Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gewinner der ersten europaweiten Ausschreibung "Herausragende Publikation der Neurowissenschaften" im Netzwerk NEURON

07.12.2009
Als gemeinsame Aktion von 16 europäischen Förderorganisationen hat das ERA-Netz NEURON eine europaweite Preisausschreibung zu herausragenden Publikationen in den Neurowissenschaften initiiert.

Die Initiative zielt darauf, junge Wissenschaftler unter 35 Jahren als Erstautoren besonders wichtiger Veröffentlichungen im Gebiet der krankheitsorientierten Neurowissenschaften zu würdigen.

Dieser Preis war erstmalig im Mai 2009 ausgeschrieben worden. Aus einer ganzen Reihe von hoch qualifizierten Bewerbungen wurden im Rahmen einer internationalen Begutachtung nun zwei Veröffentlichungen und deren Erstautorinnen als Preisträger ausgewählt.

Heidi Nousiainen vom nationalen Institut für Gesundheit in Helsinki wurde für ihre Veröffentlichung im Journal Nature Genetics vom Februar 2008 als Hauptpreisträgerin ausgezeichnet. Ihre Arbeit handelt von einem Gendefekt, der zu einer Erkrankung von Motoneuronen des Fötus mit tödlichem Ausgang schon im Mutterleib führt.

Asya Rolls vom Weizmann Institut der Wissenschaften in Israel wurde für ihre Veröffentlichung im Journal Public Libraray of Science vom August 2008 ausgezeichnet. Sie arbeitet über die Rolle bestimmter Bestandteile der extrazellulären Matrix und der Zelloberfläche bei der Reparatur von Rückenmarksverletzungen.

Die Koordinatorin des NEURON Netzwerks Dr. Marlies Dorlöchter betonte: "Besonders erfreulich ist zum einen die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten bei dieser internationalen Ausschreibung, aber auch die Auswahl der Preisträgerinnen. Sie belegt eindrucksvoll die Konkurrenzfähigkeit junger Wissenschaftlerinnen in der Hirnforschung." Die Preise sind mit jeweils 3000 Euro dotiert, die Preisverleihung findet im Rahmen eines NEURON Symposiums beim 7. Forum der Europäischen Neurowissenschaften (FENS) in Amsterdam am 5. Juli 2010 statt.

Die gemeinsame Fördermaßnahme wurde durch das Netzwerk NEURON (Network of European Funding for Neuroscience Research) durchgeführt. Die in diesem Netzwerk zusammengeführten 16 Ministerien und Förderagenturen bilden ein vom Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (PT-DLR) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) koordiniertes ERA-Netz. So heißen Verbünde aus Forschungsförderern, die von der Europäischen Kommission unterstützt werden, um zur Bildung eines Europäischen Forschungsraums (European Research Area) beizutragen. Die weiteren Netzwerkpartner gehören jeweils zu den wichtigsten Forschungsförderern ihres Landes. Es sind Institutionen aus England, Finnland, Frankreich, Israel, Italien, Luxemburg, Polen, Österreich, Rumänien, Schweden und Spanien.

Petra Richter | idw
Weitere Informationen:
http://www.neuron-eranet.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie
19.09.2017 | Paul-Martini-Stiftung (PMS)

nachricht EU fördert exzellente Nachwuchsforschung: Zehn Auszeichnungen gehen nach Nordrhein-Westfalen
15.09.2017 | Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie