Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

edacentrum auf der CeBIT 2012: SmartCoDe für intelligente Energieverteilung

28.02.2012
EU-Kommissarin Neelie Kroes informiert sich über SmartCoDe (Halle 13, Stand A53)

Das edacentrum stellt auf der diesjährigen CeBIT (06. bis 10. März 2012 in Hannover) am Gemeinschaftsstand der Europäischen Kommission in Halle 13, Stand A53 aus. Die Verantwortung der Mikroelektronik für den Bereich ‚Erneuerbare Energien‘ demonstriert die GmbH aus Hannover mit dem Projekt ‚SmartCoDe‘, welches die Relevanz des intelligenten Energiemanagements beim Umstieg auf erneuerbare Energiequellen belegt.

Unter einer Vielzahl von Projekten wurde das vom edacentrum verantwortlich koordinierte Projekt ‚SmartCoDe‘ ausgewählt, an dem Gemeinschaftsstand der EU-Kommission im Rahmen des Projekt-Forums ICT4E2B auszustellen. Dieses Forum widmet sich der Entwicklung von intelligenten Energielösungen für Gebäude. EU-Kommissarin Neelie Kroes wird am Mittwoch, den 07. März 2012 den Messestand besuchen, um sich über SmartCoDe zu informieren.

SmartCoDe: Intelligentes Energiemanagement auch für Privathaushalte
Grundsätzlich ist die Verringerung des Ausstoßes von Kohlendioxid eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft. Um dieses Ziel zu erreichen, sind erneuerbare Energiequellen wie Windturbinen und Photovoltaikanlagen von großer Bedeutung. Die Versorgung aus solchen Quellen ist jedoch nicht konstant, weshalb ein Ersatz herkömmlicher Energiequellen durch Erneuerbare ein intelligentes Energiemanagement bedingt. Während sich bislang die Energieerzeugung am Verbrauch orientiert, muss sich dieses Verhältnis umkehren.

An dieser Stelle setzt das Projekt SmartCoDe an, dessen Ziel es ist, intelligentes Management Strom verbrauchender Anwendungen mit besonderem Fokus auf Sicherheit und Datenschutz auch dem Endverbraucher zu ermöglichen. Es bezieht die Vor-Ort-Erzeugung erneuerbarer Energien ein und stellt für das Energiemanagement Vorhersagen an. Im Zusammenspiel mit ausbalanciertem lokalem Stromverbrauch befreit dies das Stromnetz von stochastischen Beanspruchungen.

Die Ergebnisse des Projekts SmartCoDe werden Energiemanagement in kleinen Gebäuden und Stadtvierteln zu sehr geringen zusätzlichen Einmalkosten ermöglichen. Dabei kommen drahtlos verbundene Sensoren und Aktoren zum Einsatz. Zu den Resultaten des zweiten Projektjahres gehören ein diskret aufgebauter Prototyp eines drahtlos angebundenen Knotens nebst einem ersten Testchip, der diesen Knoten einst komplett implementieren soll – keine einfache Aufgabe, da auch Hochvolt-Komponenten auf dem Chip integriert werden müssen. Außerdem wurde die Kommunikation in solch einem Sensor/Aktor-Netzwerk optimiert. So wurde ein spezielles SmartCoDe-Protokoll auf der Basis des ZigBee Home-Automation Protokolls entwickelt. Auch fanden Verbesserungen der lokalen Energievorhersagen statt: Der ‚Solar Forecast Calculator‘ durchlief bereits erste Tests, die Windenergie-Vorhersage ist ebenfalls in der Entwicklung.

Über SmartCoDe:
Das Projekt SmartCoDe wird im Rahmen des 7. Rahmenprogrammes (Framework Program, FP7) von der Europäischen Kommission gefördert. Oberstes Ziel ist es, den Energieverbrauch kleiner Gebäude und Stadtviertel auszubalancieren und zu senken, um so den Weg für energetisch neutrale beziehungsweise energetisch positive lokale Stromnetze zu ebnen. Es handelt sich um ein auf drei Jahre angelegtes STREP-Vorhaben (Specific Targeted Research Project), das im Januar 2010 begann und im Rahmen des Programms „ICT-2009“ im Bereich „ICT support to energy-positive buildings and neighbourhoods“ gefördert wird. Insgesamt arbeiten acht Partner aus fünf europäischen Staaten zusammen.
Über das edacentrum
Das im September 2001 gegründete edacentrum versteht sich als zentrale Anlaufstelle für Fragen der Entwurfsautomatisierung. Als gemeinsame Initiative von Industrie, Hochschulforschung und dem BMBF soll es dem Aufbau eines EDA-Netzwerkes dienen und die Automatisierung des Chip-Entwurfs beschleunigen. Mitglieder sind u. a. Firmen wie Atmel, Bosch, Infineon, Intel und Globalfoundries. Das edacentrum betreut und koordiniert zahlreiche nationale und internationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf dem Gebiet EDA, die vom BMBF im Rahmen des Forschungsprogramms IKT2020 oder von der Europäischen Kommission gefördert werden.

Dr. Dieter Treytnar | idw
Weitere Informationen:
http://www.edacentrum.de/
http://www.fp7-smartcode.eu/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2012:

nachricht Praktisches Handgerät zum Lesen und Beschreiben von Hochfrequenz-RFID-Datenträgern
24.07.2012 | Contrinex GmbH

nachricht Rittal und Siemens stellen integrierte Energieverteilungslösung vor
20.03.2012 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2012 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie