Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

12 Erfinder für Innovationspreis European Inventor of the Year 2009 nominiert

19.03.2009
Bahnbrechende Lösungen werden am 28. April in Prag prämiert

Das Europäische Patentamt (EPA) und die Europäische Kommission haben heute die 12 Nominierten für den diesjährigen European Inventor of the Year 2009 bekannt gegeben. Die Erfindungen spiegeln viele der großen Herausforderungen unserer Zeit wieder. Dominierend sind die Themen Energie, Umwelt und Gesundheit.

Die von einer internationalen Jury nominierten Erfinder haben mit ihren patentgeschützten Innovationen Krankheiten besiegt, neue Energien erschlossen, Sicherheitsvorkehrungen verbessert oder neue Mobilitätskonzepte ermöglicht. Alle nominierten Erfindungen entsprechen dem Gedanken des European Inventor of the Year, der ein Symbol für die menschliche Innovationskraft als Grundlage für technischen, ökonomischen und sozialen Fortschritt ist.

Zu den Nominierten zählt unter anderen Adolf Goetzberger (Kategorie: Lebenswerk). Er gilt weithin als der Vater der kommerziellen Nutzung der Solarenergie. Ohne den Japaner Shoichi Sasaki (Kategorie: außereuropäische Staaten) würde es noch keine marktreifen Hybrid-Autos mit leistungsfähigen und langlebigen Batterien geben. Auch ist mit Yiqing Zhou (Kategorie: nicht-europäisch) erstmals ein chinesischer Wissenschaftler nominiert. Sein "Kräuter"-Wirkstoff gilt als das erfolgreichste Medikament zur Bekämpfung der Tropenkrankheit Malaria. John Daugman (Kategorie: KMU/Forschung) aus Großbritannien hat die Unverwechselbarkeit des menschlichen Auges in ein nicht zu täuschendes Erkennungsverfahren auf Basis eines komplizierten Algorithmus übersetzt, das auf der ganzen Welt für mehr Sicherheit sorgt. Die Britin Fiona Fairhurst (Kategorie: Industrie) hat mit dem von ihr entwickelten, an der Haut von Haien orientierten, Fastskin Schwimmanzug den Schwimmsport revolutioniert.

Die weiteren Nominierten sind Raoul Parienti (Frankreich) für sein "Top Braille" Lesegerät für Blinde, Maria-Regina Kula (Deutschland) für die Nutzung eines Enzyms als Katalysator für umweltfreundlichere Herstellungsverfahren in der chemischen Industrie, Brian Druker (USA) und Jürg Zimmermann (Schweiz) für die Erfindung eines neuartigen Mittels gegen chronische myeloische Leukämie, die Niederländer Hendrikus Meijer und Huibert den Hartog für einen energiesparenden Ofen zur Herstellung von Roheisen, Joseph LeMer (Frankreich) für einen energieeffizienten Wärmetauscher sowie Bartolomej Janek (Slowakei) für ein Untersetzungsgetriebe, welches in der Robotertechnik neue Maßstäbe gesetzt hat, und Marion "Frank" Rudy (USA) für ein Dämpfungssystem für Sportschuhe.

Wer am Ende in den vier Kategorien Industrie, KMU/Forschung, nicht-europäische Länder sowie Lebenswerk die Nase im Rennen um den prestigeträchtigen Preis vorne hat, wird sich bei der feierlichen Preisverleihung am 28. April 2009 in Prag zeigen.

Zu den früheren Gewinnern zählen der spätere Nobelpreisträger für Physik Peter Grünberg (2006) und der Entwickler des viele Leben rettenden AIDS-Cocktails, Erik De Clercq (2008).

Der für Unternehmen und Industrie zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Günter Verheugen erklärte: "Diese Auszeichnung zeigt, dass Europa über das Potenzial zur Entwicklung wahrhaft bahnbrechender Erfindungen verfügt, die wir heute dringend benötigen, um Lösungen für globale Probleme zu finden und unsere Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Alle Nominierten stehen für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit Europas."

Alison Brimelow, Präsidentin des Europäischen Patentamts: "In vielen Technologien spielen Patente bei der Verbreitung von Innovationen eine tragende Rolle. Diese Rolle gilt es mit einer konsequenten Qualitätspolitik im europäischen Patentsystem zu stärken. Nur so kann gewährleistet werden, dass auch in Zukunft wichtige Erfindungen einen adäquaten und wirksamen Patentschutz erhalten können."

Hintergrund: European Inventor of the Year

Unter den zahlreichen Innovationspreisen sticht der "European Inventor of the Year" wegen seiner geographischen Reichweite und des einzigartigen Auswahlverfahrens hervor. Bei der Nominierung hat die unabhängige, internationale Jury Zugriff auf Kandidaturen im Rahmen eines offenen Wettbewerbs sowie die Expertise von Patentprüfern nationaler Patentämter und des EPA. Zur Wahl standen Erfindungen, die vor dem 1.1.2004 vom EPA patentiert wurden und erfolgreich waren. Der Preis hat symbolischen Charakter und beinhaltet keine materielle oder finanzielle Belohnung.

Ausgezeichnet werden Erfinder und Erfindungen, die in Europa einen maßgeblichen und nachhaltigen Beitrag zum technischen Fortschritt und damit auch zur wirtschaftlichen Stärkung Europas geleistet haben. Der "European Inventor of the Year" wurde von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Patentamt (EPA) 2006 gemeinsam ins Leben gerufen.

Die diesjährige Preisverleihung findet in Prag im Rahmen des Europäischen Patent-forums und der PATINNOVA 2009 statt.

Näheres dazu erfahren Sie unter:
http://www.epo.org/about-us/events/epf2009.html
Weitere Fragen, Akkreditierungswünsche und Interviewanfragen richten Sie bitte an:
Rainer Osterwalder
Direktor Medienbeziehungen
Europäisches Patentamt
Erhardtstr. 27 | D-80469 Munich
Tel.: +49 (0)89 2399-1820
Fax: +49 (0)89 2399-2850
rosterwalder@epo.org

Rainer Osterwalder | pressetext
Weitere Informationen:
http://www.epo.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Über zwei Millionen für bessere Bordnetze
28.04.2017 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie