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Erster "International Video Reporting Award" in Weimar

13.09.2004


Potentiale und Chancen neuer Produktionsweisen im Fernsehjournalismus

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Zum ersten Mal wird anlässlich des 6. backup_festival in Weimar vom 7. bis 10. Oktober 2004 in Kooperation mit der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar der "International Video Reporting Award" vergeben. Der Wettbewerb soll ein Forum für innovative dokumentarische Kurzfilme und Beiträge einzeln arbeitender Autoren werden. Der Hauptpreis ist mit 1.000 Euro dotiert. Außerdem wird der "Michael Rosenblum Junior Award" vom "Videoreporting-Guru" und Jury-Mitglied Michael Rosenblum selbst vergeben. Der Anmeldeschluss ist am 15. September.

Ein völlig neues Berufsbild ist durch die rasante Entwicklung der digitalen Videotechnik möglich geworden: Redaktion, Kamera, Ton und Schnitt beherrscht ein Videoreporter gleichermaßen, allein realisierte er seine Geschichte bis zum Endschnitt - selbstständig und in fernsehtauglicher Qualität. Kritiker fürchten um die redaktionelle, aber auch die technische Qualität; Fürsprecher sehen Chancen für eine "Revolutionierung des Fernsehens".


Welche Potentiale die neue Produktionsweise in diesem Spannungsfeld bieten, möchte das backup_festival in Kooperation mit der Fakultät Medien mit dem ersten "International Video Reporting Award" ausloten. So werden laut Wolfgang Kissel, Jurymitglied und Professor für Medienereignisse an der Bauhaus-Universität das "Gestaltungspotential der Digitaltechnik und die schöpferische Auseinandersetzung mit dem digitalen Autorenprinzip neben Idee, Konzeption und Umsetzung eine große Rolle bei der Auswahl der Filme spielen."

Eines der meistgenannten Argumente für die neue Technik ist die besondere Publikumsnähe der Beiträge. So wird die Vorauswahl der Filme nicht von einer Jury getroffen, sondern alle Filme werden in öffentlichen Screenings an verschiedenen Orten in Weimar und Erfurt gezeigt - das Publikum entscheidet, welche Filme in die Endauswahl kommen.

Die Preisträger werden von einer unabhängigen Fachjury bestimmt: Mit dabei sind in diesem Jahr Michael Rosenblum, einer der Vorreiter des Videojournalismus in den USA, Jan Metzger, Leiter Hessen Fernsehen, Benedikt Otto, Produktmanager mdr Erfurt, Sabine Streich, Filmemacherin, Videoreporting-Coach und Lehrbeauftragte an der Bauhaus-Universität, und Wolfgang Kissel, Professor für Medienereignisse an der Fakultät Medien. Der Hauptpreis ist mit 1.000 Euro dotiert. Als Sonderpreis vergibt die Jury ein zweitägiges Intensivtraining mit Michael Rosenblum.

Der Wettbewerb ist stark international orientiert, erwartet werden viele Beiträge aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum, in dem sich die neuen Techniken schon stärker etabliert haben als in Deutschland. So wird der Wettbewerb auch einen Überblick über aktuelle internationale Entwicklungen und die noch junge deutsche Entwicklung von Anfang an mit begleiten.

Der Wettbewerb soll auch innovative Impulse für die Lehre an der Fakultät Medien geben. Als eine der ersten Universitäten in Deutschland gibt die Bauhaus-Universität den Studierenden das Handwerkszeug für die neue Produktionstechnik mit auf den Weg. Insbesondere im neuen Masterstudiengang Mediengestaltung kann die Vertiefung zum "Personal Digital Producer", wie es im britischen Raum heißt, gewählt werden - eine echte Chance für den Nachwuchs.

Einsendeschluss ist der 15. September 2004. Die Anmeldung für den "International Video Reporting Award" ist über das Internet in der Rubrik "Ausschreibungen" möglich.

Manuela Schulz | idw
Weitere Informationen:
http://www.backup-festival.de

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