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Adolf-Martens-Preis 2002 geht an Wissenschaftler der Universität Hannover

01.11.2002


Auszeichnung für Dr. Sylvio Indris vom Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie



Am Mittwoch, den 30. Oktober 2002, hat der Physiker

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»Materialforschung

Dr. Sylvio Indris von der Universität Hannover in der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin den renommierten Adolf-Martens-Preis erhalten. Die Auszeichnung wird seit 1992 alle zwei Jahre vom Adolf-Martens-Fonds e.V. für herausragende Leistungen des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses in Deutschland verliehen. Dr. Sylvio Indris empfing den Preis in Höhe von 2500 Euro, der als eine der bedeutendsten nationalen Auszeichnungen in den Werkstoffwissenschaften und der Materialforschung und -prüfung gilt, für seine hervorragenden Leistungen auf diesem Gebiet. Der Titel seiner ausgezeichneten Arbeit: "Perkolation von Grenzflächen in nanokristallinen keramischen Kompositen - Lithium-Ionenleitfähigkeit und 7 Li-NMR Relaxation".

Dr. Indris ist der erste Wissenschaftler der Universität Hannover, der den Adolf-Martens-Preis erhält. In seiner Doktorarbeit hat er gezeigt, dass die Reduzierung der Größe von kristallinen Körnern vom Mikro- in den Nanometerbereich bei gleichzeitiger Beimischung einer elektrisch isolierenden Keramik zu einer ionenleitenden Keramik eine erhebliche Steigerung der Ionenleitfähigkeit im Vergleich zu mikrokristallinen Kompositen bewirkt. Die Ergebnisse seiner Arbeit sind für Grundlagenaspekte und möglicherweise auch für anwendungsorientierte Forschung relevant. Ein mögliches Anwendungsgebiet sind besonders leistungsfähige Lithium-Ionen-Batterien.


Die Untersuchungen wurden im Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie in der Arbeitsgruppe von Prof. Paul Heitjans durchgeführt, die auch dem Zentrum für Festkörperchemie und Neue Materialien der Universität Hannover angehört.

Der Adolf-Martens-Fonds e.V. wurde 1991 auf Anregung von Mitgliedern des Kuratoriums der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung gegründet. Die Jury besteht aus Universitätsprofessoren und Industriemanagern. Der Fonds ist eine gemeinnützige Einrichtung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Werkstoffwissenschaften, die Materialforschung und -prüfung zu fördern. Weiterhin fördert der Fonds den wissenschaftlichen Nachwuchs, den nationalen und internationalen Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie den Technologie- und Wissenstransfer.

Adolf Martens war einer der Väter der Materialforschung und -prüfung. Ihm zu Ehren wird ein bestimmtes Eisen/Kohlenstoffgefüge, das für die Härte von Stahl maßgebend ist, "Martensit" genannt.

Dipl.Geogr. Stefanie Beier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

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