Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungspreis des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie vergeben

12.06.2009
Die Förderung der logopädischen Forschung ist ein wichtiges Anliegen des Berufs- und Fachverbandes

Zum fünften Mal hat der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl) heute im Rahmen seines Jahreskongresses im Congress Centrum Mainz den dbl-Forschungspreis für herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der logopädischen Forschung vergeben.

Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis wurde geteilt und von dbl-Präsidentin Dr. Monika Rausch an zwei Bewerberinnen vergeben:

Ausgezeichnet wurde Christiane Waibel für ihre an der Universität Konstanz vorgelegte Magisterarbeit zum Thema: Der Erwerb von Konsonantenclustern im Schweizerdeutschen - eine vergleichende Studie an sprachunauffälligen und sprachauffälligen Schweizer Kindern. "Der Frage, welche Bedeutung Dialekte hinsichtlich der logopädischen Diagnostik und Therapie haben, wurde bisher kaum nachgegangen. Auch Untersuchungen zum (gestörten) Lauterwerb im Schweizerdeutschen sind bisher nicht häufig angestellt worden. Insofern ist die Betrachtung der Thematik für die logopädische Diagnostik und Behandlung aufgrund spezifischer Unterschiede in beiden Sprachen sehr relevant", so Rausch.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Christiane Mantay für ihre an der Universität Hamburg vorgelegte Dissertation mit dem Thema: Relation zwischen intraglottischem Druck und Phonation. "Im Bereich der stimmphysiologischen Forschung hat Christiane Mantay aufwändige intralaryngeale Druckmessungen bei Stimmgebung durchgeführt. Ihre Studie ist sehr innovativ und führt zu neuen Erkenntnissen der Larynxfunktion, insbesondere bei Stimmgesunden. Einfach ausgedrückt wird gemessen, wie der objektive Druck zwischen den Stimmlippen mit verschiedenen Aspekten der Stimmgebung wie Tonhöhe oder Intensität korreliert", so dbl-Präsidentin Dr. Monika Rausch. Die preisgekrönten Arbeiten werden im Schulz-Kirchner-Verlag publiziert, der den dbl-Forschungspreis auch finanziell unterstützt.

Die dbl-Präsidentin wies darauf hin, dass der dbl-Forschungspreis auch dazu beitragen solle, logopädische Forschung in Deutschland zu etablieren. "Obwohl die grundständige Logopädieausbildung im Unterschied zu den anderen europäischen Ländern in Deutschland leider immer noch nicht an den Hochschulen angesiedelt ist, gibt es viele Logopädinnen und Logopäden, die wissenschaftlich tätig sind", betonte Dr. Rausch. Darauf wolle der dbl aufmerksam machen und auch aufzeigen, dass spezifische logopädische Fragestellungen ohne die engagierte Arbeit der Logopädinnen von den anderen wissenschaftlichen Disziplinen häufig nicht aufgeworfen werden, so Dr. Rausch.

Lucas Rosenthal | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.dbl-ev.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE