Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sparsamer Spüler gewinnt Klima-Preis

11.02.2010
Mit dem Klima-Innovationspreis in der Kategorie „Produkt- und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz“ ist das spezielle Zeolith-Trocknungssystem für Geschirrspüler ausgezeichnet worden.

Der Siemens-Spüler speedMatic ist damit um 20 Prozent effizienter als Geräte der besten Energieeffizienzklasse A. Auch der geringe Wasserverbrauch – 10 statt 14 Liter pro Spülgang – ist ein Rekord. Die Entwickler von BSH Bosch und Siemens Hausgeräte haben diese völlig neue Technologie weltweit erstmals zur Serienreife gebracht. Derzeit sind damit Modelle der Oberklasse ausgestattet. Die Technik soll nach und nach auch in Geschirrspülern der Mittelklasse zum Einsatz kommen.


In dem Siemens-Geschirrspüler befinden sich Mineralien, die zusätzliche Hitze abgeben. So verkürzt sich das Standardprogramm bei 50 Grad Celsius auf knapp über zwei Stunden, das sind rund 30 Minuten weniger als herkömmliche Spüler brauchen. Der speedMatic ist damit auch der schnellste Spüler der höchsten Effizienzklasse A.

Die zusätzliche Hitze erzeugen Zeolithe, das sind Silikatmineralien mit großer innerer Oberfläche. Siemens nutzt für das Trocknen des Geschirrs die besondere Eigenschaft, dass die Minerale bis zu 40 Prozent ihres Gewichts an Luftfeuchtigkeit aufnehmen und speichern können, wobei sie heiß werden.

Umgekehrt geben sie beim Erhitzen gespeichertes Wasser wieder ab. Beim Trockenvorgang wird die warme, feuchte Luft in einen Behälter unterhalb des Innenraums geleitet, wo sich 1,15 Kilo Zeolithe als kleine weiße Kügelchen befinden. Das Mineral nimmt die Feuchtigkeit auf und gibt heiße, trockene Luft ab. Der Trockenvorgang ist so deutlich schneller. Beim nächsten Spülgang werden die Minerale wieder regeneriert, indem ihnen beim Aufheizen die Feuchtigkeit entzogen wird. Die Zeolithe müssen während der gesamten Lebensdauer des Spülers nicht gewechselt werden.

Durch seine Effizienz trägt der Spüler zur Energieeinsparung bei und senkt auch die CO2-Emissionen. Würden alle Geschirrspüler mit einem Verbrauch von mehr als 1,3 kWh pro Spülgang durch höchst-energieeffiziente Geräte mit Zeolith-Trocknung ersetzt, könnten allein in Deutschland jährlich über 1,2 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht etwa dem Ausstoß von 600.000 Pkw mit einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern. (IN 2010.02.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation
http://www.iku-innovationspreis.de/

Weitere Berichte zu: Feuchtigkeit Geschirrspüler Hitze Klima-Preis Spüler Trockenvorgang Zeolithe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise