsprojekten mit Unternehmen, Patentaktivitäten, die Unterstützung von Existenzgründungen sowie Netzwerk- und Weiterbildungsaktivitäten für die Praxis.

Weitere Informationen:
http://www.fh-kiel.de/index.php?id=eisele
http://www.fh-kiel.de/kesh Elektromobilität
http://www.kuk-sh.de Kunststoff-Kompetenzzentrum
http://www.mip.informatik.uni-kiel.de Institut von Prof. Koch
http://www.i-sh.de/presseinformationen/transferpraemie
http://www.i-sh.de/transferprämie

Sabine Recupero | idw
Weitere Informationen:
http://i-sh.org

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