Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsförderung stärkt Mittelstand auch in Krisenzeiten

12.11.2008
2.000. INNO-WATT-Förderbescheid geht nach Adlershof

Das 2.000 Förderprojekt im Rahmen des INNO-WATT-Programms für Forschung und Entwicklung in Ostdeutschland ist unter Dach und Fach. BMWi-Staatssekretär Walther Otremba übergab am Dienstag den Förderbescheid an die Berliner Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik (GFaI). Deren Wissenschaftler hatten zuvor bereits eine der deutschen Top-50-Erfindungen entwickelt: die Akustische Kamera.

In wirtschaftlich komplizierten Zeiten sind innovative Produkte und Verfahren ein entscheidendes Unterpfand für das Überleben kleiner und mittlerer Unternehmen. Die GFaI setzt deshalb auf die Entwicklung einer neuartigen Kombination aus elektronischer Bildverarbeitung und steuerbarer Laserprojektion zur dreidimensionalen Vermessung von Untersuchungsobjekten.

Das Projekt der Industrieforscher aus Berlin-Adlershof wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des Förderprogramms INNO-WATT mit 200.000 Euro unterstützt. Es ist zugleich das 2.000.

Forschungsvorhaben dieses 2004 aufgelegten Programms zur Förderung innovativer Wachstumsträger in den neuen Bundesländern und Berlin. In diesem Rahmen wurden bisher rund 380 Mio. Euro für die Industrieforschung zur Verfügung gestellt.

In Berlin wird nach Angaben des Projektträgers EuroNorm GmbH die Unterstützung einzelbetrieblicher Forschung und Entwicklung traditionell besonders gut angenommen: Mehr als 20 Prozent der bewilligten Förderanträge kamen aus 212 Unternehmen und Forschungseinrichtungen, sicherten ihnen staatliche Zuschüsse in Höhe von bislang über 88 Millionen Euro. Nach Sachsen mit fast 124 Millionen nimmt die Bundeshauptstadt damit den zweiten Platz ein.

Firmenchefs und externe Analysten bewerten das Programm gleichermaßen als außerordentlich wirksam. Der Umsatz mit neuen Produkten stieg in den geförderten gewerblichen Unternehmen um über die Hälfte, die Zahl der Forscher um 22 Prozent. In Industrieforschungseinrichtungen wie der GFaI wuchs der Umsatz um 19, die Gesamtzahl der Beschäftigten um sechs Prozent. Insgesamt entstanden so zwischen Kap Arkona und Fichtelberg bisher rund 2.800 neue Arbeitsplätze, darunter 1.200 in Forschung und Entwicklung. Staatssekretär Otremba nannte das Programm deshalb auch eine „hoch rentable Investition“.

GFaI-Geschäftsführer Frank Weckend erwartet von der geplanten Integration von Bildverarbeitung und steuerbarer Laserprojektion in einem messenden Sensorsystem zum Einsatz etwa im Feinmess- und industriellen Sicherheitsbereich oder der Qualitätskontrolle deutliche Markteffekte. Beispiel dafür ist die seinerzeit ebenfalls geförderte Akustische Kamera seines Hauses. Von diesem weltweit beispiellosen Messsystem für schwer ortbare Schallquellen wurden inzwischen bereits 120 Stück in alle Welt verkauft. Auch vor dem Hintergrund möglicher Auswirkungen der aktuellen Finanzkrise ist die Förderung geeignet, Wettbewerbsposition und Umsatz der gemeinnützigen Forschungseinrichtung über Forschungsdienstleistungen und Lizenzeinnahmen nachhaltig zu stärken und Arbeitsplätze am Wissenschaftsstandort Adlershof zu sichern.

Kontakt:

GFaI: Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e. V., GF Dr. Frank Weckend, Tel. 030 6392 1600, info@gfai.de

Förderprogramm INNO-WATT: BMWi-Projektträger EuroNorm GmbH, GF Claudia Herrmann-Koitz, Tel. 030 97 00 30-0, herrmann@euronorm.de

Dani Isler | InnoMedia
Weitere Informationen:
http://www.euronorm.de
http://www.inno-watt.de
http://www.gfai.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationen in der Bionik gesucht!
18.01.2018 | VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.

nachricht Fraunhofer HHI erhält AIS Technology Innovation Award 2018 für 3D Human Body Reconstruction
17.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

10th International Symposium: “Advanced Battery Power – Kraftwerk Batterie” Münster, 10-11 April 2018

08.01.2018 | Event News

See, understand and experience the work of the future

11.12.2017 | Event News

Innovative strategies to tackle parasitic worms

08.12.2017 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie