Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Helmholtz baut Promotionsbetreuung aus

22.04.2010
Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert den Aufbau von zwei neuen Gradu-iertenschulen und vier Helmholtz-Kollegs, um dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine optimale Begleitung während der Promotionsphase zu bieten.

Dabei sind jeweils eine oder mehrere Universitäten als Kooperationspartner mit an Bord. Die Graduiertenschulen und Helmholtz-Kollegs werden sechs Jahre lang aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft mit jährlich bis zu 500.000 Euro gefördert.

"Junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler brauchen während ihrer Doktorarbeit eine umfassende Betreuung und vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten, damit sie ihre Promotion erfolgreich abschließen und unterschiedliche Karrierewege einschlagen können. Das wollen wir mit den Graduiertenschulen und Helmholtz-Kollegs erreichen, die die Helmholtz-Zentren in enger Kooperation mit Universitäten aufbauen", sagt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

Aus den eingegangenen Anträgen für Graduiertenschulen und Helmholtz-Kollegs wählte eine Expertenkommission nun zwei Graduiertenschulen und vier Helmholtz-Kollegs aus, die in den kommenden sechs Jahren aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds gefördert werden. Der Impuls- und Vernetzungsfonds speist sich aus dem jährlichen Aufwuchs, den Bund und Länder im Pakt für Forschung und Innovation der Helmholtz-Gemeinschaft zugesichert haben.

Das Helmholtz-Zentrum München für Gesundheit und Umwelt (HMGU) war mit zwei Anträgen erfolgreich: Die "Helmholtz Graduate School of Environmental Health" (HELENA), die das HMGU gemeinsam mit der Ludwigs-Maximilians-Universität sowie der Technischen Universität München konzipiert hat, wird mit 500.000 Euro im Jahr gefördert und soll rund 400 Doktoranden eine strukturierte Ausbildung rund um Erkrankungen bieten, die von Umweltfaktoren und Lebensstil beeinflusst sind. Außerdem wurde der Antrag auf ein Helmholtz-Kolleg zu "Biologie und Erkrankungen der Lunge" bewilligt, das mit 250.000 Euro jährlich gefördert wird und mit der Ludwigs-Maximilians-Universität, dem Klinikum der Universität München und weiteren Partnern kooperiert.

Auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) kann eine neue Graduiertenschule und ein neues Helmholtz-Kolleg einrichten: Die "KIT-Graduate School for Climate and Environment" (KIT-GRACE) wird in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Darmstadt aufgebaut und erhält jährlich 450.000 Euro. Das Helmholtz-Kolleg "Energy-related Catalysis" arbeitet mit der Universität Heidelberg zusammen und kann rund 20 Studierende aufnehmen, die katalytische Verfahren für die Umwandlung und Speicherung von Energie untersuchen. Dieses Helmholtz-Kolleg wird mit jährlich 300.000 Euro gefördert.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) baut in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin ein Helmholtz-Kolleg zum Thema "Sicherheitstechnologien" auf, das durch die Helmholtz-Gemeinschaft nun mit 300.000 Euro jährlich gefördert wird.

Das Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ richtet das Helmholtz-Kolleg "GeoSim" ein, das sich mit der Entwicklung von Simulationsverfahren zur Erforschung der Dynamik von Erdbebenprozessen und den Mechanismen des globalen Wandels beschäftigt und mit der Freien Universität Berlin sowie mit der Universität Potsdam kooperiert. Das Helmholtz-Kolleg "GeoSim" wird mit 300.000 Euro jährlich gefördert.

Mit den neu bewilligten Vorhaben fördert die Helmholtz-Gemeinschaft nun insgesamt acht Graduiertenschulen und elf Helmholtz-Kollegs aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds. Während ein Helmholtz-Kolleg eine kleine Einheit mit einem begrenzten wissenschaftlichen Programm für bis zu 25 herausragende Doktoranden pro Jahr ist, ist eine Graduiertenschule als Dach für alle Doktorandinnen und Doktoranden eines Forschungszentrums zu verstehen, unter dem fachübergreifende Curricula zusammen gefasst werden.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 16 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Thomas Gazlig | idw
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heimcomputer entdecken rekordverdächtiges Pulsar-Neutronenstern-System

08.12.2016 | Physik Astronomie

Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten

08.12.2016 | Energie und Elektrotechnik

Oberleitungs-LKW: Option für einen umweltverträglichen Güterverkehr?

08.12.2016 | Verkehr Logistik