Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

FH München - fit in der Forschung

24.10.2006
Beteiligung an Excellenzcluster "Nanosystems Initiative Munich" und vier von sieben bayerischen Projekten des BMBF-Förderprogramms FH3 gehen an die FH München

Beim nationalen Wettbewerb um die Excellenzcluster war die FH München als Partnerin im Verbund "Nanosystems Initiative Munich" erfolgreich. Im Rahmen des Exzellenzclusters soll an der FH München durch Prof. Dr. Hauke Clausen-Schaumann (FK Feinwerk- und Mikrotechnik) ein neuartiges Kraftspektrometer entwickelt werden. Dieses erlaubt, molekulare Kräfte im Pico-Newton Bereich mit höchster Präzision zu vermessen, die z.B. bei der Protein-Faltung eine wichtige Rolle spielen. Neben der Ludwig-Maximilians-Universität als Sprecherhochschule sind weitere Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen am Cluster beteiligt.

Sehr erfolgreich hat die FH München am FH3-Forschungsförderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) teilgenommen. Von insgesamt sieben in Bayern bewilligten Forschungsprojekten werden vier an der FH München durchgeführt. Damit konnten sich, wie auch in den letzten Jahren, mehrere Wissenschaftler der FH München mit ihren überzeugenden Forschungsideen gegen 332 KonkurrentInnen durchsetzen.

Prof. Dr. Winfried Schwarzmann, FK Betriebswirtschaft
Erforschung des Einflusses von "Intangible Assets" auf Unternehmenswert
und -performance
Die Ermittlung des Wertes eines Unternehmens geschieht bis heute auf Basis sehr einseitiger, finanzieller Indikatoren. Nicht-monetäre Faktoren werden dabei wenig oder wissenschaftlich nur gering fundiert beachtet. Auch in der externen Berichterstattung werden Intangible Assets (immaterielle Werte) nur unzureichend berücksichtigt. Ziel des im Verbund mit der FHTW Berlin und der The Value Group als gewerblichem Partner durchzuführenden Forschungsvorhabens ist es, die wichtigsten "immateriellen" Einflussfaktoren für den langfristigen Unternehmenserfolg zu identifizieren und zu quantifizieren und diese Erkenntnisse in praxistaugliche "Produkte" (Ratingsystematiken, Unternehmensbewertungs- und Reportingmodelle) umzusetzen.
Prof. Dr. Ömer Bucak, FK Bauingenieurwesen
"Trag- und Resttragfähigkeitsverhalten von unterschiedlich gebogenen Scheiben im Bauwesen: Entwicklung von Berechnungsmethoden, Prüf- und Qualitätssichernden Kriterien"
... mehr zu:
»Mikrotechnik

Ziel des Projektes ist es, das Potenzial von gebogenen Scheiben im Bauwesen aufzuzeigen und gebogene Scheiben für die Anwendung nutzbar zu machen. Hierzu werden die Tragfähigkeit von gebogenen Glasscheiben bestimmt und gütesichernde Maßnahmen formuliert, da bislang keine Normen und amtliche Regelungen für die Berechnung und Qualitätssicherung solcher Produkte existieren. Außerdem soll gezeigt werden, dass die gebogenen Scheiben in bestimmten Einbausituationen Vorteile gegenüber ebenen Scheiben haben. Die Ergebnisse dieses Forschungsprogramms sollen einen erneuten Innovationsschub im Bereich des Glasfassadenbaus und in den damit verwandten Fachgebieten auslösen, da zur Zeit in Deutschland nur sehr selten gebogene Scheiben zum Einsatz kommen.

Prof. Dr. Peter Krzystek, FK Geoinformationswesen
"Airborne Laserscanning"
Ziel des Verbundprojektes, das in Kooperation mit der Hochschule für Technik Stuttgart (Prof. Dr. Michael Hahn) durchgeführt wird, ist die Entwicklung und Erprobung von Verfahren für die Qualitätskontrolle von Airborne Laserscanningdaten und Fortführung daraus abgeleiteter Geodatenbestände. Die Qualitätskontrolle konzentriert sich auf die Erkennung und Beseitigung von Fehlern in einem aus Laserscanningdaten abgeleiteten digitalen Gelände- bzw. Oberflächenmodell unter Verwendung von allgemeinen Qualitätsmaßen und zusätzlichen Datenquellen. Die Fortführung legt den Fokus auf die Detektion von Änderungen, die Integration verschiedener Datenquellen für die Entscheidung über Erhalten, Entfernen oder Ändern des Geodatenbestandes, wobei Schwerpunkte das Geländemodell sowie Objekte in änderungsaktiven urbanen Regionen sind.
Prof. Dr. Johannes Roths, FK Feinwerk- und Mikrotechnik, Physikalische Technik
"Applizierung und Genauigkeitssteigerung der Faser-Bragg-Sensorik"
Die Faser-Bragg-Sensortechnologie stellt ein innovatives Sensorkonzept dar, das zu einem optischen Analogen eines Dehnungsmessstreifens führt und große Vorteile gegenüber konventioneller Sensorik bietet. Um die derzeit anspruchsvolle Handhabung dieser Sensoren zu vereinfachen, sollen die Applizierungstechniken für Faser-Bragg-Sensoren (Kleben und Strukturintegration in Verbundwerkstoffe) weiterentwickelt werden, so dass auch in der breiten Anwendung eine hohe Genauigkeit sowie eine klare Genauigkeitsvorhersage des gesamten Sensorverfahrens erreicht wird. Das Erreichen des Forschungsziels stellt ein wichtiges Kriterium für die Markteinführung dieser Sensortechnologie dar. Insbesondere in der Luftfahrttechnik wird ihr größter Anwendungsbereich erwartet.

Gern vermitteln wir Ihnen Gesprächstermine und Laborbesuche in den Fakultäten. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Christina Kaufmann: T 089/1265-1908, christina.kaufmann@fhm.edu

Christina Kaufmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-muenchen.de

Weitere Berichte zu: Mikrotechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 1,5 Mio. Euro für das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)
05.12.2016 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht 4,6 Mio. Euro für Cloud Computing-Gemeinschaftsprojekt „Cloud Mall BW“
05.12.2016 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden «Krebssignatur» in Proteinen

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wichtiger Prozess für Wolkenbildung aus Gasen entschlüsselt

05.12.2016 | Geowissenschaften

Frühwarnsignale für Seen halten nicht, was sie versprechen

05.12.2016 | Ökologie Umwelt- Naturschutz