Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

James Dyson Award 2009

17.08.2009
Deutsche Nachwuchsdesigner mit Entwürfen für Kinderrückhaltesystem, Pflegestuhl und Trainingssystem im Halbfinale des James Dyson Award.
Drei deutsche Nachwuchsdesigner haben den Einzug ins Halbfinale des James Dyson Award 2009 geschafft.

Die Entwürfe für eine Kindersicherung im Flugzeug, einen Pflegestuhl, und ein Fitnessgerät konnten sowohl eine Jury aus Designexperten in Deutschland als auch ein Gremium aus Ingenieuren von Dyson überzeugen.

Der James Dyson Award ist ein internationaler Design-Preis, der die nächste Generation von Designern und Ingenieuren auszeichnet, unterstützt und inspiriert und junge Menschen für Design und technische Entwicklung begeistern soll.

Mit seinem Entwurf „Skylino“, einem Kinderrückhaltesystem für den Einsatz in Passagierflugzeugen, schlägt Karsten Willmann, Absolvent des Studiengangs Produktdesign der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, eine Lösung für ein Problem vor, das viele Eltern kennen, die mit kleinen Kindern im Flieger unterwegs sind: Wie kann das Kind bei den bei Start und Landung auftretenden Turbulenzen gesichert werden?

Sein von modernen Babytragesystemen inspirierter Entwurf basiert auf einer aktuellen australischen Studie zur Sicherung von Kindern an Bord von Flugzeugen. Anders als bei bisherigen Ansätzen wird durch „Skylino" kein eigener Sitzplatz benötigt, dadurch die natürliche Bindung zwischen Mutter und Kind unterstützt und sogar Geld gespart. Die Entwicklung berücksichtigt den gesamten Prozess einer Flugreise, angefangen beim Check-in bis hin zu einer möglichen Evakuierung. Karsten Willmann zu seinem Entwurf: „Bereits im Studium hat mich die Geschichte von James Dyson begeistert. Der Ansatz wirkliche Verbesserungen zu entwickeln und dafür zu kämpfen, hat mich bis heute nachhaltig beeinflusst. Es freut mich daher ganz besonders, bei diesem Wettbewerb so weit gekommen zu sein. Vielleicht dient meine Arbeit auch als Denkanstoß für die Industrie, um ein bisher wenig beachtetes Problem in den Fokus der Entwickler zu rücken.“

Der von Christen Halter, Absolvent der Hochschule Darmstadt, entworfene Pflegestuhl Home Chare, reduziert die Anzahl der bei der häuslichen Pflege benötigten Hilfsprodukte und vereinfacht diese: Der Entwurf vereint Rollstuhl, Liege und Patientenlifter in einem. Christen Halter: „Ich freue mich sehr darüber, dass mein Projekt bei der Jury solch eine Anerkennung gefunden hat. Mir liegt es sehr am Herzen, die Alten- und Behindertenpflege zu verbessern, da mein Vater selbst pflegebedürftig ist. Mein Entwurf soll Pfleger und Patienten gleichermaßen entlasten. Ich hoffe, dass der Pflegestuhl eines Tages tatsächlich in der Pflege eingesetzt wird.“

Ebenfalls in die Halbfinalrunde eingezogen ist der Gewinner der Publikumswahl aus Deutschland, Koray Pamukcular, Absolvent der Muthesius Kunsthochschule Kiel, mit dem Trainingssystem „4Fitness“. Mit diesem für den Wohnraum konzipierten Trainingssystem können die grundlegenden motorischen und geistigen Fähigkeiten trainiert werden: Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und geistige Fitness. Koray Pamukcular: „Fitness ist gerade in einer alternden Gesellschaft wichtig, aber oft genug wird sie vernachlässigt. Deshalb wollte ich etwas gestalten, das die Menschen zum täglichen Fitnesstraining motiviert. Es wäre schön, wenn sich zum Beispiel eine Krankenkasse für meinen Entwurf interessieren würde.”

Gemeinsam war den Einreichungen, dass Probleme mit unkonventionellen Mitteln gelöst wurden. Die Jurymitglieder achteten besonders darauf, dass die Projekte einen praktischen Nutzen erfüllen und dem Nutzer einen echten Mehrwert bieten. Wichtig waren auch die Vermarktbarkeit der Projekte und der Aspekt der Nachhaltigkeit. Eine internationale Fachjury wird nun aus den insgesamt 20 Entwürfen, die es ins Halbfinale geschafft haben, die besten 15 Beiträge auswählen. Unter diesen 15 Beiträgen kürt James Dyson dann den Gewinner oder die Gewinnerin des James Dyson Award 2009. Der Gewinner des James Dyson Award, der im September 2009 bekannt gegeben wird, erhält 10 000 Pfund Sterling. Ebenfalls 10 000 Pfund Sterling erhält der Universitätsfachbereich des Gewinners (in bar oder in Form von Equipment). Insgesamt wurden 450 Projekte eingereicht.

Der James Dyson Award

Der James Dyson Award ist ein internationaler Design-Preis, der die nächste Generation von Designern und Ingenieuren auszeichnet, unterstützt und inspiriert. Er wird in 21 Ländern, darunter Deutschland, durchgeführt. Der James Dyson Award geht an den Studenten, dessen Arbeit am besten die Fähigkeit unter Beweis stellt, anders zu denken und ein Produkt zu schaffen, das besser funktioniert. James Dyson, Erfinder der Zyklonen-Technologie für Staubsauger und des Dyson Airblade Händetrockners: „Junge Designer und Ingenieure stecken voller kreativer Ideen, mit denen sie die Welt verändern möchten. Es ist diese Fähigkeit, anders zu denken, die unser Award feiert. Wir müssen die Produktdesigner und Ingenieure der Zukunft unterstützen und ermutigen.“ Partner des James Dyson Award in Deutschland sind der Rat für Formgebung/German Design Council, der Verband Deutscher Industrie Designer, die HPI School of Design Thinking, Potsdam, sowie der British Council, die britische Kulturvertretung im Ausland.

Im Jahr 2007 ging der James Dyson Award an Maxie Pantel, Absolventin der Muthesius Kunsthochschule Kiel, die mit „Senjo“ ein Produkt entwickelte, das die kommunikativen Barrieren zwischen gehörlosen und hörenden Menschen überwindet. Der James Dyson Award 2008 wurde an Michael Chen, Student der Middlesex University in Großbritannien, verliehen. Er entwickelte die Fahrradjacke „Reactiv“, die anderen Verkehrsteilnehmern die Absichten eines Fahrradfahrers signalisiert. Mehr Informationen zum James Dyson Award unter www.jamesdysonaward.org.


Die James Dyson Foundation

Die James Dyson Foundation ist eine eingetragene Stiftung, die 2002 gegründet wurde mit dem Ziel, die Ausbildung in den Bereichen Design, Technologie und Ingenieurwesen, die medizinische Forschung und kommunale Projekte zu unterstützen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Dyson Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Andreas Finke • 0221/50 600-148 • andreas.finke@dyson.com
Sonja Neubauer • 0221/50 600-149 • sonja.neubauer@dyson.com
Dyson GmbH • Lichtstraße 43b • 50825 Köln • Fax 0221/50 600-190

| James Dyson Foundation
Weitere Informationen:
http://www.jamesdysonaward.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie