Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

22 Millionen Euro Fördermittel für das deutsche Kompetenznetzwerk für Systembiologie

17.04.2007
In der zweite Förderperiode steht HepatoSys doppelt so viel Geld zur Verfügung wie am Anfang

Mit Beginn des Jahres 2007 startete das vom Bundesministerium für Forschung und Entwicklung (BMBF) initiierte systembiologische Kompetenznetzwerk HepatoSys* in die zweite Förderperiode. Langfristiges Ziel des Projektes sind mathematische Modelle, die physiologische Prozesse von Leberzellen "in silico" nachvollziehen können. Darunter verstehen Systembiologen die computergestützte Modellierung von experimentell gewonnenen Daten.

In der ersten Förderperiode arbeiteten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eifrig am Aufbau des interdisziplinären Verbundes. Sie vernetzten sich deutschlandweit in über 30 Arbeitsgruppen. Auch die Arbeitsmethoden mussten vereinheitlicht werden. Sie sind heute in Form von standardisierten Protokollen für alle verfügbar. Ebenso benutzen die Mitglieder der theoretischen und biologischen Wissenschaften gemeinsam ein speziell auf ihre Bedürfnisse angepasstes Datenmanagementsystem. Das ermöglicht jedem der Beteiligten einfachen Zugriff auf sämtliche im Netzwerk erarbeiteten Daten und Modelle, eine wertvolle Quelle neuer Erkenntnisse und Synergien.

International machte HepatoSys 2006 als Organisator der Konferenz für Systembiologie von Säugetieren (SBMC) erstmals auf sich aufmerksam. Den über 300 Teilnehmern aus 16 Ländern konnten neben Vorträgen von Experten auf dem Gebiet der Systembiologie auch erste viel versprechende Früchte eigener Arbeiten vorgestellt werden. Das BMBF entschloss sich daraufhin, die Initiative für weitere 3 Jahre mit einer Summe von 22 Millionen Euro auszustatten.

Prof. Jens Timmer, Physiker an der Universität Freiburg und wissenschaftlicher Sprecher von HepatoSys freut sich über die Weiterführung der Initiative: "Jetzt verfügen wir über alle Strukturen, die für das interdisziplinäre Arbeiten der Systembiologie unentbehrlich sind. Die nächsten drei Jahre stehen ganz im Zeichen der Forschung. Wir freuen uns sehr auf die Arbeit und hoffen auf baldige neue Erkenntnisse im Modellsystem Leberzelle". Auch die Industrie zeigte von Anfang an Interesse an den Ergebnissen des Vorhabens. Aktuell steuern Wirtschaftsunternehmen eigene Finanzmittel in Höhe von ca. 1,5 Millionen Euro bei. Neben innovativen Entwicklungen zur Bekämpfung von Krebs werden neue bahnbrechende Erkenntnisse im Bereich des Leberstoffwechsels erwartet.

* Wortbildung aus Hepatozyt - für Leberzelle - und Systembiologie

Dr. Ute Heisner | idw
Weitere Informationen:
http://www.systembiologie.de
http://www.systembiologie.de/de/presse.html

Weitere Berichte zu: BMBF Fördermittel Kompetenznetzwerk Leberzelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie