Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dreifacher Erfolg beim iF concept award 2011

14.02.2011
Drei Absolventen der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd sind mit dem iF concept award 2011 in der Kategorie Industriedesign ausgezeichnet worden.

Martin Duffner und Markus Cermak wurden für ihre beiden Bachelor-Abschlussprojekte („Scoogo“, ein Minitransporter mit Elektroantrieb und „IBEX, die Neuentwicklung eines Anker-Skischlepplifts) ausgezeichnet. Felix Wilden erhielt den Preis für die Tageslichtleuchte „Daylight“, die er während seines Auslandssemesters in Schweden 2010 entwarf.

Die internationale Expertenjury musste insgesamt 8007 studentische Designentwürfe aus 52 Ländern sichten, um schließlich die 100 besten Arbeiten zu küren. „“Scoogo“ von Martin Duffner überzeugte dabei ebenso wie die beiden anderen HfG-Projekte in punkto Innovationsgrad, der Funktionalität, Praxisnähe und der gestalterischen Qualität. Der kompakte Minitransporter mit etwa 200 Litern Ladevolumen ist speziell für die Lieferung kleinerer Transportmengen gedacht. Dank seiner Wendigkeit bewegt er sich auch während der Stoßzeiten schnell und sicher durch den Stadtverkehr. Das Fahrzeug ist mit einem Elektroantrieb ausgerüstet und ökologisch daher auf dem neuesten Stand.

Martin Cermaks „IBEX“ ist eine neuartige Variante des Skischlepplifts. Für seine Konstruktion nutzte er ein Vorbild aus der Natur, den so genannten „Flossenstrahleffekt“. Der Liftanker ist also flossenstrahlartig geformt und schmiegt sich mit seinen gebogenen Enden leicht um die Hüfte. Bei Einsteigen bzw. Ausstieg aus dem Lift tritt ein ähnliches Phänomen auf, wie bei der Reaktion eines Fisches, würde man gegen dessen Schwanzflosse drücken: Beide, Anker wie Flosse, bewegen sich unerwarteter Weise entgegen der Krafteinwirkung, und nicht in Druckrichtung. Der Skianker umschließt auf diese Weise den Körper des Ski- oder Snowboardfahrers und gibt ihm deutlich sichereren Halt bei der Bergfahrt. Beim Ausstieg aus dem Lift löst sich der Anker auf kurzen Druck und fährt dann in seine Ausgangsstellung zurück.

Felix Wilden hat soeben mit dem Bachelor in Produktgestaltung an der HfG Schwäbisch Gmünd abgeschlossen. Den iF concept award bekam er jedoch für eine Studienarbeit, die er während seines Auslandssemesters 2010 an der Lund University in Schweden entwarf. Die Idee, Tageslicht zu reflektieren, wird seit langem für die unterschiedlichsten Einsätze aufgegriffen. Heute kann diese bewährte Technik, kombiniert mit neuen Materialien und Technologien, helfen, Energie zu sparen und die Beleuchtung zu verbessern. Die Reflektoren von Felix Wildens Lampe reflektieren das Tageslicht, das wiederum von Reflektoren außerhalb des Fensters in den Raum gelenkt wird, auf den Boden. Die Oberflächen aus Spezialaluminium besitzen dabei einen Reflexionsgrad von 98%. Reicht das Tageslicht nicht aus, berechnet ein Lichtsensor, welche Menge an künstlichem Licht noch benötigt wird und schaltet entsprechend LEDs dazu.

Alle für den iF Award eingereichten Projekte sind vom 1.-5. März 2011 auf der CeBIT in Hannover zu sehen.

Ingrid Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.hfg-gmuend.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Verleihung GreenTec Awards 2018 – Kategorie »Energie« am 24. April 2018 auf der Hannover Messe
23.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht 31,5 Millionen Euro für Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg (InnBW)
20.04.2018 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Impfstoff-Kandidat gegen Malaria erfolgreich in erster klinischer Studie untersucht

25.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Erkheimer Ökohaus-Pionier eröffnet neues Musterhaus „Heimat 4.0“

25.04.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

25.04.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics