Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Göttinger Biologe mit Heisenberg-Professur ausgezeichnet

10.06.2013
DFG fördert Juniorprofessor Gregor Bucher über fünf Jahre mit rund 550.000 Euro
Der Biologe Prof. Dr. Gregor Bucher von der Universität Göttingen hat eine Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten. Als Auszeichnung für herausragende wissenschaftliche Leistungen fördert die DFG seine Professur an der Fakultät für Biologie und Psychologie über einen Zeitraum von fünf Jahren mit rund 550.000 Euro. Prof. Bucher forscht am Johann-Friedrich-Blumenbach-Institut für Zoologie und Anthropologie auf dem Gebiet der Entwicklungsgenetik. Mit dem Programm der Heisenberg-Professuren will die DFG exzellenten jungen Forscherinnen und Forschern eine attraktive Karriereperspektive im deutschen Wissenschaftssystem eröffnen.

Gregor Bucher, Jahrgang 1970, studierte Zoologie, Genetik und medizinische Physiologie und wurde 2002 an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert. Nachdem er als freiberuflicher Wissenschaftsjournalist arbeitete, kam er 2004 als Postdoktorand an die Universität Göttingen. 2006 wurde er Nachwuchsgruppenleiter des Göttinger Zentrums für molekulare Biowissenschaften (GZMB) und auf eine Juniorprofessur für Entwicklungsgenetik berufen.

Schon während seiner Promotion untersuchte er die Evolution des Reismehlkäfers Tribolium castaneum, wie zum Beispiel die Frage, welche genetischen Unterschiede mit der Evolution neuer Insektengruppen verbunden sind. In der Zwischenzeit wurden – unter anderem in Gregor Buchers Labor – neue Techniken zur Untersuchung des Mehlkäfers entwickelt. Derzeit versucht seine Arbeitsgruppe herauszufinden, welche genetischen Netzwerke und Zellbewegungen bei der Entwicklung des Insektenkopfes und des Gehirns beteiligt sind. Da die vordersten Regionen bei allen Tieren erstaunliche Ähnlichkeiten aufweisen, untersuchen seine Mitarbeiter dabei auch viele Gene, die beim Menschen an der Embryonalentwicklung des Vorderhirns beteiligt sind.

Seit 2010 leitet Prof. Bucher die DFG-Forschergruppe „iBeetle: Functional Genomics of Insect Development and Metamorphosis“. Dieses Wissenschaftler-Konsortium will bestimmen, welche Gene des Mehlkäfers an welchen Entwicklungsprozessen beteiligt sind. Dadurch soll es in Zukunft möglich sein, den Mehlkäfer als zweites genetisches Insekten-Modellsystem für Studien zu verwenden, die bisher auf die Fruchtfliege Drosophila melanogaster beschränkt blieben.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Gregor Bucher
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Biologie und Psychologie
Johann-Friedrich-Blumenbach-Institut für Zoologie und Anthropologie
Justus-von-Liebig-Weg 11, 37077 Göttingen, Telefon (0551) 39-5426
E-Mail: gbucher1@uni-goettingen.de
Internet: http://wwwuser.gwdg.de/~gbucher1

Thomas Richter | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-goettingen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten