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FH JOANNEUM Kapfenberg entwickelte Stromtankstelle für Elektromobile

02.07.2010
Die entstehende Elektromobilität erfordert eine entsprechende Infrastruktur. Elektroniker der FH JOANNEUM Kapfenberg entwickelten daher mit ihren Partnern eine Stromtankstelle.

Ob Elektrofahrrad oder -auto – Strom ist der „Sprit“ der Zukunft. Um für die künftige Elektromobilität gerüstet zu sein, bedarf es einer gut ausgebauten Infrastruktur. Ein Team von Elektronik-Entwicklern der FH JOANNEUM Kapfenberg arbeitet daran. Kürzlich stellten der Studiengang „Advanced Electronic Engineering“ und seine Partner-Unternehmen Everynear, Paybox, Cirquent und Eox den ersten Prototypen einer Stromtankstelle vor. Nach dem Motto „Energie ganz nahe“ erfolgt das „Strom-Tanken“ einfach und komfortabel.

„Anstecken und Strom tanken“
„Wer über diese Ladestation Strom tanken will, braucht den Stecker seines Elektromobils nur anzustecken“, sagt Thomas Messner vom Studiengang „Advanced Electronic Engineering“, der mit seinem Kollegen Heimo Sirnik die Hard- und Software der Ladesäule entwickelt hat. Über einen im Stecker eingebauten RFID-Chip identifiziert sich der der Besitzer des Elektrofahrzeuges. Im Vorhinein ist nur eine einmalige Registrierung notwendig, um das eigene Elektromobil für die Stromtankstellen frei zu schalten.

Auch wenn die Bedienung einfach ist, dahinter steckt eine komplexe Infrastruktur, in welche die Stromtankstelle eingebettet ist. Ein Ladestellen-Server verwaltet nicht nur den Ladevorgang mit der entsprechenden Freischaltung, sondern ist auch Teil eines umfassenden Informationssystems, das auch Parkraumbewirtschaftung, Parkgebührenverrechnung und Kundenservice mit einschließt.

Die Kapfenberger Elektroniker haben auch einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Messner: „Der Ladestecker schaltet automatisch ab, wenn sich zum Beispiel eine Hand nähert. Und im Falle einer böswilligen Zerstörung zeichnet der Server dank ‚Vandalismuserkennung’ die Daten auf.“ Die einzelnen Standorte der Stromtankstellen, von denen viele weitere errichtet werden sollen, sind in geografischen Informationssystemen erfasst. Dies soll auch ein Reservieren der Ladestelle über zukünftige Navigationsgeräte ermöglichen.

„Zero Emission Mobility“ als Ziel
Mit derartigen Projekten verfolgt der Master-Studiengang „Advanced Electronic Engineering“ das Ziel der „Zero Emission Mobility“, also einer völlig CO2-freien Mobilität. Der Schwerpunkt „Automotive Electronics“ konzentriert sich dabei auf die Weiterentwicklung der Elektromobilität in Verbindung mit einer nachhaltigen Energiegewinnung wie z. B. Photovoltaik. Thomas Messner, der an der TU Graz seinen Abschluss in Telematik machte und seit Herbst 2009 an der FH JOANNEUM Kapfenberg arbeitet und studiert, hat gerade diese Kombination aus Studium und Projektmitarbeit interessiert. Er sieht es als „optimale Sache“, das zu studieren, „was in Zukunft gefordert wird“. Weitere ElektronikerInnen, FahrzeugtechnikerInnen oder andere TechnikerInnen, die an der Elektromobilität von morgen interessiert sind, können ab kommenden Herbst Studium und Projektmitarbeit verbinden. Bewerbungen um einen Studienplatz sind noch bis 2. September möglich

Thomas Winkler | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-joanneum.at/aee

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