Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Assistenzrobotik wird alltagstauglich - Shoppingroboter kommt im Baumarkt an!

26.06.2007
Anlässlich des erfolgreichen Abschlusses einer fast fünfjährigen Forschungstätigkeit zur Entwicklung des weltweit ersten alltagstauglichen mobilen Shopping-Assistenzroboters laden die Verbundprojektpartner MetraLabs GmbH, die toom BauMarkt GmbH, ein Unternehmen der REWE-Gruppe, und das Fachgebiet Neuroinformatik und Kognitive Robotik der Technischen Universität Ilmenau am 12. Juli 2007, von 13:00 bis 14:30 Uhr, zur Abschlusspräsentation dieses Forschungsprojektes in den toom BauMarkt Erfurt-Nord ein.

Mit der erfolgreichen Entwicklung dieses interaktiven Shoppingroboters, der Kunden bei der Artikelsuche unterstützt und völlig autonom, aber in ständigem Kontakt mit dem Kunden, zum gewünschten Artikel geleitet, hat die Servicerobotikforschung einen weiteren großen Schritt in Richtung Alltagstauglichkeit, Nutzerakzeptanz und damit Markttauglichkeit getan.

Auch international gilt ein solcher Einkaufs- und Lotsenassistent als ein Paradebeispiel dafür, wie interaktive Serviceroboter nutzbringend nun auch in ganz alltäglichen Bereichen des Lebens eingesetzt werden können. Das Spektrum möglicher Einsatzfelder solcher Lotsenroboter mit "Hostessfunktion" ist breit und reicht von Flughäfen und Bahnhöfen über Krankenhäuser bis hin zu Behörden - alles Bereiche, in denen viele Menschen in Ermangelung von Ortskenntnis und Ansprechpartnern individuelle Unterstützung auf ihrem Weg gebrauchen können.

Im Beisein von Vertretern der beiden Thüringer Ministerien, die die verschiedenen Phasen dieses Verbundprojektes finanziell gefördert haben, der Thüringer Aufbaubank (TAB), der TU Ilmenau, der toom Geschäftsführung Köln, Thüringer Behörden, bisheriger und zukünftiger Forschungspartner und der Medien soll der im Rahmen des Projektes entwickelte Shoppingassistent TOOMAS nun auch offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt werden und seine Funktionalität als intelligenter Einkaufshelfer und Lotse im praktischen Einsatz demonstrieren. Dazu besteht für alle interessierten Teilnehmer dieser Veranstaltung vor Ort die Möglichkeit des roboterunterstützten Einkaufs im Baumarkt. Teilnehmer werden gebeten, sich telefonisch, per Fax oder E-Mail im Fachgebiet Neuroinformatik der TU Ilmenau (s. unten) anzumelden.

Weiterführende Informationen

Im Rahmen des Verbundprojekts zeichnete die MetraLabs GmbH für den Entwurf, die Konstruktion, das Design, die Fertigung und die Inbetriebnahme des Shoppingroboters verantwortlich, unter anderem auch für die Entwicklung der Antriebssteuerung mit Anti-Kollisionssystem, die Weiterentwicklung der intelligenten Interaktionssoftware für die Artikelsuche und die Anpassung des Roboters an die konkrete Umgebung und die Einsatzbedingungen des Baumarkts. Dies erfolgte in enger Kooperation mit der toom BauMarkt GmbH, die wesentlich zur Systemspezifikation, zur Einbettung in die Infrastruktur des BauMarktes und zu den Vor-Ort-Experimen-ten mit uneingewiesenen Marktkunden beitrug. Die TU Ilmenau arbeitete vor allem an der eigentlichen Intelligenz des Assistenzroboters und entwickelte zum einen die Verfahren zur Navigation, u. a. zur robusten Hindernisvermeidung auch in stark belebten Bereichen des Marktes, zum selbstständigen Erlernen einer digitalen Karte des Baumarktlabyrinthes und zur Selbstlokalisation ohne GPS Unterstützung sowie zur Planung des effektivsten Weges zum Wunschartikel. Zum anderen war sie für die Verfahren für die robuste Mensch-Roboter-Interaktion verantwortlich, so z. B. zur Kundendetektion mittels video-basierter Personenerkennung oder zum kontinuierlichen Halten des Kontaktes zwischen Roboter und Kunde während der Lotsenfahrt.

Die Firma MetraLabs GmbH Neue Technologien und Systeme, mit Sitz in Ilmenau, wurde im Jahr 2001 von Absolventen der TU Ilmenau gegründet und bietet Entwicklungsdienstleistungen in den Bereichen Software und Automatisierungstechnik an. Ein Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von MetraLabs liegt auf der Konstruktion mobiler Roboter bzw. der Anpassung bestehender Robotersysteme an spezifische Kundenanforderungen.

Das Fachgebiet Neuroinformatik und Kognitive Robotik der TU Ilmenau ist unter Leitung von Prof. Dr. Horst-Michael Groß bereits seit Mitte der 90er Jahre im Bereich interaktiver und lernfähiger Service- und Assistenzroboter erfolgreich in der Robotik-Forschung tätig. Dabei liegen die Schwerpunkte der Arbeit auf der Nachbildung und Übertragung von Prinzipien der Wahrnehmung und des Lernens in biologischen Systemen auf realwelttaugliche Robotersysteme.

Kontakt/Informationen:

MetraLabs GmbH Ilmenau, Neue Technologien und Systeme Andreas Bley, Tel. 03677 668-666, E-Mail: Andreas.Bley@MetraLabs.com

Technische Universität Ilmenau, Fachgebiet Neuroinformatik und Kognitive Robotik Prof. Dr. Horst Michael Groß, Tel. 03677 69-2858, E-Mail: Horst-Michael.Gross@tu-ilmenau.de

Toom BaumMarkt GmbH Martin Söffge, Tel. 0221 149-6701 E-Mail: Martin.Soeffge@rewe-group.com

Wilfried Nax | idw
Weitere Informationen:
http://www.MetraLabs.com
http://www.tu-ilmenau.de/neurob
http://www.toom-baumarkt.de

Weitere Berichte zu: Baumarkt MetraLabs Neuroinformatik Shoppingroboter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie