Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heinz-Maier-Leibnitzpreis der DFG geht an Tübinger Mathematiker

14.03.2008
Der Tübingen Mathematiker Privatdozent Dr. Michael Huber erhält den mit 16 000 Euro dotierten Heinz-Maier-Leibnitz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, wie die DFG heute bekannt gab.

Huber ist einer von sechs Preisträgern dieses bedeutenden Nachwuchswissenschaftlerpreises, der zur weiteren Förderung eines eigenständigen wissenschaftlichen Profils seit 1977 jährlich an herausragende Nachwuchsforscherinnen und -forscher vergeben wird.

In der Preisbegründung heißt es: "Michael Huber zählt bereits jetzt zu den international führenden Experten auf dem Gebiet der Kombinatorischen Designtheorie, einem Teilgebiet der Diskreten Mathematik mit zahlreichen Anwendungen in der Informatik, den Naturwissenschaften sowie den Wirtschafts- und Lebenswissenschaften.

Der Nachwuchsforscher, der neben Mathematik auch Germanistik studiert hat, konnte in seinen bisherigen Arbeiten eine ganze Serie wichtiger und äußerst schwieriger mathematischer Probleme vollständig lösen, die seit mehr als 40 Jahren offen waren. Bei der Betrachtung der sogenannten fahnentransitiven Steiner-t-Designs gelang es Huber sogar, alle vier noch ausstehenden Fälle zu lösen - dabei wäre schon die Lösung jedes einzelnen Falles für sich ein Meilenstein in der Forschung der Designtheorie gewesen. Diese Arbeiten wurden in der internationalen Fachwelt ebenso enthusiastisch aufgenommen wie Hubers Habilitationsschrift."

... mehr zu:
»DFG »Designtheorie »Mathematik

In seiner aktuellen Forschung widmet Michael Huber (Jahrgang 1972) sich den Komplexitätsfragen, der Kombinatorischen Zahlentheorie sowie der Frage nach einem geometrischen Verständnis der endlichen einfachen Gruppen. Hubers hohes Ansehen zeigt sich nicht zuletzt in zahlreichen Einladungen zu Vorträgen in Harvard, am MIT oder am Einstein-Institut für Mathematik der Hebrew University in Jerusalem. Seit 2007 untersucht Huber mit einem Heisenberg-Stipendium der DFG weitere Probleme aus der Diskreten Mathematik. An der Technischen Universität Berlin hat er momentan eine einjährige Gastprofessur inne.

Michael Seifert | idw
Weitere Informationen:
http://www.mathematik.uni-tuebingen.de/ab/Gruppen/huber/
http://www.dfg.de/aktuelles_presse/pressemitteilungen/2008/presse_2008_09.html

Weitere Berichte zu: DFG Designtheorie Mathematik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten