Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Videos interaktiv erleben

26.02.2010
Fraunhofer FOKUS eröffnet durch non-linear Video neue Dimension bei bewegten Bildern Während einer TV-Sendung, eines Films oder Videos einfach klicken und Zusatzinformationen abrufen: So individuell und interaktiv lassen sich Inhalte bewegter Bilder jetzt erleben.

Non-linear Video heißt die neue Technologie von Fraunhofer FOKUS, dem Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme, die dem Zuschauer durch Navigieren eine zusätzliche Wissensdimension eröffnet.

Auf der CeBIT 2010, der weltweit größten Messe zur Darstellung digitaler Lösungen aus der Informations- und Kommunikationstechnik, stellen die Experten von Fraunhofer FOKUS die interaktive Video-Technologie und Anwendungsmöglichkeiten erstmals vor.

"Wenn der Zuschauer ein Objekt seines Interesses anklickt, stoppt das Video. Sofort werden Zusatzinformationen oder weitere Videoinhalte angezeigt", erklärt Dr. Stefan Arbanowski, Fraunhofer FOKUS. Non-linear Video befindet sich derzeit im Prototypstatus, der industrielle Einsatz lässt sich mit nur geringem Aufwand realisie-ren. "Das Besondere daran ist, dass die Inhalte über alle Medien-Plattformen abgerufen werden können - per TV-Gerät, im Browser am Laptop oder Desktop PC und dem Smartphone", betont Dr. Arbanowski.

Spaziergang durch Berlin
Beim Ansehen eines Tourismus-Films über Berlin beispielsweise könnte der Zuschauer mit seiner Fernbedienung den dargestellten Dom, Fernsehturm oder das Brandenburger Tor aktivieren. Das Video hält an und stellt in der gewünschten Sprache Zusatzinformationen bereit. Der Anwender hat nun die Möglichkeit, sich Details über die Quadriga oder technische Daten des Fernsehturms anzusehen. Auch hinterlegte Routen- und Fahrpläne einer Buslinie wären per Klick auf einen durch das Bild fahrenden Bus einfach abrufbar. Abhängig von den bereit gestellten Inhalten, kann sich der Nutzer nach Interesse zeitlich und inhaltlich in der Navigation vertiefen. Der traditionell lineare Charakter des Zusehens wird auf-gehoben, die multimedialen Interaktionsmöglichkeiten eröffnen eine neue Dimension an Informationsgehalt und verknüpftem Wissen.
Technologie hinter dem Video
Zur Nutzung von non-linear Video müssen zunächst die relevanten Stellen im Film identifiziert werden. Um sie markieren zu können, haben die Experten von Fraunhofer FOKUS eine intelligente Soft-ware entwickelt: Ein so genanntes Tagging-Tool unterstützt den Editor relevante Objekte zu definieren, mit Informationen zu hinterlegen und grafisch zu markieren. Die gewünschten Zusatzinformationen und Schlagworte sind in einer speziell konzipierten Daten-bank abgelegt. Darüber hinaus können sie mit Empfehlungssystemen verknüpft werden, um die Inhalte zu personalisieren. Aktiviert der Zuschauer das Objekt, fügt ein von den Forschern entwickelter Player die Objektbeschreibung und Informationen zusammen. Wichtig ist, dass dieser Vorgang zeitlich synchron erfolgt.

Um eine optimale Wahrnehmung des interaktiven Videos zu gewährleisten, erprobt Fraunhofer FOKUS verschiedene Formate, in denen die Videoinhalte produziert sein müssen. Dazu gehören zum Beispiel das Austesten idealer Geschwindigkeiten für Film, Schnitt- und Szenenwechsel und die Einstellung geeigneter Perspektiven, so dass der Zuschauer die Objekte sinnvoll anklicken kann. Zudem werden verschiedene Einsatzszenarien wie Home-Entertainment, interaktive Werbung und Kiosk-Terminals erprobt. Für Anwender wie Anbieter ist die non-linear Video Technologie bereits heute schnell und einfach bei geringen Betriebskosten nutzbar. Die Dienste lassen sich ergänzend zum bestehenden Informationshintergrund jederzeit nach Wunsch personalisieren oder durch automatische Empfehlungsmechanismen erweitern.

Pressekontakt:
Fraunhofer FOKUS
Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme
Eva Sittig
Tel + 49 (0) 30 3463 7212
eva.sittig@fokus.fraunhofer.de

| Deutsche Messe
Weitere Informationen:
http://www.cebit.de

Weitere Berichte zu: FOKUS Fernsehturm Kommunikationssystem Video Videoinhalte

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2010:

nachricht Neue Freiheit für IT-Leiter - Die todo GmbH bringt flexIT 2010 heraus
24.03.2010 | todo GmbH

nachricht Neue Version der SAP-Lösung von Kaba noch anwenderfreundlicher
24.03.2010 | Kaba GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2010 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie