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DHL®-Preis für Medizinpublizistik für Eckart von Hirschhausen

05.02.2014
Mit dem „Preis für Medizinpublizistik 2013“ würdigt die Deutsche Hochdruckliga e. V. DHL® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention in diesem Jahr den Journalisten Dr. med. Eckart von Hirschhausen.

Sie zeichnet den Komiker, Autor und Moderator für sein mediales Engagement für die Aufklärung über Gesundheitsrisiken und die Vorbeugung von Bluthochdruck aus. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert. Die DHL® verlieh die Auszeichnung im Rahmen ihrer Jahrestagung „Hypertonie und Prävention Münster 2013“ am 13. Dezember 2013.

„Der Vorstand hat diesen wichtigen Preis aus voller Überzeugung an Herrn von Hirschhausen verliehen, da er in den letzten Jahren in beispielhafter Weise Humor und fundierte medizinische Information miteinander verbunden hat,“ sagte DHL®-Vorstandsmitglied Professor Dr. med. Georg Predel aus Köln bei seiner Laudatio auf dem Kongress in der Halle Münsterland.

Predel erzählte den Anwesenden auch, wie Professor Dr. med. Detlev Ganten, damals Pharmakologe in Heidelberg, den angehenden Mediziner von Hirschhausen für die Arbeit der Hochdruckliga begeisterte. Daraus entstand eine Zusammenarbeit zwischen der DHL® und von Hirschhausen. In diesem Rahmen organisierte der Komiker den Kindermalwettbewerb „Gesund leben macht Spaß" und Teile der Öffentlichkeitsarbeit.

Die Kongressteilnehmer in Münster rief der Preisträger in seinem rund 20-minütigen Vortrag dazu auf, Menschen für Gesundheit und Prävention zu begeistern. Besondere Bedeutung misst er dabei dem Gespräch zwischen Arzt und Patient bei. Daraus erkläre sich auch der wachsende Zuspruch zu alternativen Heilmethoden – in der Schul- und Gerätemedizin komme der persönliche Austausch heute oft zu kurz: „Wir Ärzte müssen viel stärker die Psychologie und die Lebenswirklichkeit der Patienten begreifen und ernst nehmen. Was bringt die ganze Forschung an Medikamenten, wenn die Hälfte von dem, was verordnet wird, im Müll landet?“

Als oft unterschätzten Grund, sich nicht an ärztlichen Rezepte zu halten, erwähnte Dr. von Hirschhausen den „Fakir-Effekt“: „Viele Patienten fühlen sich mit Hochdruck einfach besser als mit gesundem Druck. So wie der Fakir sich durch ein Hochregeln des Blutdrucks gegen Schmerzen unempfindlicher macht, nutzen viele Patienten diesen „Trick“, um ihren eigenen Stress nicht zu spüren.“ Eine Behandlung würde langfristig nur Erfolg haben, wenn seelische Faktoren mitbehandelt werden.

Eckart von Hirschhausen studierte Medizin und Wissenschaftsjournalismus. Seit 20 Jahren arbeitet er als Komiker, Autor und Moderator in den Medien und auf Bühnen in Deutschland. In seinem Programm und seinen Texten vereint er wissenschaftlich-medizinische Inhalte mit Humor und Lebensnähe. Mit seinen Büchern erreichte er mehr als fünf Millionen Leser. Er moderiert verschiedene Fernsehsendungen, Talk- und Quizshows. Im Jahr 2008 gründete von Hirschhausen die Stiftung „Humor hilft heilen“, für mehr „gesundes Lachen“ im Krankenhaus. In seinem aktuellen Bühnenprogramm „Wunderheiler“ vermittelt er zwischen wissenschaftlicher und Alternativmedizin und betont die Selbstverantwortung jedes Einzelnen für seine Gesundheit: „Wer kennt sein Sternzeichen? Wer kennt seinen Blutdruck? Wovon glauben sie wirklich, hängt ihr Leben die nächsten zehn Jahre ab?“, so von Hirschhausen.

Die DHL® verleiht ihren Preis für Medizinpublizistik für herausragende Medienbeiträge und besondere Verdienste in der Aufklärung der Bevölkerung über Gesundheitsrisiken und Prävention – insbesondere hinsichtlich der Risiken, die von Bluthochdruck ausgehen. Sie würdigt damit Journalisten aus Fernsehen, Hörfunk, Zeitungen und Zeitschriften. Die Verleihung erfolgt auf Vorschlag. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert.

Rund 30 bis 35 Millionen Menschen in Deutschland haben Bluthochdruck. Sie riskieren schwere Folgeschäden wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Deutsche Hochdruckliga e. V. DHL® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention setzt sich dafür ein, dass möglichst viele Betroffene von ihrer Krankheit erfahren und gute Blutdruck-Werte erreichen. Denn nur etwa die Hälfte der Betroffenen weiß davon und nur etwa zehn Prozent erreicht die Zielwerte.

Kontakt für Journalisten:
Deutsche Hochdruckliga e. V.
Pressestelle
Anna Julia Voormann, Janina Wetzstein
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-552
Fax: 0711 8931-167
voormann@medizinkommunikation.org

Maximilian Broglie | idw
Weitere Informationen:
http://www.hochdruckliga.de

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