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KfW fördert Wasserprojekte weltweit

14.03.2003


Die KfW nimmt an dem Weltwasserforum in Kyoto teil


Täglich sterben rd. 6.000 Menschen weltweit an Krankheiten, die ihre Ursache in schmutzigem Trinkwasser oder ungeregelter Abwasserentsorgung haben. Meist trifft es dabei die besonders armen Bevölkerungsgruppen. Um erfolgreich Armut zu bekämpfen, ist also eine geregelte Wasserver- und Abwasserentsorgung unbedingt erforderlich. Weltweit haben noch immer rd. 18 % aller Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser und rd. 40 % keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen. Die internationale Gebergemeinschaft hat sich auf dem UN-Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im vergangenen Jahr in Johannesburg zum Ziel gesetzt, den Anteil der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und ohne geregelte Basissanitärversorgung bis zum Jahre 2015 zu halbieren.

Die KfW unterstützt dieses Ziel bei ihrer Arbeit im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit; der Wassersektor gehört zu den Schwerpunkten der Förderung: 260 Mio EUR wurden in den vergangenen fünf Jahren jährlich aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit für Wasserver- und Abwasserentsorgung zugesagt.


Die langjährige Erfahrung der KfW hat gezeigt, dass ein nachhaltiger Entwicklungserfolg nur erzielt werden kann, wenn die Instrumente und Förderkonzepte konsequent den der von Land zu Land sehr unterschiedlichen Bedingungen angepasst sind und die notwendigen legislativen und institutionellen Reformen vorangetrieben werden.

In der Praxis bedeutet das, dass z. B. bei Projekten in der ländlichen Wasserversorgung die künftigen Nutzer bei der Abwägung alternativer Lösungen bis hin zur Ausgestaltung der Organisationsform für den Betrieb der Anlagen beteiligt werden. Parallel hierzu werden die Nutzer in breit angelegten Sensibilisierungsmaßnahmen - teilweise auch durch Medien (z. B. Radiosendungen) - über die Wichtigkeit von sauberem Wasser aufgeklärt.

Eine frühe Beteiligung der staatlichen und lokalen Entscheidungsträger bei der institutionellen Ausgestaltung von Wasser- und Abwassergesellschaften ist zentral für deren späteren Akzeptanz. Zur Steigerung der Effizienz der Betriebe werden je nach Rahmenbedingungen Private-Sector-Partizipation-Modelle (PSP) in unterschiedlicher Ausgestaltung genutzt. Um die Nachhaltigkeit der Vorhaben zu gewährleisten, werden die Partner dazu verpflichtet, ein kostendeckendes Tarifssystem zu etablieren, das die Einkommenssituation ärmerer Bevölkerungsschichten berücksichtigt. Zur Unterstützung von Vorhaben der PSP wird auf professionelle Öffentlichkeitsarbeit bereits in frühen Stadien wert gelegt.

Darüber hinaus werden regionale Umweltwirkungen einer ungeregelten Wassernutzung immer wichtiger. Denn mit zunehmender Wasserknappheit nehmen Konflikte um die Nutzung des Wassers zu. So gibt es oft innerstaatliche Konkurrenz zwischen dem Trinkwasserbedarf der Menschen und dem Großverbraucher Landwirtschaft, aber auch zwischen benachbarten Staaten um das Wasser grenzüberschreitender Wasserläufe. So fördert die KfW regionale Kooperationen zwischen verschiedenen Anrainerstaaten internationaler Gewässer zum gemeinsamen Management der Wasserressourcen. Zudem ist der effiziente Umgang mit den Wasservorräten zentrales Anliegen nahezu aller Aktivitäten der Finanziellen Zusammenarbeit im Wassersektor. Denn, durch den Schutz der Wasserressourcen werden so drohende Wassernutzungskonflikte entschärft.

Für Rückfragen:

Sonja Contzen
Telefon: (+49) 069 - 7431-4306
E-Mail: sonja.contzen@kfw.de

Sonja Contzen | KfW
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

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