Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Helmholtz unterstützt Firmenausgründungen

10.01.2013
Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert drei neue Ausgründungsvorhaben von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die an Helmholtz-Zentren forschen.

Die Projekte werden im Rahmen der Maßnahme Helmholtz Enterprise mit jeweils 100.000 Euro unterstützt. Mindestens den gleichen Betrag steuert das jeweilige Helmholtz-Zentrum bei. Mit diesem Förderinstrument sichert die Helmholtz-Gemeinschaft die kritische Startphase von Ausgründungen und trägt so zur Überführung von Forschungsergebnissen in die Anwendung bei.

„Der Transfer neuer Erkenntnisse und Entwicklungen in die wirtschaftliche Nutzung ist ein wichtiges Anliegen der Helmholtz-Gemeinschaft, um Forschungsergebnisse möglichst schnell der Allgemeinheit zugutekommen zu lassen und auch international wettbewerbsfähig zu sein“, sagt Dr. Rolf Zettl, Geschäftsführer der Helmholtz-Gemeinschaft.

Gerade die ersten Schritte einer Ausgründung sind besonders kritisch. Daher unterstützt die Helmholtz-Gemeinschaft die Gründer in der Startphase nicht nur finanziell, sondern steht ihnen auch mit intensiver Beratung in den Transferstellen der Helmholtz-Zentren zur Seite. Mit dem Programm Helmholtz Enterprise können die Zentren zusätzliches Personal einstellen und so die Gründer weitgehend freistellen. Dadurch können diese sich voll auf ihr Vorhaben konzentrieren, und das Helmholtz-Zentrum kann leichter Personallücken ausgleichen, wenn im Rahmen der Ausgründung Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausscheiden.

Das Gutachtergremium aus externen Experten hat in der 16. Auswahlsitzung des Förderprogramms Helmholtz Enterprise drei Anträge zur Förderung empfohlen. Damit steigt die Anzahl der seit 2005 aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds des Präsidenten finanzieren Gründungsvorhaben auf 76.

Die neu geförderten Projekte sind:
1.) i3membrane – Entwicklung, Fertigung und Vermarktung von Metallnanofiltern
Das Forscher-Team um Prof. Andreas Kolitsch vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf hat eine einfache, kostengünstige und umweltschonende Methode zur Herstellung kleinstporiger Metallmembranen entwickelt. Bisher sind in der Labordiagnostik, der Biotechnologie und der Pharmaindustrie in Filteranwendungen mit kleinster Porengröße vor allem Polymermembranen im Einsatz, die bei ihrer Verwendung allerdings teilweise selbst Stoffe freisetzen. Metallfilter haben dagegen den Vorteil, stabil und beständig zu sein, ohne ungewünschte Nebenprodukte abzugeben.
Ansprechpartner: Dr. Björn Wolf
Tel.: 0351 260-2615
E-Mail: b.wolf@hzdr.de
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
2.) WxFusion – Vorhersage von Wettergefahren
Dr. Caroline Forster und Dr. Arnold Tafferner vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt haben ein neues Verfahren zur Vorhersage von Gewittern entwickelt. Ihre Technologie nutzt Satelliten- und bodengestützte Radardaten, um Gewitter zu identifizieren, zu verfolgen und bis zu einer Stunde vorherzusagen. Außerdem kann das System Warnungen per E-Mail verschicken, wenn sich ein Gewitter im Umkreis von 100 Kilometern um einen ausgewählten Ort, beispielsweise einen Flughafen, befindet. Insgesamt dient die neue Technologie einer höheren Sicherheit und besseren Planbarkeit im Luftverkehr. Vorteile für die Nutzer sind die hohe zeitliche wie räumliche Genauigkeit der Gewitterinformation, eine regelmäßige Aktualisierung in Abständen von fünf Minuten und die Ausgabe in einem internationalen Standard-Format mit geringem Datenvolumen. So sind die Daten auch ins Cockpit eines Flugzeugs übertragbar.
Ansprechpartner: Robert Klarner
Tel.: 08153 28-1782
E-Mail: robert.klarner@dlr.de
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
3.) Drift & Noise Polar Services – Scientific Polar Solutions
Das Team um Dr. Thomas Krumpen und Dr. Stefan Hendricks vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung sammelt, bearbeitet und interpretiert neueste Daten über das Meereis in den Polarregionen und stellt diese Informationen Kunden zur Verfügung. Die Meereisdaten ermöglichen zum Beispiel im Bereich der Offshore-Konstruktion eine umweltgerechte Nutzung der Polarregionen und liefern wichtige Informationen für den Schiffbau und für Reedereien. Ein längerfristiges Ziel des Teams ist außerdem die Entwicklung und der Vertrieb spezialisierter Sensorsysteme.
Ansprechpartner: Dr. Eberhard Sauter
Tel.: 0471 4831-1517
E-Mail: Eberhard.Sauter@awi.de
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

Dr. Andreas Fischer
Pressereferent
Tel.: 030 206 329-38
andreas.fischer@helmholtz.de
Dr.-Ing. Jörn Krupa
Stabsstelle Technologietransfer
Tel.: 030 206 329-72
joern.krupa@helmholtz.de
Kommunikation und Medien
Büro Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Str. 2
10178 Berlin

Jan-Martin Wiarda | idw
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de/
http://www.helmholtz.de/socialmedia

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Verleihung GreenTec Awards 2018 – Kategorie »Energie« am 24. April 2018 auf der Hannover Messe
23.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht 31,5 Millionen Euro für Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg (InnBW)
20.04.2018 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

IFAT 2018: Phosphorgewinnung aus Klärschlamm und andere regionale Nutzungskonzepte für Biomassen

26.04.2018 | Messenachrichten

Der Mensch im Zentrum: wandlungsfähige Produktion in der Industrie 4.0

26.04.2018 | Informationstechnologie

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics