Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zhaga-Initiative schafft einheitliche LED-Standards

04.02.2010
Unternehmen der internationalen Beleuchtungsindustrie gründen Konsortium um Schnittstellen-Standardisierung von LED-Lichtmodulen voranzubringen.

Weltweit führende Unternehmen aus der Lichtindustrie haben sich zu einem Konsortium unter dem klangvollen Namen "Zhaga" zusammengeschlossen, um einen einheitlichen Standard für Schnittstellen von LED-Lichtmodulen zu entwickeln.

Gestartet wurde die industrieweite Kooperation von den Gründungsmitgliedern OSRAM (Deutschland), Philips (Niederlande), Panasonic (Japan), Acuity Brands Lighting (USA), Cooper Lighting (USA), Schréder (Frankreich), Toshiba (Japan), TRILUX (Deutschland) und ZUMTOBEL (Österreich).

Aufgrund der extrem schnell voranschreitenden LED-Technologieentwicklung ändert sich der Aufbau von LED-Lichtsystemen und auch die Verbindungstechnologie ständig. Durch Standardisierungen soll das Ziel der Initiative, die Austauschbarkeit zwischen den Produkten von verschiedenen Herstellern für diverse, anwendungsspezifische LED-Lichtmodule, erreicht werden. Der Zhaga-Standard wird dabei Faktoren wie die Abmessungen bzw. die Leuchtengeometrien (z. B. für einheitliche Sockeltechniken), die lichttechnischen und elektrischen Kenngrößen (durch Angaben von einfachen Leistungsklassen wie die des Lichtstroms in Lumen) sowie das Wärmeverhalten (Thermomanagement) von LED-Lichtsystemen berücksichtigen und mit einbeziehen.

Die Initiative wurde ins Leben gerufen, um eine Zersplitterung von untereinander inkompatiblen LED-Lichtmodulen in den verschiedensten Beleuchtungsanwendungen zu verhindern, da einheitliche, internationale Standardisierungen bisher schlichtweg nicht existieren. So soll dem Verbraucher Sicherheit durch festgelegte Angaben beim Einkauf von untereinander austauschbaren LED-Produkten gegeben werden. Aber auch eine andere Komplikation ließe sich mit einheitlichen Standards lösen: Fortlaufende technologische Entwicklungen zur Leistungssteigerung können bautechnisch einfacher in die standardisierten Leuchtgeometrien integriert werden.

Die Gründer der Zhaga-Initiative erwarten, dass die Mitgliederzahl durch die Beteiligung von weiteren Unternehmen aus der gesamten Branche der LED-Beleuchtungsindustrie, vom Komponentenlieferanten, wie beispielsweise Kühlkörpern und Optiken, bis hin zum LED-Leuchtenhersteller, anwachsen wird. Ein erstes Treffen des Konsortiums wird im März 2010 stattfinden, bei dem die Mitglieder wichtige Schritte in Richtung Erarbeitung entsprechender Standardschnittstellen für LED-Lichtsysteme machen werden.

Die Mitglieder der NEMA (National Electrical Manufacturers Association), dem Berufsverband der elektrotechnischen Industrie Nordamerikas, sehen in der Gründung der Zhaga-Initiative einen bedeutenden Fortschritt für LED-Beleuchtungsanwendungen. In Nordamerika ist man davon überzeugt, dass die LED-Beleuchtung die am schnellsten fortschreitende Technologie der nächsten Jahre sein wird, und dass vormalige, scheinbar unerreichbare Effizienzgrade nun durch technische Innovationen erreicht werden können. Auch Yan Shen Chen, Präsident der Chinese Association of Lighting Industry (CALI), befürwortet die Zhaga-Initiative, da diese einen maßgebenden Standard festlegen wird, auf dem alle Beteiligten in der Lichtindustrie aufbauen können. "Wir glauben, dass die Initiative einen größeren Wettbewerb hervorrufen wird, der wiederum dazu führt, dass unsere Kunden durch Innovationen und einem vielfältigeren Design mit einer größeren Bandbreite an Beleuchtungslösungen versorgt werden."

Andreas Ludwig, Präsident der European Luminaire Association (CELMA), ist ebenfalls von den Vorzügen der Initiative überzeugt. "Zhaga wird einen durchschlagenden Fortschritt der LED-Technologie in den unterschiedlichsten Licht-Anwendungsbereichen bewirken und dabei die ökologischen und ökonomischen Vorzüge von LEDs aufzeigen. Das exzellente Know-how der Unternehmen, die an der Initiative beteiligt sind, wird Zhaga zum Erfolg führen."

Daniela Metz | VDI
Weitere Informationen:
http://www.zhagastandard.org
http://www.optischetechnologien.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Gedruckte »in-situ« Perowskitsolarzellen – ressourcenschonend und lokal produzierbar
17.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Ein elektronischer Rettungshund
17.05.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rotierende Rugbybälle unter den massereichsten Galaxien

23.05.2018 | Physik Astronomie

Invasive Quallen: Strömungen als Ausbreitungsmotor

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Matrix-Theorie als Ursprung von Raumzeit und Kosmologie

23.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics