Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Warum Fußballroboter nicht rempeln

28.02.2012
Visuelle Hinderniserkennung in mobilen Systemen: die HTWK Leipzig auf der CeBIT 2012

Vom 6. bis 10. März präsentieren Studenten vom Nao-Team der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) um Professor Klaus Bastian auf der CeBIT ein System zur visuellen Hinderniserkennung. Die CeBIT in Hannover ist eine der weltweit wichtigsten Messen im Bereich der digitalen Industrie.

Das Nao-Team der HTWK Leipzig besteht aus neun Informatikstudenten, die Software für menschenähnliche Roboter entwickeln. Ziel ist es, die Roboter völlig autonom im Team Fußball spielen zu lassen. Dabei ist der Fußball das Mittel zum Zweck: Verschiedene Teams aus der ganzen Welt lassen auf der alljährlichen Weltmeisterschaft "RoboCup" ihre baugleichen Fußballroboter gegeneinander antreten – es gewinnt, wer das beste Programm geschrieben hat. Damit zeigt der Erfolg im Fußball den Forschungsstand des Teams. Das Nao-Team belegte im Jahr 2011 den zweiten Platz bei den "RoboCup German Open" und den vierten Platz bei der Weltmeisterschaft.

"Dem Programm zur Erkennung der Hindernisse stehen im Wesentlichen die Kamerabilder des Roboters als Eingabe zur Verfügung. Zudem muss die Auswertung auf dem Roboter mit sehr begrenzter Rechenleistung in Echtzeit geschehen", erklärt Stefan Seering vom Nao-Team die Schwierigkeiten.

Beim Fußballspiel mit humanoiden Robotern geht es nicht nur um die möglichst schnelle Selbstlokalisierung des Roboters auf dem Feld, sondern auch um die Echtzeit-Hinderniserkennung: Wer schneller erkennt, wo die gegnerischen Spieler stehen, wo sich der Ball befindet und wo der Schiedsrichter steht, kann auch schneller reagieren und schießt eher ein Tor. Die Roboter sollen Hindernisse erkennen, um sie anschließend ohne Kollision zu umlaufen.

Das erklärt, warum Fußballroboter nicht das Risiko eines Remplers eingehen: Sie sind (noch) nicht darauf programmiert. Anwendung finden solche Systeme zur visuellen Hinderniserkennung neben den Fußballrobotern auch in autonomen, also fahrerlosen mobilen Systemen wie Fahrzeugen und Servicerobotern – überall dort, wo Mechanismen zur Erkennung von Kollisionen benötigt werden.

Das Nao-Team finden Sie in Halle 26, Stand A10 am Gemeinschaftsstand der mitteldeutschen Hochschulen "Forschung für die Zukunft".
Ansprechpartner:
Prof. Dr. rer. nat. Klaus Bastian
Telefon: +49 (0)341/3076-6432
E-Mail: bastian (at) imn.htwk-leipzig.de

Stephan Thomas | HTWK Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.htwk-leipzig.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2012:

nachricht Praktisches Handgerät zum Lesen und Beschreiben von Hochfrequenz-RFID-Datenträgern
24.07.2012 | Contrinex GmbH

nachricht Rittal und Siemens stellen integrierte Energieverteilungslösung vor
20.03.2012 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2012 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie