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Innovationspreis für nachhaltiges Krankenhausmanagement der Uni Witten/Herdecke erstmals vergeben

28.10.2016

Mit dem ersten Platz wurde das Team von Prof. Dr. Berthold Gerdes des Johannes Wesling Klinikums Minden ausgezeichnet

In diesem Jahr wurde an der Universität Witten/Herdecke zum ersten Mal der Innovationspreis „Voraus//gedacht“ für nachhaltiges Krankenhausmanagement verliehen. Damit sollen Projekte und Maßnahmen in Krankenhäusern ausgezeichnet werden, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen und auf langfristige Wirkung abzielen.


Voraus//gedacht

Den Verantwortlichen des Innovationspreises geht es vor allem um das Sichtbarmachen von nachhaltigen Veränderungen. „Wir erfahren immer wieder von Projekten, die in einzelnen Krankenhäusern initiiert werden. Damit diese auch zum Vorbild für andere Häuser werden können, bedarf es aber einer größeren Öffentlichkeit. Deshalb haben wir ‚Voraus//gedacht‘ ins Leben gerufen“, so Sarah Becker, Initiatorin des Preises und Geschäftsführerin der Gesellschaft für Krankenhausmanagement mbH, die 2013 als ein Spin-off aus der Universität gegründet wurde.

Über 40 Krankenhäuser aus ganz Deutschland beteiligten sich an dem Wettbewerb. Nur fünf schafften es in die Finalrunde. Für die Entscheidung über die Plätze eins bis drei griffen die Verantwortlichen auf die „Crowd” zurück: Unter www.voraus-gedacht.de konnten Führungskräfte und Mitarbeiter aus anderen Krankenhäusern ihre Stimme für eines der Projekte abgeben. Jeder der Finalisten wird dort samt Ansprechpartner in einem ausführlichen Profil vorgestellt. Durch diesen Prozess bewerteten diejenigen die Maßnahmen und Projekte, die selbst davon profitieren können.

„Wer könnte die Relevanz der Innovationen besser einschätzen als die Krankenhäuser selbst? Durch die Einbeziehung der Crowd erreichen wir genau das. Sobald Ideen übernommen werden und Austausch stattfindet, entsteht Wirkung. Das ist unser Verständnis von Nachhaltigkeit”, so Sarah Becker.

Nach dem mehrwöchigen Voting, bei dem knapp 10.000 User ihre Stimme abgegeben haben, steht nun das Ergebnis fest. Die Preisträger des diesjährigen Innovationspreises sind:

1. Platz: Das Hauptbehandlerkonzept // Johannes Wesling Klinikum Minden
Das Hauptbehandlerkonzept der Klinik für Allgemeinchirurgie, Viszeral-, Thorax- & Endokrine Chirurgie des Johannes Wesling Klinikums Minden rückt das „Arzt-Patienten-Verhältnis“ wieder ins Zentrum der Medizin. Kern der Idee ist, dass jeder Patient, unabhängig von seinem Aufenthaltsort in der Klinik, durchgehend einen eindeutigen „Hauptbehandler" als seinen Ansprechpartner hat.

2. Platz: AG Kind & Karriere: K² // Uniklinik Köln
Die Arbeitsgruppe "Kind & Karriere: K²" besteht aus Mitarbeiterinnen der Neurologischen Klinik an der Uniklinik Köln. Sie hat die Förderung von Ärztinnen mit Kindern während ihrer wissenschaftlichen Karriereentwicklung zum Ziel. Dazu werden vielfältige Maßnahmen z.B. zur Kinderbetreuung realisiert.

3. Platz: Das Eichberger Modell // Vitos Klinik Eichberg
Mit dem „Eichberger Modell“ soll für mehr Arzneimitteltherapiesicherheit durch die Mitarbeit einer klinischen Pharmazeutin im Klinikteam gesorgt werden. Das in der Vitos Klinik Eichberg entwickelte Konzept kommt dort bereits seit 2011 zum Einsatz. Von Beginn an wurde das Modell wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Für die „Patientenhochschule” des Katholischen Klinikums Essen und das Projekt „FamSurg” des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein reichte es leider nicht für einen Platz auf dem Treppchen. Laut Jan Peter Nonnenkamp, Jurymitglied und Kanzler der Universität Witten/Herdecke, können sie trotzdem stolz auf ihre Finalteilnahme sein: „Wir möchten uns bei allen Bewerbern für ihr Engagement bedanken. Am Ende war es ein knappes Rennen und aus unserer Sicht hätte jedes der Projekte einen Platz auf dem Siegerpodest verdient.”

Nach dem erfolgreichen Start in diesem Jahr soll der Preis auch 2017 wieder vergeben werden. Unter www.voraus-gedacht.de können sich alle Interessierten über den Beginn der neuen Bewerbungsphase sowie die diesjährigen Finalisten informieren. „Wir freuen uns bereits jetzt auf die vielen spannenden Projekte, denen wir auch in Zukunft eine Bühne bieten möchten“, so Sarah Becker.

Weitere Informationen: Marcel Rebbert, E-Mail: marcel.rebbert@voraus-gedacht.de, Tel.: 02302 926 874

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Jan Vestweber | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

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