Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Multifunktions-Motor: DFG fördert neue Forschergruppe

10.07.2013
Maschinen, die verschiedene Arten von Energie speichern oder abgeben können, stehen im Mittelpunkt einer Forschergruppe an der Universität Duisburg-Essen (UDE), die in der ersten Förderperiode mit rund 1,7 Mio. Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt wird. Wissenschaftlicher Leiter der Gruppe „Multifunktionale Stoff- und Energiewandlung“ ist Prof. Dr. Burak Atakan vom Institut für Verbrennung und Gasdynamik (IVG).

Mit Windrädern oder Wasserkraftwerken kann bereits nachhaltig elektrische Energie erzeugt werden. Aber wie sie sinnvoll gespeichert werden kann, ist nach wie vor nicht zufriedenstellend gelöst. Die neue DFG-Forschergruppe befasst sich mit thermischen Maschinen, die je nach Bedarf mechanische Arbeit, Wärme oder Chemikalien abgeben oder auch aufnehmen können. Wenn zum Beispiel wenig elektrische Energie benötigt wird, können Motoren auch flexibel Chemikalien erzeugen, die man z.B. für die Kunststoffherstellung benötigt.

Klassische Prozesse dieser Art wandeln jeweils nur eine Art der Energie in eine bestimmte andere um. In Automotoren wird zum Beispiel die chemische Energie aus dem Benzin oder Diesel zur mechanischen Arbeit, mit der der Wagen angetrieben wird. Die Forschergruppe um Prof. Dr. Burak Atakan arbeitet nun daran, dass solche Motoren künftig mehr können: etwa parallel hochwertige Grundchemikalien, wie Acetylen oder Alkohole, herstellen.

Die Vorteile einer solchen Kopplung liegen auf der Hand: Zum einen würde der Brennstoff effizienter verwertet, zum anderen könnten solcherart hergestellte Chemikalien überschüssige Energie aus dem Verbrennungsprozess speichern. Dieses ist nur ein Beispiel der Möglichkeiten, die der neuartige Ansatz der Forschergruppe bietet.

In der ersten Förderperiode erhält die neu eingerichtete Forschergruppe insgesamt rund 1,7 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren. Sie verbindet Wissenschaftler aus vier Arbeitsgruppen der Universität Duisburg-Essen mit Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Burak Atakan, Tel. 0203/379-3355, burak.atakan@uni-due.de
Redaktion:
Birte Vierjahn, CENIDE, Tel. 0203 379-8176,
birte.vierjahn@uni-due.de

Beate Kostka | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de

Weitere Berichte zu: DFG Förderperiode Multifunktions-Motor elektrische Energie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise