Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unabhängige Kommission überreicht Endbericht zur Wirtschaftsintegrierenden Forschungsförderung

17.12.2001


Mittelstand und Forschung noch enger verknüpfen

Staatssekretär Dr. Alfred Tacke nimmt heute den Bericht der unabhängigen Kommission zur Evaluation der Förderung von Kooperationen zwischen innovativem Mittelstand und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen entgegen. Auf dem Prüfstand standen die BMWi-Programme:

  • Industrielle Gemeinschaftsforschung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungs-vereinigungen (AiF) mit der Fördervariante ZUTECH
  • Projektförderung von kleinen und mittleren Unternehmen und externen Industrieforschungseinrichtungen in den neuen Ländern
  • Förderung innovativer Netzwerke (INNONET) und
  • Förderung von Kooperationen zwischen Unternehmen und mit Forschungsinstituten (PRO INNO).

In ihrem Bericht sprechen sich die Experten nachdrücklich für die Fortsetzung der staatlichen Förderung von Kooperationsprojekten in Forschung und Entwicklung aus. Sie diene dem Ziel, den Wissensgehalt der mittelständischen innovativen Unternehmen zu erhöhen.

Nach über einjähriger intensiver Prüfung der Förderprogramme sieht die Kommission allerdings eine Reihe wichtiger Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung. Um das Fördersystem transparenter und nutzerfreundlicher zu gestalten, sollen die bislang vier Programme schrittweise in zwei Hauptförderlinien zusammengeführt werden. In der ersten sollen vorwettbewerbliche FuE-Projekte zur Entwicklung technologischer Plattformen für Gruppen von Unternehmen oder ganze Branchen mit staatlichen Zuschüssen unterstützt werden. In der zweiten Linie werden unternehmensspezifische marktnahe FuE-Projekte gefördert. Hierbei erhalten mittelständische Unternehmen Anreize zum Ausbau ihrer Innovationskompetenz gemeinsam mit Partnern aus der Forschung.

Zur Erhöhung der Effizienz des Fördersystems empfiehlt die Kommission kurz-, mittel- und längerfristig umzusetzende Maßnahmen. Vor allem geht es um:

  • größeren Einfluss der innovativen mittelständischen Unternehmen auf die Planung und Durchführung von geförderten Forschungsprojekten, um so Bedarfsorientierung und Umsetzungsrelevanz zu verbessern.
  • mehr Leistungsanreize in der Förderung: Erfolgskontrolle und Ausbau von Qualitätssicherungssystemen in Unternehmen und Forschungseinrichtungen sollen Voraussetzung für eine Weiterförderung im System werden.
  • stärkeren Wettbewerb zwischen privaten und öffentlichen Forschungseinrichtungen.

Auch in Zukunft soll ein regionaler Förderschwerpunkt in den neuen Ländern gesetzt werden.

In der unabhängigen Kommission unter Vorsitz von Professor Dr. Ulrich Blum von der Technischen Universität Dresden waren ausgewiesene Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft vertreten, die über moderne wirtschaftstheoretische Erkenntnisse, Erfahrungen aus der Forschungskooperation und der Beurteilung forschungspolitischer Maßnahmen, auch im Ausland, verfügen. In einem Dialog konnten Verbände, Institutionen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen - auch unter Nutzung des Internets - den Bericht auf seine Praxisnähe hin überprüfen und Verbesserungsvorschläge machen. Mit der Umsetzung der Empfehlungen der Kommission hat das BMWi bereits begonnen. Damit leistet es einen Beitrag zur Stärkung der Innovationskraft des Mittelstands und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der in diesem Bereich tätigen Forschungseinrichtungen.

Service-Team | BMWi NEWSLETTER
Weitere Informationen:
http://www.bmwi.de

Weitere Berichte zu: Forschungsförderung FuE-Projekt Mittelstand

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms
23.06.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

nachricht Repairon erhält Finanzierung für die Entwicklung künstlicher Herzmuskelgewebe
23.06.2017 | Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften