Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Solarkraftwerke sollen deutsche Exportschlager der Zukunft werden

15.03.2002


Bundesumweltminister Jürgen Trittin will das Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung zur Weiterentwicklung erneuerbarer Energien, darunter auch der Solarthermie, über das Jahr 2003 hinaus verlängern. "Deutsche Forschungsinstitute und Firmen sind heute weltweit führend bei der Entwicklung von Sonnenkraftwerken. Diese Chance müssen wir nutzen, um den nächsten Schritt zu tun: Anlagen entwickeln, die wir den Ländern entlang des "Sonnengürtels" anbieten können.  Mit Unterstützung der Bundesregierung sollen Solarkraftwerke deutsche Exportschlager der Zukunft werden. Davon werden Klimaschutz und Wirtschaft profitieren", sagte Jürgen Trittin heute zum Auftakt der Fachtagung "Hochtemperatur solarthermische Stromerzeugung" in Berlin, die gemeinsam von Bundesumweltministerium und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) veranstaltet wird.

Die Bundesregierung stellt im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms bis 2003 insgesamt 10 Millionen Euro für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu solarthermischen Kraftwerken zur Verfügung. Fünf der geförderten Projekte beschäftigen sich dabei mit den verschiedenen technologischen Möglichkeiten -- von der Parabolrinnentechnologie bis zum sogenannten Solarturm. Ein weiteres Vorhaben dient der Technikbewertung und Unterstützung der Markteinführung von Solarkraftwerken. Für den Forschungsschwerpunkt erneuerbare Energien wendet das Bundesumweltministerium insgesamt 30 Millionen Euro auf. Das Zukunftsinvestitionsprogramm sollte nach Ansicht von Trittin zumindest bis 2006 fortgesetzt werden.

In solarthermischen Kraftwerken werden Spiegelsysteme eingesetzt, die das Sonnenlicht bündeln. Aus der entstehenden Wärme wird Strom erzeugt. Für den ökonomischen Betrieb dieser Anlagen kommen als Standorte hauptsächlich die trockenen und heißen Zonen der Erde südlich des 40. Breitengrades (sogenannter Sonnengürtel) in Frage. Rein rechnerisch könnte allein aus den Wüstenregionen Nordafrikas der Energiebedarf der Welt gedeckt werden. Obwohl Deutschland als Standort für solarthermische Kraftwerke nicht in Betracht kommt, können diese Anlagen auch bei uns zu einer nachhaltigen Energieversorgung beitragen, zum Beispiel durch den Einsatz hocheffizienter Systeme zur Energieübertragung. Zur Finanzierung der Projekte könnte die Umsetzung der flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls (u.a. Emissionshandel) einen Beitrag leisten.

Michael Schroeren | BMU-Pessedienst

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Seilzugsensor MH60 – erfolgreicher Einsatz in rauer Umgebung
20.04.2018 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

nachricht Treiber für Digitalisierung von Industrieanlagen: ABB, HPE und Rittal stellen Secure Edge Data Center vor
20.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics