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Erster internationaler Arbeitgeberpreis für drei deutsche Unternehmen

25.09.2008
Auszeichnung durch das Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund, durch die US-amerikanische Nonprofit-Organisation für Menschen über 50 AARP und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren- Organisationen e.V. (BAGSO)

Die AARP (US-amerikanische Non-Profit-Organisation für Mensch über 50), mit 40 Millionen Einzelmitgliedern der größte Seniorenverband der Welt, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren- Organisationen e.V. (BAGSO) und das Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund geben heute die insgesamt zehn Gewinner des ersten internationalen Arbeitgeberpreises der AARP bekannt. In Deutschland wurden die Deutsche Bahn AG, die Loewe AG und die Sick AG für ihre innovative Personalpolitik ausgezeichnet.

"Der neue internationale Arbeitgeberpreis der AARP möchte weltweit die Aufmerksamkeit darauf richten, wie Unternehmen das Wissen und die Kompetenzen ihrer älteren Beschäftigten nutzbar machen und hierbei betriebliche Maßnahmen umsetzen, die dem Unternehmen und den Beschäftigten zugute kommen", sagte der Vorstandschef der AARP Bill Novelli. "Wir freuen uns darauf, die zehn Gewinner in Chicago auszeichnen zu können und erwarten, dass sich im kommenden Jahr viele weitere internationale Unternehmen bewerben werden."

AARP The Magazine, die Mitgliederzeitung der AARP, wird in ihrer November/Dezember-Ausgabe (erscheint bereits am 25. September 2008) über den Preis und die Preisträger berichten. Darüber hinaus beinhaltet die Ausgabe Beiträge über die "zweite Karriere" und das Entdecken neuer Leidenschaften im Alter von 50 plus. Eine Liste mit allen Artikeln kann auf der Internetseite http://www.aarpthemagazine.org abgerufen werden.

Die AARP hat bei der Umsetzung des Arbeitgeberpreises mit einem internationalen Expertenteam zusammengearbeitet. In Deutschland konnten durch die Unterstützung des Instituts für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund und der BAGSO, dem Dachverband von 100 Seniorenorganisationen in Deutschland mit insgesamt 13 Mio. Mitgliedern, unter anderem die drei Preisträger aus den Branchen Transport/Logistik, Unterhaltungselektronik und Sensortechnologie für den Wettbewerb gewonnen werden.

"Es freut uns, dass die innovative und weitsichtige Personalpolitik der drei deutschen Unternehmen nun sogar in Amerika gewürdigt wird", sagt Prof. Dr. Gerhard Naegele, Direktor des Instituts für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund. "Wir fordern auch andere deutsche Unternehmen auf, altersgerechte Personalentwicklungskonzepte umzusetzen und im nächsten Jahr an dem Wettbewerb teilnehmen", so der Appell des Geschäftsführers der BAGSO, Dr. Guido Klumpp.

Insgesamt werden in diesem Jahr zehn Unternehmen aus Dänemark, Deutschland, Singapur und dem Vereinigten Königreich für ihre exzellente Personalpolitik für ältere Beschäftigte ausgezeichnet:

o Agewell - Sandwell Primary Care Trust, West Bromwich, Vereinigtes Königreich
Gesundheitswesen, 1.269 Beschäftigte; 24% 50+
o Alexandra Hospital, Singapur
Gesundheitswesen, 1.606 Beschäftigte; 14% 50+
o BT Group plc, London, Vereinigtes Königreich
Kommunikationsbranche, 108.505 Beschäftigte; 29% 50+
o Centrica plc, Windsor, Vereinigtes Königreich
Energieversorgung, 29.069 Beschäftigte; 13% 50+
o Deutsche Bahn AG, Berlin, Deutschland
Transport/Logistik, 192.887 Beschäftigte; 35% 50+
o Horsens Kommune, Horsens, Dänemark
Kommune, 5.662 Beschäftigte (969 Lehrerinnen und Lehrer); 36% 50+ (48% 50+ bei den Lehrerinnen und Lehrern)
o Inkfish Call Centres, Domestic & General Group Limited, Nottingham, Vereinigtes Königreich

Versicherung, 712 Beschäftigte; 9% 50+

o Loewe AG, Kronach, Deutschland
Unterhaltungselektronik, 926 Beschäftigte; 32% 50+
o SICK AG, Waldkirch, Deutschland
Sensortechnologie, 1.879 Beschäftigte; 17% 50+
o Singapore Health Services Pte Ltd, Singapur
Gesundheitswesen, 14.800 Beschäftigte; 18% 50+
Bei der Auswahl der Unternehmen spielten eine Reihe von Faktoren eine Rolle, so z. B. die Einstellungspolitik, die Arbeitsplatzgestaltung, die Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen und zur Weiterbildung, die Personalentwicklung, flexible Arbeitszeitmodelle, ein gleitender Übergang in den Ruhestand, Gesundheitsförderung und Maßnahmen, die auf die finanzielle Absicherung im Alter zielen.

Die folgenden Organisationen kooperieren mit der AARP bei der Verbreitung des Arbeitgeberpreises und mit Blick auf die generelle Frage, wie die Erwerbsarbeit im Alter gefördert und ein größeres Bewusstsein hierfür geschaffen werden kann: Die BAGSO und das Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund (Deutschland); Council for Third Age, der Nationale Gewerkschaftskongress und der Arbeitgeberverband Singapur (Singapur); NIKKEI (Japan); TAEN - The Age and Employment Network (Vereinigtes Königreich); Business Council for the United Nations sowie die United Nations Association der USA.

Die Gewinner des internationalen Arbeitgeberpreises sowie die Gewinner des US-amerikanischen Arbeitgeberpreises "Die besten Arbeitgeber für Beschäftigte über 50" werden bei einem Bankett am 07. Oktober 2008 in Chicago/USA ausgezeichnet. Am gleichen Tag wird es darüber hinaus ein Treffen der Vorstandschefs der ausgezeichneten Unternehmen geben, in dem es vor allem um die Frage gehen wird, wie Unternehmen die Entwicklung ihrer Belegschaften vor dem Hintergrund des demografischen Wandels bewerten. Zur Unterstützung der Unternehmen hat die AARP hierzu ein Instrument entwickelt, das so genannte "workforce assessment tool".
Weitere Informationen zum internationalen Arbeitgeberpreis finden Sie im Internet auf den Seiten der AARP:

http://www.aarpinternational.org/2008employerawards

Über die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
Die BAGSO, 1989 gegründet, ist die Lobby der Älteren in Deutschland. Über die ihr angeschlossenen 100 Verbände vertritt sie die Interessen von etwa 13 Millionen Seniorinnen und Senioren. Gefördert wird ihre Arbeit durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Die BAGSO setzt sich dafür ein, die Chancen des Alters zu nutzen, auch und gerade im Arbeitsleben.

BAGSO-Positionspapier: Alter als Chance im Arbeitsleben,
http://www.bagso.de/fileadmin/Aktuell/Verband/Positionspapier_AlteralsChance_im_Arbeitsleben.pdf
Über das Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund
Das Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund bearbeitet nationale und internationale Forschungs- und Beratungsprojekte im Bereich der Sozialen Gerontologie. Bereits seit Mitte der 1990er Jahre gibt es am Institut den Bereich "Demographischer Wandel und Arbeitswelt", der sich schwerpunktmäßig mit der Frage der Beschäftigungsförderung alternder Belegschaften auseinandersetzt. In einer Vielzahl von Projekten hat das Institut dabei mit nationalen Partnern und mit Partnern in ganz Europa, den USA, Canada, Asien und Australien zusammengearbeitet.

http://www.ffg.uni-dortmund.de

Über die AARP
Die AARP ist eine gemeinnützige und unabhängige Mitgliederorganisation, die Menschen ab einem Alter von 50 Jahren in ihrer Unabhängigkeit sowie in ihrer Wahl- und Entscheidungsfreiheit unterstützt. Hierbei steht sowohl das Wohl der älteren Menschen als auch das Wohl der Gesellschaft insgesamt im Mittelpunkt. Die AARP unterstützt keine Kandidaten für öffentliche Ämter und beteiligt sich nicht an politischen Kampagnen. Von der AARP erscheint AARP The Magazine, das Sprachrohr der über 50-jährigen Amerikanerinnen und Amerikaner und mit 33 Millionen Lesern das auflagenstärkste Magazin der Welt; AARP Bulletin, die Informationsquelle für die 40 Millionen AARP-Mitglieder und Amerikanerinnen und Amerikaner über 50; AARP Segunda Juventud, die einzige zweisprachige amerikanische Zeitschrift, die sich speziell an die lateinamerikanische Gemeinschaft der über 50-Jährigen richtet sowie unsere Internetseite http://www.aarp.org. Die AARP-Stiftung ist eine angegliederte Wohltätigkeitsorganisation, die mit Hilfe von Tausenden von Ehrenamtlichen und Sponsoren bedürftige ältere Menschen unterstützt. Wir sind in allen 50 Bundesstaaten, im District of Columbia, Puerto Rico und den Amerikanischen Jungferninseln vertreten.

Ole Lünnemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dortmund.de/

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