Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Informatiker der TU Darmstadt erhält Heinz Maier-Leibnitz-Preis

15.03.2012
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Darmstädter Juniorprofessor Dr. Stefan Roth mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2012 ausgezeichnet.
Damit würdigt die DFG die Forschungsarbeiten des Informatikers zum maschinellen Sehen. Der mit 16.000 Euro dotierte Heinz Maier-Leibnitz-Preis gilt als die wichtigste Auszeichnung für den Forschungsnachwuchs in Deutschland.

Der 34-jährige Informatiker Roth nutzt statistische Modelle, um digitale Bilder und Videos zu analysieren und zu rekonstruieren.

Mithilfe seiner Arbeiten werden beispielsweise Bewegungen in Bildsequenzen von Computern analysiert und erfasst. Das erlaubt es, unbewegte Objekte von Menschen, Tieren und anderen bewegten Objekten zu unterscheiden. Praktische Anwendungen ergeben sich unter anderem bei Fahrerassistenzsystemen im Automobilbau.

„Die von Roth erzielten Fortschritte haben die Bildverarbeitung und Mustererkennung deutlich vorangebracht. Insbesondere zeichnen sich die von Roth entwickelten Verfahren neben ihrer soliden mathematisch-statistischen Basis auch durch ihre hohe Robustheit in realistischen Szenarien aus“, heißt es in der Begründung der DFG.

Roth war 2007 im Alter von nur 30 Jahren direkt im Anschluss an seine Dissertation an der Brown University (Providence, Rhode Island, USA) zum Juniorprofessor im Fachbereich Informatik der TU Darmstadt berufen worden. Der Nachwuchswissenschaftler wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Adolf-Messer-Preis 2011, dem mit 50.000 Euro höchst dotierten Wissenschaftspreis der TU Darmstadt. In seinem neuesten Forschungsvorhaben will Roth neue Algorithmen entwickeln, um Bildrauschen und Verwackeln in digitalen Fotografien zu korrigieren. Das zu entwickelnde Verfahren soll dabei zunächst die Eigenschaften der abgebildeten Szene identifizieren und dann spezifische Korrekturen vornehmen.

Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis wird seit 1977 jährlich von der DFG und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung an sechs Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vergeben. Er soll in gleicher Weise Anerkennung und Ansporn sein und die Ausgezeichneten darin bestärken, ihre wissenschaftliche Karriere gradlinig fortzusetzen. Der Preis ist mit je 16.000 Euro dotiert, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Verfügung gestellt werden.

In den vergangenen Jahren haben bereits mehrere Nachwuchsforscher der TU Darmstadt den Heinz Maier-Leibnitz-Preis erhalten:
2010: Dr. Christina Thiele, Chemie
2008: Dr. Nicole Deitelhoff, Politikwissenschaft
Dr. Torsten Granzow, Werkstoffwissenschaften
2003: Dr. Marc Alexa, Informatik

Jörg Feuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-darmstadt.de/

Weitere Berichte zu: Bildung und Forschung DFG Heinz Maier-Leibnitz-Preis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationen in der Bionik gesucht!
18.01.2018 | VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.

nachricht Fraunhofer HHI erhält AIS Technology Innovation Award 2018 für 3D Human Body Reconstruction
17.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie