Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verleihung des Helmholtz-Preises 2003

20.06.2003


Festveranstaltung am 30. Juni im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit


Der Helmholtz-Preis, der exzellente messtechnische Leistungen würdigt, geht dieses Jahr an Dr. Wolfgang Rudolf Bauer und seine Arbeitsgruppe an der Medizinischen Universitäts-Klinik Würzburg. Die Gruppe erhält den europaweit ausgeschriebenen und mit 15000 Euro dotierten Preis für die Weiterentwicklung einer Technik, mit der sich in einer bislang nicht gekannten Qualität Bilder vom Herzen erzeugen lassen. Unterschiedliche Komponenten der Herzmuskeldurchblutung können mit diesem bildgebenden Verfahren sensitiv gemessen werden. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Festveranstaltung am 30. Juni im Eichensaal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit in Berlin statt.

Festveranstaltung aus Anlass der Verleihung des Helmholtz-Preises 2003 am Montag, 30. Juni 2003, 16.30 Uhr, im Eichensaal des Bundesministerims für Wirtschaft und Arbeit, Scharnhorststr. 34-37, 10115 Berlin


Preisträger ist Priv. Doz. Dr.med. Dr. rer.nat. Wolfgang Rudolf Bauer
Leiter der Interdisziplinären Arbeitsgruppe "Kardiale Magnetresonanztomographie und Biophysik" der Medizinischen Universitäts-Klinik Würzburg. Titel der gewürdigten Arbeit ist: "Messung der Mikrozirkulationsparameter Intrakapillarvolumen, Kapillarrekrutierung und Durchblutung im Herzmuskel mittels NMR-Tomographie".

Den Preis, der alle zwei Jahre vergeben wird, verleiht der Helmholtz-Fonds e.V., dessen Vorsitzender der Präsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) ist, gemeinsam mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

Zum Inhalt der gewürdigten Arbeit:

Die Methode der Wahl der Würzburger Arbeitsgruppe ist die Kernspinresonanz- oder NMR- (nuclear magnetic resonance) Bildgebung. Mit dieser Methode können unterschiedliche Komponenten der Herzmuskeldurchblutung, von denen der Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe direkt abhängt, gemessen werden. Da viele und häufige Herzerkrankungen mit einer Veränderung und Störung dieser so genannten Mikrozirkulation des Herzens einhergehen, ist eine hierfür sensitive Bildgebung ein wichtiges diagnostisches Werkzeug.

Von der Idee bis zur erfolgreichen Demonstration der Methode hat Wolfgang Bauer mit seiner Arbeitsgruppe einen mehrjährigen Weg hinter sich: Dieser beinhaltete die Entwicklung theoretischer biophysikalischer Modelle, die Entwicklung hochsensitiver Messverfahren, die Validierung am Tiermodell mit etablierten Techniken und, sofern möglich, die Anwendung am Probanden
und schließlich am Patienten.

Die Ergebnisse belegen deutlich, dass die NMR-Bildgebung ein großes Potenzial als diagnostisches Werkzeug in der Kardiologie hat. Das Ergebnis der Jury des Helmholtz-Preises fiel entsprechend unisono aus.

Weitere Informationen:

Priv. Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Wolfgang Rudolf Bauer
Arbeitsgruppe "Kardiale Magnetresonanztomographie und Biophysik"
Medizinische Universitätsklinik
Josef-Schneider-Str. 2
97080 Würzburg
Tel.: (0931) 201-36198
Fax: (0931) 201-36291
E-Mail: w.bauer@medizin.uni-wuerzburg.de

Dr. Jens Simon | idw
Weitere Informationen:
http://bio.physik.uni-wuerzburg.de/people/kh/AG.html
http://www.ptb.de

Weitere Berichte zu: Magnetresonanztomographie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften