Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Wettbewerbsfähigkeit durch niedrige Energiekosten / Auszeichnung der Preisträger des KfW-Energieeffizienzpreises 2007

15.11.2007
Vorbildliche Lösungen der energetischen Modernisierung gewerblich genutzter Gebäude

Die KfW Förderbank hat heute in Frankfurt im Rahmen des Symposiums "Energetische Modernisierung von gewerblich genutzten Gebäuden" die Preisträger des KfW-Energieeffizienzpreises 2007 ausgezeichnet. Der von der KfW Förderbank zum vierten Mal ausgeschriebene Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto "Energetische Modernisierung von gewerblich genutzten Gebäuden" und unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Wirtschaft, Michael Glos.

Insgesamt 15.000 EUR Preisgeld erhielten die drei Unternehmen für ihre vorbildlichen Lösungen bei der Realisierung von Energieeinsparpotenzialen im Zuge der Modernisierung gewerblich genutzter Gebäude. Die energetischen Sanierungsmaßnahmen am betrieblichen Gebäudebestand mindern den Energieverbrauch wesentlich, realisieren zugleich erhebliche Kosteneinsparungen und verbessern dadurch die Wettbewerbsfähigkeit.

"Die ausgezeichneten Leistungen zeigen exemplarisch, dass im gewerblichen Bereich noch erhebliche Energieeinsparpotenziale bestehen, die man durch geeignete Maßnahmen realisieren kann. Gleichzeitig senken die Unternehmen ihre Energiekosten und stärken damit ihre Wettbewerbsfähigkeit," betonte Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Die Auswahl der Preisträger erfolgte durch eine hochrangig besetzte Jury, bestehend aus den Jurymitgliedern Prof. Dr. Eberhard Jochem von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, Stephan Kohler von der Deutschen Energie-Agentur, Dr. Dieter Kreikenbaum vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag, Prof. Dr. Gunter Schaumann von der VDI-Gesellschaft Energietechnik, Christoph Singrün von dem VDMA Fachverband Pumpen + Systeme, Dr. Harry Lehmann vom Umweltbundesamt sowie Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Die Energiestatistiken zeigen, dass besonders im Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen mit über 60 % ein erheblicher Anteil des Endenergieverbrauchs für Gebäude verwendet wird - entsprechend groß sind die Energieeinsparpotenziale.

"Durch die Prämierung erfolgreicher Praxisbeispiele sollen im Bereich der energetischen Sanierung auch andere Unternehmen dazu angeregt werden, betriebliche Energieeinsparpotenziale im Gebäudebestand zu identifizieren und umzusetzen", sagte Leinberger.

Die Preisträger

Den mit 10.000 EUR dotierten ersten Preis erhielt der Naturkostladen "Der Ritterhof und das Architekturbüro Michael Felkner" in Waltenhofen (Allgäu/Bayern). Beide Gewerbe sind in einem ehemaligen Bauernhof angesiedelt, der nach einem ökologischen und energetischen Gesamtkonzept umfassend saniert wurde. Durch eine optimale Wärmedämmung der Gebäudehülle und Verschattungsmaßnahmen benötigt die Ladenfläche fast keinen Heiz- und Kühlenergiebedarf mehr. Der nach der Sanierung verbleibende Energieverbrauch für Büro- und Ladenfläche wird vollständig durch den Einsatz von erneuerbaren Energien gedeckt.

Mit dem zweiten Preis in Höhe von 3.000 EUR würdigte die Jury die EvoBus GmbH, ein Unternehmen des Daimler-Konzerns in Neu-Ulm. In dem Omnibusmontagewerk wurden umfangreiche energetische Modernisierungsmaßnahmen an einer im Jahr 1991 errichteten Montagehalle vorgenommen. Der Wärmebedarf des Gebäudes wurde durch Maßnahmen der Reduzierung der Lüftungs- und Wärmeleitverluste wie z. B. die Neukonzeption der Heizungshydraulik, die Nachrüstung von Schleusen und Schnelllauftoren sowie der Optimierung der Leittechnik vermindert. Weiter wurde das Heizsystem komplett neu konzipiert und dabei als prioritäre Wärmequelle die Abwärme aus den im Produktionsbereich zum Einsatz kommenden Druckluftkompressoren genutzt. Der Gesamtenergiebedarf des Montagewerks konnte von 304 kWh/m2a auf 234 kWh/m2a reduziert werden (minus 23 %).

Der dritte Preis mit einer Summe von 2.000 EUR ging an die Augenoptik Borstel GmbH in Grimmen (Nordvorpommern) in Kooperation mit der Kieback & Peter GmbH & Co. KG und dem Planungsbüro Wilfried Lüthen. Im Zuge der Vergrößerung des Optikfachgeschäfts wurde das benachbarte Gebäude, ein leerstehendes ehemaliges Kinogebäude (Baujahr 1930) saniert und in das bisher genutztes Gebäude integriert. Durch ein ganzheitliches Energiekonzept konnte der Erdgasverbrauch um ca. 17.700 m3/a (100 %) und der Stromverbrauch um ca. 16.000 kWh/a (25 %) verringert werden.

Zur Finanzierung von betrieblichen Energieeinsparmaßnahmen stellt die KfW langfristige, zinsverbilligte Darlehen aus dem ERP-Umwelt- und Energiesparprogramm sowie als Ergänzungsfinanzierung aus dem KfW-Umweltprogramm zur Verfügung. Informationen zu diesen Förderprogrammen finden Sie ebenfalls unter www.kfw-foerderbank.de.

Dr. Charis Pöthig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de
http://www.kfw-foerderbank.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie
19.09.2017 | Paul-Martini-Stiftung (PMS)

nachricht EU fördert exzellente Nachwuchsforschung: Zehn Auszeichnungen gehen nach Nordrhein-Westfalen
15.09.2017 | Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie