Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dermatologin der Charité erhält Forschungspreise

16.10.2012
Dr. Christina Zielinski von der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist für ihre Forschungen zur Rolle des Botenstoffes Interleukin-1beta (IL-1b) in der Fehlprogrammierung von T-Zellen bei entzündlichen Immunerkrankungen mit dem Celgene Award for Innovation and Immunology Research into Dermatological Diseases 2012 und mit dem Nils-Ilja-Richter-Preis ausgezeichnet worden. Dr. Zielinski ist Leiterin der Klinischen Forschergruppe Zelluläre Immunregulation an der Charité und der Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies.

Die Arbeitsgruppe um Dr. Zielinski erforscht unter anderem Mechanismen, die zu neuen Therapien bei entzündlichen Erkrankungen der Haut wie der Schuppenflechte, der sogenannten Psoriasis, führen können.

Dr. Zielinski hat insbesondere entdeckt, dass der Botenstoff IL-1b menschliche Immunzellen autoaggressiv macht und sie somit dazu verleitet, körpereigenes Gewebe wie die Haut anzugreifen. Neue Medikamente, die den Stoff IL-1b blockieren, könnten diese Zellen umprogrammieren und ihnen anti-entzündliche Eigenschaften verleihen.

Dies würde neue Therapien eröffnen, die ganz spezifisch an den ursächlichen autoaggressiven Immunzellen angreifen und somit ein sehr geringes Nebenwirkungsspektrum erwarten lassen. An diesen neuen Behandlungsmöglichkeiten wird gerade intensiv in der Gruppe von Dr. Zielinski geforscht.

Der Celgene Award wird von der European Society for Dermatological Research (ESDR) verliehen und ist mit 30.000 Euro dotiert. Er wird für die beste wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der dermatologischen Forschung innerhalb der letzten zwei bis drei Jahre an europäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter 40 Jahren vergeben.

Die ESDR hat das Ziel, dermatologische Forschung zu unterstützen sowie den weltweiten fachlichen Austausch zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu fördern. Der mit 10.000 Euro dotierte Nils-Ilja-Richter-Preis wird von der Deutschen Gesellschaft für Autoimmun-Erkrankungen ausgeschrieben, um konkrete Fortschritte in der Behandlung von Autoimmun-Erkrankungen zu würdigen und zu fördern.

Dr. Julia Biederlack | idw
Weitere Informationen:
http://www.derma.charite.de/
http://www.derma.charite.de/forschung_und_studien/forschungsbereiche/allergie_centrum_charite/zellulaere_immunregulation/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 31,5 Millionen Euro für Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg (InnBW)
20.04.2018 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht Der Herr der Magnetfelder: EU verleiht HZDR-Forscher begehrte Forschungsförderung in Millionenhöhe
12.04.2018 | Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics