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2,3 Millionen Euro für Vielfalt der Geisteswissenschaften

31.07.2008
Die Gerda Henkel Stiftung hat rund 2,3 Millionen Euro für geisteswissenschaftliche Forschungsvorhaben bewilligt - mehr als je zuvor in einer Gremiensitzung.

Im Basisprogramm wurden in den Fächern Alte, Mittlere und Neuere Geschichte, Archäologie und Kunstgeschichte sowie im Bereich interdisziplinärer Forschung 25 Projekte genehmigt.

Auf die Sonderprogramme Osteuropa und Zentralasien entfallen für das laufende Jahr jeweils 14 Förderungen. Mit dem Beschluss ihres Kuratoriums und des Wissenschaftlichen Beirats setzt die Gerda Henkel Stiftung ihr verstärktes Engagement für die Historischen Geisteswissenschaftlichen fort. Im Jahr 2007 hatte die Stiftung bereits die Rekordsumme von über 6,7 Millionen Euro für rund 350 Projekte bereit gestellt.

Die "Idealstadt" - Historisches Messexperiment in Sabbioneta, Italien
Sabbioneta, die um 1554 gegründete Residenzstadt in der Poebene, gilt als eine der wichtigsten und am besten erhaltenen Idealstädte der späten italienischen Renaissance. Ihre scheinbar unregelmäßigen äußeren Konturen sowie ihr "verdrehter" innerer Grundriss geben der Forschung jedoch Rätsel auf. Voruntersuchungen eines Forscherteams um den Bauhistoriker Professor Dr. Jan Pieper (RWTH Aachen) legen nahe, dass die Stadtgründung nach dem Muster antiker Planungspraxis erfolgte und sich die Hauptachse am Sonnenaufgang des Geburtstages des Stadtgründers orientierte.
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Ein umfangreiches Experiment mit rekonstruierten zeitgenössischen Messinstrumenten und unter Anwendung historischer Messmethoden soll Gewissheit bringen. Die Gerda Henkel Stiftung unterstützt das Forschungsprojekt für die Dauer von drei Jahren.

Spielarten der Globalisierung

Während in aktuellen Debatten der Begriff "Globalisierung" vornehmlich auf Entwicklungen seit 1990 Anwendung findet, verfolgen Historiker die weltumspannende Verflechtung verschiedener gesellschaftlicher Bereiche über Jahrhunderte zurück.

Neue Erkenntnisse über das für Globalisierungsforscher besonders interessante "lange 19. Jahrhundert" verspricht ein an der Technischen Universität Chemnitz angesiedeltes Forschungs¬projekt: Unter Leitung des Wirtschafts- und Sozialhistorikers Professor Dr. Rudolf Boch wird untersucht, wie zwischen 1780 und 1914 Wirtschaftsakteure in Sachsen Globalisierung und regionale Industriali¬sierung bewältigten und auf welche Weise sie auf diese Prozesse ihrerseits eingewirkt haben.

In einem Projekt für den außereuropäischen Raum widmet sich Dr. Karoline Noack dem Zusammenhang von globalem "modernen Weltsystem" und lokalen Gesellschaften. Die Lateinamerika-Spezialistin von der Freien Universität Berlin geht der Frage nach, wie sich im 16. und 17. Jahrhundert in Spanisch-Amerika unter dem Einfluss globaler Beziehungen eine komplexe Stadtgesellschaft aus indigenen Bewohnern und iberischen Einwandergruppen herausbildete. Für ihre beispielhafte Analyse der Stadt Trujillo gewährt die Gerda Henkel Stiftung ihr ein einjähriges Forschungsstipendium.

Rückfragen an die Pressestelle der Gerda Henkel Stiftung:
Dr. Sybille Wüstemann,
Tel.: 0211/936524-0
E-Mail: wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de

Dr. Sybille Wüstemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.gerda-henkel-stiftung.de

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