Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Akademie der Geowissenschaften zu Hannover: Erster bundesweiter Wettbewerb für Geotope gestartet

29.03.2004


In einem breit angelegten Wettbewerb sucht die Akademie der Geowissenschaften zu Hannover nach bedeutenden Geotopen in ganz Deutschland. Mitmachen kann jeder, ab sofort und noch bis zum 31. März 2005. Alle eingegangenen Vorschläge werden geprüft und bei entsprechender Bewertung in einer "Liste der bedeutendsten Geotope" in Deutschland erfasst. "Mit dieser Liste sollen erstmalig in Deutschland systematisch geologisch wertvolle Landschaften erfasst werden und ein Prädikat er-halten", so Professor Dr. Ernst-Rüdiger Look, Geschäftsführer der Akademie der Geowissenschaften und Koordinator des Wettbewerbs.


Urpferdchen, 49 Millionen Jahre alt. Gefunden in der Grube Messel, des bis heute einzigen deutschen UNESCO Weltnaturerbes. Akademie der Geowissenschaften sucht jetzt erstmalig in einem bundesweiten Wettbewerb nach den bedeutendsten Geotopen



1996 wurde die Grube Messel bei Darmstadt als erstes deutsches Weltnaturerbe in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. In dieser Liste hat die UNESCO weltweit geologisch bedeutsame Landschaften erfasst und damit unter internationalen Schutz gestellt. Bis heute ist die Grube Messel das einzige Geotop, das diese Auszeichnung in Deutschland bekommen hat. In der UNESCO Liste der Weltkulturerbe sind dagegen zur Zeit 26 deutsche Kulturdenkmäler erfasst. "Mit unserem Wettbewerb wollen wir dieser Schieflage entgegenwirken", so Diplom-Geograph Dietmar Glitz, Staatssekretär a. D. und Vorsitzender der Jury des Wettbewerbs. Die in der Liste der bedeutendsten Geotope erfassten Einzelgeotope, Geotop-Ensembles oder -Landschaften können nach erfolgreicher internationaler Prüfung und Selektion als Weltnaturerbe der UNESCO ausgezeichnet werden.

... mehr zu:
»Geotop »Geowissenschaft »UNESCO


Die Jury des Wettbewerbs ist entsprechend hochkarätig besetzt: Neben Mitgliedern der Akademie der Geowissen-schaften sowie verschiedener Universitäten sind die Staat-lichen Geologischen Dienste der Bundesländer ebenso in-volviert, wie Vertreter der Industrie und der UNESCO. Teil-nahmeformulare und Wettbewerbskriterien können unter www.geoakademie.de herunter geladen werden. "Wichtig ist uns, dass wirklich jeder geologisch interessierte Bürger teilnehmen kann", so Professor Look, "das Formular ist einfach auszufüllen, bei der fachgerechten Formulierung helfen bei Bedarf die Mitglieder der Jury".

Im Gegensatz zu Biotopen, die Pflanzen und Tiere in den Mittelpunkt stellen, umfassen Geotope den unbelebten Teil der Natur. Die Akademie der Geowissenschaften beschreibt Geotope als: "Zeugen der Entwicklung der Erde und des Lebens auf ihr. Sie umfassen natürliche und künstliche Freilegungen von Gesteinen, Lockerablagerungen und Fossilienfundstellen sowie Landschaftsformen. Geotop-Ensembles sind eine Anordnung von mehreren Geotopen, die zueinander in enger räumlicher und genetischer Beziehung stehen. Sie müssen geeignet sein, erdgeschichtliche, geologische oder landschaftsgeschichtliche Entwicklungen - auch im internationalen Vergleich - besonders deutlich zu machen oder in ihrem Formenschatz besonders auffällig sein."

Sylvia Neidhardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.geoakademie.de

Weitere Berichte zu: Geotop Geowissenschaft UNESCO

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Umfangreiche Fördermaßnahmen für Forschung an Chromatin, Nebenniere und Krebstherapie
28.06.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Revolutionäres Desinfektionsverfahren und Referenzmaterial für Genanalysen sind UNIQUE-Sieger
28.06.2017 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive