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Neue Infrarot-LED erkennt Sekundenschlaf im Auto

15.10.2010
Eine neue infrarote Leuchtdiode (IR-LED) der Siemens-Tochter Osram Opto Semiconductors soll den gefährlichen Sekundenschlaf bei Kraftfahrern rechtzeitig erkennen helfen.

Dafür braucht man neben der IR-LED eine geeignete Kamera mit einem CMOS-Sensor, die das für den Menschen nicht sichtbare IR-Licht bei einer Wellenlänge von 850 Nanometer detektiert und das damit gewonnene Bild des Fahrers auswertet. Das alles geschieht vom Fahrer unbemerkt - auch in der Nacht.


Die im Blickfeld des Fahrers montierte Kamera erkennt mit Hilfe einer Bildauswertungs-Software, ob dieser ermüdet oder abgelenkt ist. Aufgrund ihrer geringen Größe und der integrierten Linse, die einen Winkel von 40 Grad ausleuchtet, kann die LED vom Typ SFH4236 leicht z. B. in das Armaturenbrett eines Fahrzeuges eingebaut werden und beleuchtet so den Fahrer schattenfrei direkt von vorne. IR-LED dieser Leistungsklasse mit integrierten Linsen waren bisher nicht verfügbar.

Laut Statistiken des Deutschen Verkehrssicherheitsrates werden jährlich ca. 1.300 Menschen auf Deutschlands Straßen durch Alleinunfälle getötet - also Unfälle, an denen kein weiterer Verkehrsteilnehmer beteiligt war.

Schätzungsweise gut 25 Prozent dieser Unfälle sind auf den sogenannten Sekundenschlaf zurückzuführen. Das oben beschriebene Müdigkeits-Erkennungs-System mit der IR-LED von Osram Opto Semiconductors könnte hier zum Lebensretter werden.

Weitere Einsatzbereiche von solchen Hochleistungs- IR-LED im Fahrzeug sind beispielsweise Sitzbelegungserkennung, Nachtsichtsysteme, Nahbereichserkennung und die Überwachung des toten Winkels. Die Lebensdauer der IR-LED beträgt mehrere 10.000 Stunden und übertrifft damit die durchschnittliche Betriebsdauer eines Fahrzeuges um ein Vielfaches. Sie muss also während eines durchschnittlichen "Autolebens" nicht mehr ausgetauscht werden. (IN 2010.10.4)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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