Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wasser 2007: Donau so blau?!

09.05.2007
Am 14. Mai 2007 wird im großen Saal der Redoute Passau die Jahrestagung der Wasserchemischen Gesellschaft, „Wasser 2007“, von ihrem Vorsitzenden, Professor Dr.-Ing. Martin Jekel, Technische Universität Berlin, eröffnet.

Der Präsident des Bayerischen Landesamts für Umwelt, Professor Dr.-Ing. Albert Göttle, Passaus Oberbürgermeister Albert Zankl und der Landrat des Landkreises Passau, Hanns Dorfner, werden Grußworte sprechen.

Eine der Fragen, die die Wasserchemische Gesellschaft, eine der ältesten Fachgruppen in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), in Passau behandelt, lautet „Donau so blau?!“ Daneben werden bis zum 16. Mai aktuelle Fragen der Wasseranalytik, der Abwasserbehandlung, der Wasseraufbereitung, des Gewässerschutzes, zu Sedimenten und Altlasten sowie zur Trinkwassergüte diskutiert.

Im Donausymposium geht es um die internationale Zusammenarbeit in der Wasserwirtschaft, um die Grundlagen der Umsetzung einer Regionen übergreifenden Donauforschung, um eine effektive Abwasserreinigung im Donauraum mit Blick auf die Nährstoffbelastung von Donau und Schwarzem Meer, um die Verbesserung der Gewässerbeschaffenheit und um eine Vorausschau auf den Weltwasserkongress 2008 in Wien unter den Gesichtspunkten Gewässerschutz und Trinkwasserversorgung.

Der Preis der Wasserchemischen Gesellschaft in Höhe von 3.000 € wird in Passau an Dr. Frank von der Kammer verliehen. Der gebürtige Berliner forscht zur Zeit an der Universität Wien u.a. zum Thema Nanoparticle Characterization: from Aquatic Nanosciences to Nanotechnology, das er mit weiteren Wissenschaftlern aus England, Dänemark und Schweden bearbeitet. Seit mehr als zwanzig Jahren werden natürliche nanoskalige Prozesse in Gewässern untersucht. Man analysierte und charakterisierte die so genannten Kolloide, die man heute als Nanopartikel bezeichnet. Jetzt sind auf Grund der Risikodiskussionen um die Nanotechnologie im Fokus der Untersuchungen industriell hergestellte Nanopartikel (engineered nanoparticles (ENPs), mit denen man sich vorwiegend wegen ihres Vorkommens in der Innen- und Außenluft beschäftigt. Aber der Eintrag und das Verhalten in Gewässern sind ebenso wichtig.

Des Weiteren wird zum fünfzehnten Mal der Willy-Hager-Preis für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung verliehen. Dr.-Ing. Arne Genz, Berlin, und Dr.-Ing. Thomas Wintgens, Aachen, werden in Passau mit diesem Nachwuchspreis ausgezeichnet. Genz befasst sich mit der Entwicklung einer neuen Adsorptionstechnik, mit der natürliche organische Stoffe, beispielsweise Huminstoffe, mit granuliertem Eisenhydroxid aus Grundwässern entfernt werden – wichtig für die Trinkwasseraufbereitung. Wintgens untersucht das Verhalten von organischen Spurensubstanzen, insbesondere möglicher endokrin wirksamer Substanzen, in Membranbioreaktoren für die Abwasserbehandlung.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit über 27.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 25 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Wasserchemische Gesellschaft mit rund 950 Mitgliedern. Die Wasserchemische Gesellschaft wurde 1926 als "Fachgruppe für Wasserchemie" im Verein Deutscher Chemiker gegründet. 1948 erfolgte die Neugründung als "Fachgruppe Wasserchemie" in der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Seit 2000 heißt sie "Wasserchemische Gesellschaft - Fachgruppe in der GDCh". Sie ist tätig für den wirksamen Schutz, die sinnvolle Nutzung, die zweckmäßige Aufbereitung und Reinigung sowie die sachgemäße Untersuchung und Beurteilung des Wassers. Sie fördert die bereichsübergreifende Kooperation und das systemare Verständnis des Wasserfaches.

Kontakt:
Dr. Renate Hoer
Gesellschaft Deutscher Chemiker
Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 900440
60444 Frankfurt
Tel.: 069/7917-493
Fax: 069/7917-307
E-Mail: r.hoer@gdch.de

Dr. Renate Hoer | GDCh
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de

Weitere Berichte zu: Abwasserbehandlung Wasseraufbereitung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE